Fabian und Die mörderische Hochzeit Amazon Prime Video Streamen online Video on Demand
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Fabian und Die mörderische Hochzeit

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„Fabian und Die mörderische Hochzeit“ // Deutschland-Start: 6. Februar 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Skrupel hat Fabian (Bastian Pastewka) keine, wenn es darum geht, andere Menschen auszunehmen. Richtig erfolgreich ist er damit aber auch nicht. Als er bei einer seiner Betrügereien auffliegt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Beine in die Hand zu nehmen. Dabei gerät er zufällig in die Hochzeitsgesellschaft von Milva (Tamara Romera Ginés) und Clemens (Anton Dreger). Um dort untertauchen zu können, gibt er sich kurzentschlossen als Fotograf aus und fährt mit den anderen zu dem abgelegenen Herrenhaus, wo die Feierlichkeiten stattfinden sollen. Doch damit fängt für ihn das Abenteuer erst an. Nicht nur, dass die Braut in dem Rahmen ein wertvolles Kunstwerk erhalten soll, was Fabian ganz gern für sich hätte. Es findet auch ein Mord statt, was den Betrüger dazu veranlasst, sich als Polizist auszugeben …

Deutsche Krimikomödie

Deutschland ist Krimiland. Zumindest wenn man sich die öffentlich-rechtlichen Sender anschaut, gibt es quasi kein Entkommen vor Genrebeiträgen, da wird praktisch täglich etwas ausgestrahlt. Teilweise werden die Reihen und Serien jahrzehntelang fortgesetzt, eben weil das Publikum so treu ist. Da verwundert es nicht, dass auch Amazon Prime Video etwas von dem Kuchen abhaben möchte, und schickt seinerseits mit Fabian und Die mörderische Hochzeit einen Titel ins Rennen, in der Hoffnung, ein möglichst großes Publikum anzusprechen. Wobei es sich bei dem Film nicht um einen ernsten Beitrag handelt. Vielmehr wird hier auf Humor gesetzt, das Publikum soll nicht nur rätseln, sondern zwischendurch auch immer mal wieder lachen.

Der Vergleich zu Knives Out – Mord ist Familiensache liegt da auf der Hand, der Vorzeigetitel, der beim großen Konkurrenten Netflix zu einer Reihe ausgebaut wurde. In beiden Fällen handelt es sich um Krimikomödien, die ähnlich zu Klassikern von Agatha Christie in einem abgelegenen Herrenhaus spielen, wo dann ein Mord stattfindet. Während aber der genannte Kollege teilweise auch tatsächlich versuchte, das Genre zu dekonstruieren, da ist Fabian und Die mörderische Hochzeit weniger ambitioniert. Man begnügt sich damit, ein paar schräge Figuren auftreten zu lassen. Ungewöhnlich ist natürlich, dass der Protagonist nur so tut, als wäre er ein Polizist, was eine reizvolle Idee ist. Richtig viel wird aber nicht daraus gemacht. Er ist bei seiner Pseudo-Arbeit nicht sehr geschickt. Das ist er bei seiner richtigen Arbeit aber auch nicht.

Nur Mittelmaß

Insgesamt ist der Film inhaltlich leider nicht übermäßig interessant geworden. Das bezieht sich nicht nur auf den Humor, der zwar vereinzelt nette Momente nach sich zieht, aber doch recht harmlos geworden ist. Das hätte gern ein bisschen böser werden dürfen, anstatt sich mit netter Albernheit zufriedenzugeben. Auch der Krimi selbst ragt nicht aus der Masse heraus. Fabian und Die mörderische Hochzeit wird einfach nicht sonderlich spannend, wenn wir an der Seite des Betrügers nach Spuren suchen. Zum Ende hin wird dann zwar noch mal richtig viel aufgefahren, wenn in einer schier endlosen Auflösung aufgedröselt wird, was genau da geschehen ist. Auch da orientiert man sich an den Klassikern von Christie. Nur ist der Weg dorthin eben nicht sehr interessant geworden.

Zwei Punkte gibt es aber, die den Film zumindest noch zum Mittelmaß verhelfen. Da ist zum einen das Setting, was schon sehr stimmungsvoll geworden ist. Ein Herrenhaus im Schnee ist zwar kein sehr einfallsreicher Schauplatz für einen Krimi. Aber es funktioniert. Und dann ist da natürlich noch Bastian Pastewka (Perfekt verpasst), der für die Rolle des charmanten Betrügers eine Idealbesetzung ist. Allerdings ist der Film dermaßen auf ihn zugeschnitten, dass die anderen daneben recht unscheinbar bleiben. Dass bei Fabian und Die mörderische Hochzeit überwiegend Unbekannte engagiert wurden, hilft auch nicht unbedingt dabei, dass einem die Figuren in Erinnerung bleiben. Schlecht ist die Krimikomödie damit nicht. Sie ist nur leider auch nicht das erhoffte Highlight geworden.

Credits

OT: „Fabian und Die mörderische Hochzeit“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Markus Sehr
Drehbuch: Martin Eigler, Sönke Lars Neuwöhner, Sven S. Poser, Judy Horney
Musik: Anna Kühlein
Kamera: Paul Pieck
Besetzung: Bastian Pastewka, Tamara Romera Ginés, Anton Dreger, Barbara Philipp, Ercan Durmaz, Mira Partecke, Bernhard Schütz, Nicole Beutler, Taneshia Abt, Lena Dörrie

Bilder

Trailer

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Fabian und Die mörderische Hochzeit
fazit
In „Fabian und Die mörderische Hochzeit“ gibt sich ein Betrüger als Polizist aus, um einen Mord aufzuklären und ein Kunstwerk an sich zu reißen. Das stimmungsvolle Setting und Bastian Pastekwa in der Hauptrolle des Schwindlers machen Spaß. Insgesamt ist die Krimikomödie aber nur Mittelmaß, weil Fall und Humor nicht sehr stark sind und auch das Ensemble eher blass bleibt.
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