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Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde

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„Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde“ // Deutschland-Start: 1. Januar 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich wollte Inspector Thomas Lynley (Leo Suter) nur seine morgendliche Joggingrunde absolvieren, als er die Leiche des Kajaklehrers Alex Kern findet. Offensichtlich hatte dieser einen Unfall und ist in Folge ertrunken. Doch so ganz glaubt Lynley nicht an diese Theorie. Ob es die früheren Verletzungen sind, die Schleifspuren oder auch andere Hinweise, die untypisch für den Toten sind: Da muss jemand seine Finger im Spiel gehabt haben. Aber warum sollte jemand den jungen Mann töten wollen? Gemeinsam mit Sergeant Barbara Havers (Sofia Barclay) geht er der Sache nach. Die Spur führt dabei zu Madelaine Larwood (Grace Doherty), der Ex-Freundin des Toten. Aber auch weit in die Vergangenheit, denn da sind Geheimnisse, die offensichtlich mit dem Mord zusammenhängen …

Weniger Konflikte

Und weiter geht es mit Inspector Lynley & Sergeant Havers. Zwei Filme aus der neuen Krimireihe, welche auf den bekannten Romanen von Elizabeth George basieren, wurden bislang von der ARD ausgestrahlt. Der erste Teil Wer die Wahrheit sucht erzählte, wie das ungleiche Polizeiduo das erste Mal zusammenkommt und gemeinsam den Mord an einem Kunsthändler aufklären muss. Anschließend handelte Dem Tode geweiht von einer spurlos verschwundenen Mitarbeiterin eines Immobilienmaklers. Mit Blutrote Sünde folgt nun die dritte Episode der ersten Staffel. Eine weitere steht dann noch aus. Ob es anschließend mehr geben wird, ist noch nicht bekannt. An Vorlagen mangelt es zwar nicht. Richtig gut sind die neuen Filme aber auch nicht.

Das gilt dann auch für den dritten Anlauf. Das Positive vorweg: Wo es in den ersten beiden Filmen immer mal wieder zu völlig unnötigen Konflikten kam, wird das hier weiter reduziert. Auf der einen Seite war der Kontrast zwischen einem aus adligen Kreisen stammenden Polizisten und seiner Kollegin aus einfachen Verhältnissen zwar schon vielversprechend. Man schaffte es aber nicht, das inhaltlich irgendwie interessant zu verwenden. In Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde spielt das dann fast keine Rolle mehr. Das ist schon ein wenig schade, führt aber auch dazu, dass die nervigen Passagen weniger geworden sind. Ob das in der Summe eine Verbesserung ist, darüber lässt sich streiten.

Viel Drama

Einige andere Punkte sind eindeutiger Schwächen. So hat man hier selten das Gefühl, dass die Erkenntnisse wirklich das Ergebnis von Arbeit und Überlegungen ist. So richtig führen die einzelnen Schritte nicht zu neuen Einsichten. Die beiden sind zwar viel unterwegs und befragen fleißig die Leute. Es kommt nur lange dabei nichts raus. Am Ende wird dann eine Lösung aus dem Hut gezaubert, die etwas aus dem Nichts kommt. Das ist bei Krimis zwar keine Seltenheit, die wenigsten machen sich die Mühe, das Ende wirklich vorzubereiten und Arbeit zu investieren. Die Auflösung soll dann überraschend sein, koste es, was es wolle. Das kann man dann spannend finden. Aber auch frustrierend, Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde langweilt zwischendurch.

In Erinnerung bleibt dabei wie schon die letzten beiden Male die emotionale Komponente. Je mehr wir über die Menschen und ihre Geschichten erfahren, umso trauriger wird es. Gerade zum Ende hin, wenn klar wird, was genau da vorgefallen ist, darf es einem schwer ums Herz werden. Allerdings muss man damit leben können, dass das alles sehr konstruiert ist. Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde nähert sich da schon einer Seifenoper an, wenn ungeniert menschliche Tragödien zusammengebastelt werden. Das könnte manchen schlicht zu lächerlich sein, um wirklich dabei etwas zu fühlen. In der nächsten Folge Wo kein Zeuge ist geht es um einen obdachlosen Taschendieb, der unter mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden wird.

Credits

OT: „Lynley: Careless in Red“
Land: Irland, UK
Jahr: 2025
Regie: Stewart Svaasand
Drehbuch: Steve Thompson
Vorlage: Elizabeth George
Musik: Paul Englishby
Kamera: Peter Robertson
Besetzung: Leo Suter, Sofia Barclay, Niamh Walsh, Michael Workéyè, Daniel Mays, Robin Lines, Mia Jenkins, Brad Alexander, Grace Doherty, Justine Mitchell

Bilder

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Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde
fazit
In „Inspector Lynley & Sergeant Havers: Blutrote Sünde“ muss der Mord an einem jungen Kajaklehrer aufgeklärt werden, der als Unfall getarnt wurde. Die Ermittlungen sind eher weniger erwähnenswert. Stärker in Erinnerung bleibt erneut die emotionale Komponente, auch wenn diese ziemlich konstruiert ist.
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