
Als der Abschleppunternehmer Klaus Bröser (Hilmar Eichhorn) ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht schnell auf dessen Mitarbeiterin Jana Hellwig (Rosa Falkenhagen). Schließlich hatte diese ihn als Letzte lebend gesehen. Aber auch andere kommen in Frage, darunter die Stieftochter Nicole (Anja Schneider), mit der er sich zuvor gestritten hatte. Und was hat es mit dem verschwundenen Fahrzeug auf sich, das am Tag vorher abgeschleppt wurde? Otto Garber (Florian Martens), Linett Wachow (Stefanie Stappenbeck) und Nils Makowski (Lucas Reiber) gehen der Sache nach und stellen fest, dass hinter der Fassade noch einiges mehr im Argen liegt …
Mörderisches business as usual
Inzwischen dürfte man Ein starkes Team auch in Unendliche Geschichte umbenennen. Seit 1994 wird die ZDF-Krimireihe produziert, inzwischen hat man bereits mehr als 100 Filme gedreht. Und ein Ende ist nicht in Aussicht. So ist es gerade einmal fünf Wochen hat, dass Das letzte Opfer ausgestrahlt wurde. Bei der Folge ging es um eine ermordete Frau, die einem Serienmörder zum Opfer gefallen sein könnte. Nun gibt es schon wieder ein weiteres Werk rund um das Trio. Man kann sich darüber streiten, ob das nicht Overkill ist, so viele Geschichten in kurzer Zeit zu erzählen. Fans werden sich hingegen freuen, zumal die Folge auch ganz ordentlich geworden ist – bei einem so hohen Output ist das keine Selbstverständlichkeit.
Am Konzept wurde wie zu erwarten nicht gerüttelt. Wie praktisch immer wird zu Beginn eine Leiche entdeckt, danach muss das Trio herausfinden, wer es getan hat. Und wie sich das für einen Toten gehört, hat er zuvor mehrere Leute gegen sich aufgebracht, sodass gleich mehrere für die Tat in Frage kommen. Ein starkes Team: Abgeschleppt setzt dabei auf einen Mix aus persönlichen und beruflichen Gründen, warum der Mord begangen wurde. Wobei der Fokus diesmal schon stärker auf dem ersten Aspekt liegt. Oft hat so eine kriminelle Tat das Potenzial, einen weiterzubringen oder daran zu verdienen. Diesmal nicht. Offensichtlich ist so ein Abschleppunternehmen nicht lukrativ genug. Die Beträge, um die dann hier gestritten werden, sind nicht so groß, dass man das auf diese Weise verkaufen könnte.
Tragisches Ende
Das klingt dann etwas einseitig, passt hier insgesamt aber ganz gut. So fand man innerhalb der Geschichte doch eine Reihe von Möglichkeiten, wie man den Mord rechtfertigen könnte. Die Auflösung selbst hat es dann auch in sich. Ein starkes Team: Abgeschleppt ist ein Teil, der tragischer ist, als man es von diesem Urgestein oft gewohnt ist. Der Film buddelt dabei in der Vergangenheit herum und findet hässliche wie traurige Elemente. Das Ergebnis ist zwar nicht ganz so niederschmetternd wie bei dem ZDF-Kollegen München Mord: Im Zweifel für den Zweifel kürzlich, wo der Mord an einem Koch aufgeklärt werden musste. Aber es ist doch ein Ende, das einen mitnimmt, auch weil es letztendlich so unnötig ist. Da werden reihenweise Menschen ins Unglück gestürzt, ohne dass irgendjemand etwas davon hätte.
Als Krimi ist Ein starkes Team: Abgeschleppt dabei ganz ordentlich geworden. So gibt es wie gesagt die unterschiedlichsten Erklärungen, was dann für Abwechslung sorgt. Später wird noch etwas mehr Spannung erzeugt, wenn der Film Thrillerelemente übernimmt und es brenzlig wird – auch wenn man weiß, wie das alles ausgeht. Hinzu kommen die Spannungen innerhalb des Teams, wenn sich der „Neue“ auch einige Folgen später immer noch beweisen muss. Das ist dann zwar alles nicht originell oder übermäßig ambitioniert. Aber das Team hinter der Reihe – Leo P. Ard hat Dutzende dieser Drehbücher geschrieben – weiß, wie das funktioniert. Das ist alles eingespielt und bewährt. Wer die Reihe mag, schaltet deshalb erneut ein. Neue Fans dürfte man in diesem Stadium aber wohl keine mehr gewinnen, dafür sind die Ambitionen doch zu gering.
OT: „Ein starkes Team: Abgeschleppt“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Sven Fehrensen
Drehbuch: Leo P. Ard
Musik: Christian Meyer
Kamera: Henning Jessel
Besetzung: Florian Martens, Stefanie Stappenbeck, Arnfried Lerche, Lucas Reiber, Jaecki Schwarz, Eva Sixt, Hilmar Eichhorn, Anja Schneider, Rosa Falkenhagen, Niklas Kohrt, Joachim Foerster, Michael Mendl, Sebastian Urzendowsky, Fabian Hanis
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