
Ingrid Bach (Carla Becker) mag schon 80 sein. Aber ihre zahlreichen Follower liegen ihr dennoch zu Füßen. Umso größer ist der Schock, als die verbrannte Leiche der Seniorin gefunden wird. Wer könnte sie nur ermordet haben? Unter Verdacht steht dabei ein Mann (Matthias Ziesing), der beim Tatort gefunden wird. Nur kann der sich an nichts erinnern, er weiß ja nicht einmal, wer er ist. Vera Lanz (Katharina Böhm), Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) und Korbinian Kirchner (Jonathan Hutter) müssen nun nicht nur die Identität des Verdächtigen herausfinden, sondern auch, was genau vorgefallen ist. Dabei wird auch Johanna Bach (Proschat Madani) unter die Lupe genommen, die Tochter der Toten, zu der sie lange keinen Kontakt mehr hatte …
Aktuelle Themen
Nächster Auftritt für Die Chefin. Aktuell wird die 16. Staffel der beliebten ZDF-Krimiserie ausgestrahlt. Zuletzt handelte Falsche Schlange davon, wie ein Unternehmer mit einer Armbrust erschossen wird. Davor ging es in Die von der anderen Seite darum, dass ein Jugendlicher getötet wurde, der einen Kiosk überfallen haben könnte. Nun geht es mit Wer bin ich? weiter, die sechs von insgesamt sieben Folgen der besagten Staffel. Und diese ist nach dem schwachen Teil der Vorwoche wieder interessanter geworden, was vor allem mit dem gewählten Thema zu tun hat. Oder besser: mit den Themen. Denn dieses Mal werden verschiedene miteinander verbunden.
So denkt man anfangs noch, das hier wäre wieder ein Beitrag rund um das Thema Influencer und Social Media, wenn eine Frau jenseits der 80 ein größeres Publikum erreicht. Dieses wird aber nur zum Anlass genommen, um zwei andere Punkte anzusprechen, welche die Menschen beschäftigen. Der eine behandelt den Betrug an älteren Leuten, eine besonders fiese Variante des Enkeltricks, wie er vor einigen Monaten in Wir vier und der Enkeltrick angesprochen wurde. Die Chefin: Wer bin ich? zeigt aber eine verschärfte und modernere Fassung davon, als klar wird, dass es – Achtung Spoiler – um Deepfakes geht. Auch das ist ein zunehmend verbreitetes Problem, nicht nur im Hinblick auf Betrugsmaschen. Wenn es möglich ist, jeden Menschen in Videos zu rekonstruieren und beliebige Sachen machen zu lassen, woher weiß man dann noch, was real ist?
Schwacher Krimi
Allerdings sollte man sich keine zu tiefsinnige Auseinandersetzung mit diesem Thema erhoffen. Das liegt zum einen an der Laufzeit, da die wie immer gerade einmal 58 Minuten umfasst. Sehr viel Raum ist da nicht. Zum anderen verzettelt sich die Folge mit den besagten Themen, wenn da einfach zu viel zusammengeworfen wird. Zumal das ja auch noch als Krimi funktionieren muss, also noch die Suche nach dem Täter bzw. der Täterin verarbeitet werden muss. Der Teil ist eher der Schwachpunkt bei Die Chefin: Wer bin ich?, die Sache mit der Amnesie ist schon recht albern geworden. Gerade die Auflösung überzeugt nicht. Die nächste Folge Hardliner wird erst in drei Wochen gezeigt und handelt von einem Attentat und einem Mord.
OT: „Die Chefin: Wer bin ich?“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Janis Rebecca Rattenni
Drehbuch: Andi Wecker, Sven S. Poser
Musik: Johannes Brandt
Kamera: Matthias Papenmeier
Besetzung: Katharina Böhm, Jonathan Hutter, Jürgen Tonkel, Proschat Madani, Matthias Ziesing, Carla Becker, Daniel Friedrich, Aurel Manthei
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