
Der Schock ist groß, als auf den Staatssekretär Thomas Farber (Thomas Unger) ein Mordanschlag verübt wird – und das am helllichten Tag! Was genau das Motiv ist, ist zunächst unklar. Es könnte aber mit einer geplanten Reform zusammenhängen, welche der Polizei weitreichende Befugnisse geben würde. Als kurze Zeit später ein Mitglied einer Rockergang tot aufgefunden wird, könnte es einen Zusammenhang geben. Wie genau dieser aussieht, ist aber ebenfalls noch ein Rätsel. Vera Lanz (Katharina Böhm), Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) und Korbinian Kirchner (Jonathan Hutter) versuchen, diesem auf den Grund zu gehen und stellen dabei fest, dass Politik, Polizei und Unterwelt stärker miteinander verbunden sind als gedacht …
Großes Finale
Alles hat einmal ein Ende, auch die aktuelle 16. Staffel von Die Chefin. Zuletzt erzählte die beliebte ZDF-Krimiserie in Wer bin ich? von einer 80-jährigen Influencerin, die auf heimtückische Weise betrogen und ermordet wurde. Davor handelte Falsche Schlange davon, wie ein Unternehmer mit einer Armbrust erschossen wird. Mit Hardliner kommt nun die siebte und damit letzte Folge der besagten Staffel heraus. Und bei dieser wird einiges aufgetischt, man hat da schon einiges in die üblichen 60 Minuten gestopft, um das Publikum zum Abschluss noch einmal richtig zu beschäftigen. Da soll niemand sagen, man habe sich nicht bemüht, mehr zu bieten als einen traditionellen Krimi, wie man ihn auf diesem Programmplatz sonst sieht.
Das heißt nicht, dass hier alles anders ist. So ist das anfangs schon noch eine Art Whodunit. Zwar beginnt die Geschichte nicht mit einem Mord, sondern einem verpatzten Mordanschlag. Das Resultat ist aber ähnlich: Man rätselt, wer das Verbrechen begangen hat. Als dann noch ein zweites geschieht, umso mehr, da klar ist, dass das irgendwie zusammenhängen muss. Ein Publikum, das gern grübelt und Hypothesen aufstellt, bekommt also genug zu tun. Wobei Die Chefin: Hardliner eben noch mehr will und politische wie gesellschaftliche Themen aufgreift. So wird hitzig darüber über Pro und Contra von Überwachungen gesprochen. Interessant an dieser Serie ist, dass diese Diskussionen auch innerhalb des Teams geführt werden, welches im Hinblick auf Ansichten oft heterogen ist. Die Dynamik zwischen den Figuren war schon immer eine Stärke der Serie.
Dick aufgetragen
Allerdings neigt man bei der Folge schon sehr dazu dick aufzutragen. Anstatt sich mit ein paar Verwicklungen zufriedenzugeben, wird die ganz große Verschwörung ausgepackt, bei der dann alle irgendwie zusammenhängen. Das wird Zuschauer und Zuschauerinnen eventuell freuen, die sich an Spektakel erfreuen und denen Hinterzimmer-Machenschaften nicht finster genug sein können. Hier darf man sich fast schon fürchten, was in unserem Land vor sich geht. So richtig nah am Alltag ist das aber nicht, die an und für sich relevanten Themen werden auf diese Weise zum Zweck der Unterhaltung aufgebauscht. Insgesamt ist Die Chefin: Hardliner aber ganz solide, spielt später noch mit Thrillerelementen. Als Abschluss der Staffel passt das.
OT: „Die Chefin: Hardliner“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Florian Kern
Drehbuch: Florian Iwersen
Musik: Johannes Brandt
Kamera: Markus Hausen
Besetzung: Katharina Böhm, Jonathan Hutter, Jürgen Tonkel, Thomas Unger, Matthias Weidenhöfer, Gerdy Zint, Simon Zagermann, Tanja Hirner
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