Fuck Valentines Day
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F*ck Valentine’s Day

Fuck Valentines Day
„F*ck Valentine’s Day“ // Deutschland-Start: 6. Februar 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Gina (Virginia Gardner) hasst den Valentinstag. Schlimm genug, dass an diesem Liebe kommerziell ausgeschlachtet wird. Sie ist vor allem selbst am 14. Februar geboren und muss deshalb immer mitansehen, dass die anderen den Tag lieber in ihrer Partnerschaft verbringen wollen anstatt mit ihr. Dabei lernt sie durchaus Männer kennen, darunter Andrew (Skylar Astin), dessen Schildkröte die beiden zufällig zusammenbringt. Schlimmer noch, sie befürchtet, dass er ihr einen Heiratsantrag machen könnte – ausgerechnet am Valentinstag. Das muss um jeden Preis verhindert werden. Zum Glück ist da noch der Pizzabote Johnny (Jake Cannavale), dem sie versehentlich ein viel zu großes Trinkgeld gibt und der ihr dabei helfen soll, dass alles ganz anders kommt …

Das übliche Spiel mit der Liebe

Kurz vor dem Valentinstag werden bekanntlich reihenweise Liebesfilme veröffentlicht, um die Gunst der Stunde zu nutzen. Während im Kino die exzessive Klassiker-Adaption Wuthering Heights für große Augen sorgt, gibt man sich bei den Streamingdiensten mit kleineren Produktionen zufrieden. Amazon Prime Video etwa brachte Relationship Goals heraus, wo eine TV-Produzentin mit ihrem Ex um eine Stelle in einer Morgenshow kämpft. Ebenfalls dort ist nun auch F*ck Valentine’s Day gestartet. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Original des Unternehmens. Vielmehr hat man es lizenziert und bringt es auf diese Weise exklusiv bei uns heraus. Ob das aber eine gute Nachricht ist, darüber lässt sich streiten. Ein Film, den man lieben muss, ist das hier sicher nicht.

So ist die Idee, dass jemand, der mit Romantik nichts anfangen kann, die Hauptfigur in einer romantischen Komödie ist, nun wirklich nicht besonders originell. Die Sache mit ihrem Geburtstag, der so unglücklich fällt, ist zwar eine ungewöhnliche Erklärung, letzten Endes aber völlig ohne Belang. Und auch wenn es schon eigentlich sympathisch ist, wie sich F*ck Valentine’s Day gegen die kommerziellen Aspekte der Liebe ausspricht, eine tatsächliche Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht statt. Im Gegenteil, der Film folgt letztendlich doch den bekannten Konventionen dieses Genres. Der Titel ist daher schon irreführend. Ein Publikum, das ein subversives Werk erhofft, ist hier fehl am Platz. Natürlich wird am Ende die Liebe triumphieren, das tut sie immer.

Mittelmaß

Das heißt aber nicht, dass der Film völlig frei ist von eigenen Einfällen. Zwischendurch findet man schon eine Reihe irgendwie kurioser Einfälle. Wie oft lernt man jemanden schon durch eine Schildkröte oder eine herzförmige Pizza kennen? Und auch die Lügenkonstrukte, die aufgebaut werden, sind zuweilen recht sonderbar. Das macht aus F*ck Valentine’s Day zwar keinen guten Film. Mehr als Mittelmaß ist das nicht. Aber man muss sich hierüber nicht ganz so ärgern wie beim oben genannten Amazon-Kollegen, der das Geschäft mit der Liebe auf dreiste Weise mit Schleichwerbung verbindet. Das Schlimmste, was man über den Film hier sagen kann, ist, dass er ein wenig langweilig ist.

Dafür gibt es nette Schauplätze, wenn eine Reise nach Griechenland ansteht. Grundsätzlich erledigt auch das Ensemble seine Arbeit ordentlich. Hauptdarstellerin Virginia Gardner ist durch Beautiful Disaster bereits erfahren mit Liebeskomödien. Und auch in dem kürzlich veröffentlichten F*** Marry Kill hatte sie eine größere Rolle. Sie ist dann auch der Höhepunkt in einem Genrebeitrag, dessen Figuren etwas verkorkster sind, als man es aus diesem Segment gewohnt ist. Insgesamt ist F*ck Valentine’s Day dadurch schon ganz passabel. Wenn man unbedingt zum Valentinstag einen passenden Film braucht, funktioniert dieser schon. Wer hingegen mit dem Tag wenig anfangen kann, dürfte hierdurch kaum überzeugt werden, seine Meinung zu ändern.

Credits

OT: „F*ck Valentine’s Day“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Mark Gantt
Drehbuch: Steve Bencich
Musik: Woody Pak
Kamera: Andrew Russo
Besetzung: Virginia Gardner, Marisa Tomei, Sabrina Bartlett, Skylar Astin, Lil Rel Howery, Natasha Leggero, Jake Cannavale

Trailer

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F*ck Valentine’s Day
fazit
In „F*ck Valentine’s Day“ verliebt sich eine Valentinstag-Hasserin, hat aber Angst vor einem Heiratsantrag. Im Grunde folgt die Liebeskomödie dem üblichen Schema. Es sind aber einige eigenwillige Ideen dabei, die den Film zumindest noch auf ein mittelmäßiges Niveau hieven.
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