
Eigentlich ist der Fall klar, den die Anwältin Romy Heiland (Christina Athenstädt) da übernommen hat: Ihr Mandant Elias Konfidis (Matthi Faust) ist Annabelle Treskow (Vera Streicher), mit der er geschäftlich zu tun hat, auf die Frauentoilette gefolgt. Er bestreitet den Vorfall nicht einmal. Während sie sich durch diese Aktion sexuell belästigt fühlt und ihn entsprechend angezeigt hat, besteht er darauf, dass er nur habe mit ihr sprechen wollen. Dabei geht es dem Angeklagten gar nicht mal um Treskow selbst. Vielmehr verdächtigt er deren Vater Günther (Rüdiger Joswig), vor vielen Jahren den Vater von Konfidis verraten und ins Gefängnis gebracht zu haben …
Es geht (nicht) weiter
Den Dezember über haben Fans von Die Heiland – Wir sind Anwalt ausharren müssen, man brauchte den Sendeplatz während dieser Zeit anderweitig. Nun geht es aber mit der fünften Staffel der ARD-Serie weiter. Zuletzt erzählte die Serie in Blind von dubiosen Vorkommnissen in einem botanischen Garten. Davor behauptete eine Frau in Greifvogel unter Verdacht, dass ihr Hund von einem Greifvogel geschnappt wurde. Mit Kalter Krieg steht nun nach der Pause die nächste Episode an. Es handelt sich dabei um die elfte Folge der besagten Staffel, zwei weitere werden noch kommen. Und man darf gespannt sein, ob die verbleibenden Beiträge die diversen Handlungsstränge zu einem Abschluss bringen, welche die Serie in den letzten Monaten gestartet hat.
Da sind zum einen dir juristischen Probleme, welche die Protagonistin seit Beginn der Staffel mit sich herumschleppt. Diese werden auch in Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kalter Krieg wieder angesprochen, ohne dass man entscheidend weiterkommen würde. Gleiches gilt für die Romanze zwischen Staatsanwältin Odette Santos (Anne Diemer) und Ringo Holländer (Tim Kalkhof). Dass diese Situation etwas unangenehm ist, wenn nicht sogar unpassend, versteht sich von selbst. Aktuell geht es um die Frage, ob die zwei zusammenziehen. Warum einen das interessieren sollte, wird dabei nicht klar. Zumal Santos in der Folge sowieso wieder recht nervig ist, was nicht unbedingt dazu beiträgt, dass man hier Anteilnahme zeigt. Die Szenen sind zudem zu kurz für eine wirkliche Auseinandersetzung, da man wie immer nur 45 Minuten zur Verfügung hatte.
Übertrieben
Und in diese muss ja auch der Fall gepresst werden. Anfangs sieht es noch so aus, als ginge es um sexuelle Belästigung. Stattdessen wird eine Art Spionagegeschichte daraus gebastelt, rund um Rache, Erpressung und Verrat, Mit dem Alltag hat das natürlich weniger zu tun. Zugegeben, das ist bei der Serie oft so, in der aktuellen Staffel waren schon einige sonderbare Szenarien dabei. Es gelang zuvor aber, das auch mit einem gewissen Augenzwinkern zu verbinden. Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kalter Krieg will aber lieber tragische Familiengeschichte sein, was in diesem völlig übertriebenen Konstrukt aber nicht funktioniert. Die wenig ergiebige Figurenzeichnung und das zum Teil idiotische Verhalten machen das Ganze nicht besser. Die Folge ist erneut nur mäßig. Nächste Woche geht es in Der Beißer um einen Kita-Praktikanten, der ein Kind geschlagen haben soll.
OT: „Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kalter Krieg“
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Oliver Dommenget
Drehbuch: Stefan Barth
Musik: Thomas Klemm
Kamera: Carl Finkbeiner
Besetzung: Christina Athenstädt, Sina Reiß, Peggy Lukac, Peter Fieseler, Anne Diemer, Bernhard Schir, Tim Kalkhof, Jane Chirwa, Anne Müller, Matthi Faust, Vera Streicher, Rüdiger Joswig, Vassilis Koukalani
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