Haveltod - Ein Potsdam-Krimi Im Kopf eines Killers Tv Fernsehen RTL Streamen
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Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers

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„Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers“ // Deutschland-Start: 13. Januar 2026 (RTL)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist der Profiler Armin Weber (Wolfgang Bahro) ja längst im Ruhestand und will mit der Welt des Verbrechens auch nichts mehr zu tun haben. Als sein Sohn Gregor (Felix Kreutzner), der inzwischen als Kriminalhauptkommissar arbeitet, vor ihm steht und ihn um Mithilfe in einem Fall um eine Frauenleiche in einem Glockenturm bittet, lehnt er deshalb auch ab. Und das, obwohl es auffallende Parallelen zu einem früheren Fall des Seniors gibt. Als der Mörder dem Veteranen aber ein persönliches „Geschenk“ hinterlässt, sieht dieser sich doch gezwungen, sein Wissen der Polizei zur Verfügung zu stellen. Dafür müssen er und sein Sohn sich aber auch erst zusammenraufen, da seit vielen Jahren Funkstille zwischen ihnen herrscht …

Auftakt einer neuen Krimireihe

Er gehört inzwischen fest zum Programm bei RTL dazu: der „tödliche Dienst-Tag“. In dieser Schiene werden immer mal wieder selbstproduzierte Krimis ausgestrahlt, wohl in der Absicht, von der Popularität der Beiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu profitieren. Und das eben am Dienstag, der einzige Tag der Woche, wo die Konkurrenz eher wenig bringt. Einige Reihen sind inzwischen etabliert, darunter Dünentod – Ein Nordsee-Krimi oder Behringer und die Toten. Andere werden wohl eher nicht dauerhaft fortgesetzt oder es ist noch nicht ganz entschieden. Nun kommt mit Haveltod – Ein Potsdam-Krimi ein weiterer Aspirant dazu, das Sortiment regelmäßig zu erweitern. Zumindest ist Im Kopf eines Killers klar auf ein serielles Erzählen ausgelegt – was leider keine gute Nachricht ist.

Um den positiven Aspekt vorwegzunehmen: Da sind ein paar ganz nette Settings dabei. Ob nun der besagte Glockenturm ist oder der Fluss, auf dem sie kurze Zeit später mit ihren Booten entlangfahren, das kann man sich schon anschauen. Aber das gilt ja für viele Krimis, die im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden. Gerade die am Donnerstagabend im Ersten locken oft mit idyllischen Landschaften aus ganz Europa. Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers ist zwar nicht ganz auf diesem Niveau. Aber zumindest kann sich der Film sehen lassen. Problematisch wird es aber, wenn man den Ton dazu anschaltet und sich durch die Gespräche quälen muss. Nicht nur, dass da immer wieder Dialoge dabei sind, die einen zusammenzucken lassen. Sie sind mitunter auch schauspielerisch dürftig umgesetzt. Das wird teilweise so lächerlich, dass man sich nie ganz sicher sein kann, ob das hier nicht doch eine Komödie sein soll.

Plumpe Küchenpsychologie

Das fällt auch deshalb auf, weil auf eine starke emotionale Komponente gesetzt wird. So erfahren wir früh, dass das Verhältnis zwischen Vater und Sohn belastet ist. Der Grund: Der Papa wollte nicht, dass der Nachwuchs mit dem Mordfall zu tun hat, und intervenierte. Das ist schon ein bisschen konstruiert, hätte mit der richtigen Umsetzung aber funktionieren können. Nur ist die eben lausig. Und auch andere Stellen des Films, wenn es dann richtig dramatisch werden soll, sind nicht überzeugend, das hat allenfalls Vorabend-Niveau. Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers scheitert ausgerechnet mit dem Punkt, der den Film von der Konkurrenz abheben soll. Um hier mitfiebern zu können, ist das alles zu unnatürlich, der Faktor Mensch ist alles andere als menschlich.

Bleibt noch der Fall. Bei diesem werden reihenweise Klischees abgearbeitet, was jetzt auch nicht unbedingt Lust macht, sich das weiterhin anzuschauen. Das funktioniert zumindest einigermaßen, später kommt noch eine überraschende Wendung hinzu. Nur greift Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers dann auf eine Küchenpsychologie zurück, die dermaßen plump ist, dass der Film endgültig zu einer Beleidigung wird. Die Absicht dahinter mag gut gewesen sein. Das Ergebnis selbst ist es nicht. Tatsächlich ist der Krimi so schlecht, dass man geradezu hoffen muss, dass es bei einem einmaligen Ausrutscher bleibt. Dieses Segment ist viel zu überlaufen, um hierfür Platz zu haben.

Credits

OT: „Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Andy Fletscher
Drehbuch: Willi Kubica, Andy Fletscher, Florian Schumacher
Musik: David Grabowski
Kamera: Felix Poplawsky
Besetzung: Wolfgang Bahro, Felix Kreutzner, Sinje Irslinger, Rosa Enskat, Katrin Heller, Sebastian Schneider, Rainer Sellien

Bilder

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Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers
fazit
In „Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf eines Killers“ jagen ein ehemaliger Profiler und sein als Kommissar arbeitender Sohn einen Serienmörder. Dann und wann hat das hübsche Bilder. Ansonsten ist der Krimi eine Katastrophe, leidet unter furchtbaren Dialogen, mäßiger Schauspielerei und einer plumpen Küchenpsychologie.
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