
Jonas Hoffmann (Nikolaj Maximilian Klinger) setzte sich leidenschaftlich für die Natur ein. Doch damit ist es nun vorbei, der Ökoaktivist wurde ermordet. Einen ersten Angriff überlebte er noch, der zweite kostete ihn dann aber sein Leben. Doch wer hat ihn getötet? Vera Lanz (Katharina Böhm), Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) und Korbinian Kirchner (Jonathan Hutter) versuchen, genau das herauszubekommen. In Verdacht geraten dabei einerseits der Lebensmittelmagnat Gernot Falkenbach (Marcus Grüsser), da die Leiche in der Nähe seines Anwesens gefunden wurde. Aber auch Hoffmanns Chefin Sophie Albrecht (Annina Hellenthal), mit der er zuvor Streit hatte, ist verdächtig …
Bekanntes Thema
Und weiter geht es mit Die Chefin. Vergangene Woche startete die 16. Staffel der beliebten ZDF-Krimiserie mit der Folge Blutschuld. Darin ging es um die Entführung des Sohns eines Industriellen, was jede Menge schmutziger Geheimnisse mit sich brachte – aber auch ein frustrierendes Ende. Wer deshalb hoffte, dass Mittel zum Zweck, die zweite von insgesamt sieben Folgen der besagten Staffel, das berichtigen könnte, sieht sich aber getäuscht. Die Geschichte ist ganz neu, die Episode steht wieder für sich. Die gute Nachricht: Dieses Mal gibt es wieder ein vernünftiges Ende, man wird nicht wieder mit Ärger zurückgelassen. Die schlechte Nachricht: Besser geworden ist die Serie dadurch auch nicht, das ist erneut eine nur mäßige Folge geworden.
Grundsätzlich hält man sich an das bewährte Konzept. Am Anfang wird eine Leiche gefunden, danach eine Stunde lang ermittelt, am Ende stellt sich heraus, wer es gewesen ist. Das funktioniert dann alles schon, ist aber nicht übermäßig ambitioniert. Vor allem die Geschichte selbst lässt zu wünschen übrig. Hätte es unbedingt wieder einen Krimi um einen Ökoaktivisten gebraucht, der sich mit einem Unternehmen anlegt? So wichtig diese Thematik natürlich ist, Die Chefin: Mittel zum Zweck macht da wirklich nur das Nötigste. Weder beim Kriminalfall noch den Figuren wurde Arbeit investiert. Entsprechend langweilig ist das Ganz geworden. Nicht einmal das Trio selbst, das zumindest manchmal Akzente setzt, kann dieses Mal irgendwie glänzen.
Zu wenig gemacht
Das heißt dann nicht, dass die Episode richtig schlecht ist. Sie erfüllt schon ihren Zweck. Nur ist es nicht mehr als das: Das ist so lieblos und frei von jeglichem kreativen Anspruch zusammengedreht, dass nicht klar wird, wofür es die Folge gebraucht hat. Die Chefin: Mittel zum Zweck wirkt so, als habe man jetzt schon angefangen, Krimis von einer künstlichen Intelligenz drehen zu lassen. In einem derart umkämpften Umfeld ist das einfach zu wenig. Nächste Woche geht es in Schattenkrieger um den Mord an einem russischen Asylanten.
OT: „Die Chefin: Mittel zum Zweck“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Florian Kern
Drehbuch: Andreas Linke
Musik: Dirk Leupolz
Kamera: Markus Hausen
Besetzung: Katharina Böhm, Jonathan Hutter, Jürgen Tonkel, Marcus Grüsser, Ulrike C. Tscharre, Christian Pfeil, Annina Hellenthal, Altine Emini, Simon Kirsch, Tatja Seibt
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