Kommentare zu: Steckerlfischfiasko https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/ Popcornkino und Independent Sun, 30 Aug 2026 10:06:26 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.1 Von: HB https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1727896 Sun, 30 Aug 2026 10:06:26 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1727896 Als echter Eberhofer-Fan seit Anfang an bin ich von der neuesten Folge leider sehr enttäuscht. Die zum Teil guten Kritiken kann ich nicht nachvollziehen.

Der Film hat keinen richtigen Witz, alles wirkt flach, das typische Eberhofer-Flair fehlt. Die Handlung plätschert vor sich hin und irgendwann wartet man eigentlich nur noch auf das Ende und den Abspann.

Dabei liegt es wahrlich nicht an den bekannten Figuren. Eisi Gulp ist wieder grandios, genauso wie die liebenswerte Oma. Es sind vor allem die Dialoge: Sie wirken teilweise so, als hätte man krampfhaft nach etwas Witzigem gesucht – nur ist es leider nicht witzig.

Bei den letzten Eberhofer-Filmen sind vor Lachen teilweise die Tränen geflossen. Dieses Mal war es im Kino auffallend still, hier und da nur leichtes Gelächter. Selbst die verunglückten Aufnahmen im Abspann, sonst immer ein Highlight, wirken diesmal leider ziemlich gequält.

Von mir deshalb nur 4/10 Punkten. Aber nach so vielen richtig guten Eberhofer-Filmen darf auch mal einer danebengehen. Der nächste wird hoffentlich wieder deutlich besser!

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Von: R https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1726754 Sat, 22 Aug 2026 10:36:01 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1726754 Ich bin vermutlich ziemlich weit von der Kernzielgruppe von Steckerlfischfiasko entfernt. Und mir ist klar, dass die Rückständigkeit seiner Figuren Absicht ist. Franz Eberhofer soll kein feministischer Traummann sein. Er soll mit seinem antiquierten Weltbild gerade deshalb komisch wirken.
Mein Problem ist also nicht, dass der Film Sexismus zeigt. Mein Problem ist, dass er erstaunlich oft selbst in genau den sexistischen Blick kippt, den er angeblich karikiert.
Beim Ballett seines Sohnes funktioniert die Satire noch: Franz‘ Vorstellung von Männlichkeit ist das Problem. Der Film lässt erkennen, dass nicht ein Bub beim Ballett lächerlich ist, sondern ein erwachsener Mann, der davon überfordert ist.
Bei Frauen fehlt diese Distanz.
Am deutlichsten zeigt sich das bei Tessa. Dass Franz als Ermittler wegen einer attraktiven Tatverdächtigen seine professionelle Distanz verliert, wäre eigentlich perfektes Material, um männliche Selbstüberschätzung und Sexismus bloßzustellen. Stattdessen übernimmt die Inszenierung seinen Blick. Tessa wird nicht nur von Franz sexualisiert, sondern für das Publikum sexualisiert.
Genau das beschreibt der Begriff Male Gaze: Nicht entscheidend ist, ob ein Mann eine Frau attraktiv findet, sondern ob die Kamera seinen objektifizierenden Blick kritisch sichtbar macht oder uns einlädt, ihn zu teilen. Spätestens beim Sextraum tut Steckerlfischfiasko Letzteres. Dass Franz Tessa begehrt, war längst erzählt. Die zusätzliche erotische Inszenierung erzählt nichts Neues über ihn. Sie dient hauptsächlich dazu, die attraktive junge Frau noch einmal aus seiner Perspektive anzubieten.
Dass Tessa anschließend schlagfertig sein darf, macht diese Inszenierung nicht plötzlich progressiv. Eine Frau kann selbstbewusst geschrieben und gleichzeitig objektifiziert inszeniert werden. Forschung zu Objektifizierung und sexualisierenden Mediendarstellungen beschäftigt sich genau mit diesem Widerspruch: Moderne Frauenfiguren müssen längst nicht mehr passiv oder dumm sein, damit ihre Darstellung sexistisch funktioniert.
Ähnlich bei Julika. Als die Oma als bisherige Care-Arbeiterin ausfällt, wird eine junge Frau aus dem Ausland als Haushaltshilfe engagiert.Die erwachsenen Männer erweisen sich plötzlich doch als fähig, ihren eigenen Dreck wegzuräumen, allerdings erst, weil sie einer attraktiven Frau gefallen wollen. Der Film weiß offensichtlich, wie rückständig das Klischee ist. Aber ein Klischee zu erkennen und dabei zu zwinkern ist noch keine Dekonstruktion.
Das passt auch zum Konzept des ambivalenten Sexismus: Sexismus besteht nicht nur aus offener Frauenfeindlichkeit. Frauen können gleichzeitig begehrt, bewundert und auf traditionelle Rollen reduziert werden. Gerade diese scheinbar harmlosen oder sogar positiven Formen machen Geschlechterhierarchien so langlebig.
Und dann ist da Susi.
Sie kandidiert als Bürgermeisterin und verfolgt damit ein eigenes Ziel außerhalb ihrer Beziehung. Franz unterstützt sie kaum, belügt sie wegen der Flyer und reagiert auf ihre Ambitionen vor allem mit Desinteresse und gekränktem Ego. Gleichzeitig lässt er sich selbst von seiner Schwärmerei für Tessa so sehr beeinflussen, dass sogar seine Arbeit darunter leidet.
Eigentlich liegt darin der zentrale Beziehungskonflikt des Films. Nur muss Franz ihn kaum austragen.
Susi durchschaut ihn, benennt sein Verhalten und entschärft es am Ende sogar wieder. Am Ende wird selbst Tessa noch in ein versöhnliches Paargespräch über weibliche Attraktivität eingebaut. Die emotionale Arbeit bleibt damit bei Susi: Der Mann darf sich danebenbenehmen, die Frau muss verstehen, einordnen und vergeben.
Und genau hier wird aus der angeblichen Satire für mich etwas unangenehm Vertrautes.
Denn misogyn geprägte Erzählungen müssen Frauen heute nicht mehr als willenlose Dummchen darstellen. Die modernere Variante lässt sie schlagfertig, beruflich ambitioniert und selbstbewusst sein und hält gleichzeitig daran fest, dass ihre Körper für Männer verfügbar inszeniert werden, sie Care-Arbeit übernehmen und männliches Fehlverhalten emotional auffangen.
Die Frauen dürfen also inzwischen zurückreden.
Die Struktur, gegen die sie zurückreden müssen, bleibt erstaunlich unangetastet.
Deshalb überzeugt mich „Das ist doch alles absichtlich überspitzt“ nicht. Natürlich ist es Absicht. Die wichtigere Frage ist, wen die Überzeichnung tatsächlich entlarvt.
Steckerlfischfiasko weiß, dass Franz rückständig ist. Aber beim Thema Frauen fehlt dem Film immer wieder die nötige Distanz zu ihm. Er möchte misogyn geprägte Männerbilder verspotten und gleichzeitig deren Blicklust bedienen.
Oder noch einfacher:
Der Film behauptet, über Franz zu lachen. Gerade bei Frauen lacht er aber verdächtig oft mit ihm.

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Von: Christoph Guber https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1726685 Fri, 21 Aug 2026 22:31:14 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1726685 Ach, das war weder der beste, noch der schlechteste Eberhofer-Film. Mir hat er gefallen. Die ganze Reihe ist natürlich ohnehin Geschmacksache, meinen Humor trifft er aber. So ein Film ist viel, viel Arbeit. Der Regisseur hat erneut viel Wert auf Details und Requisite gelegt. Die Schauspieler spielen fantastisch. Allerdings hätte ich mir mehr Minuten vom ich denke eigentlich beliebtesten Charakter, dem Flötzinger erhofft. Und wo ist überhaupt der Lotto Otto abgeblieben? Kurzum: Wer gut gemachten, kurzweiligen, detailverliebten bayrischen Klamauk sehen möchte und einfach mal knapp zwei Stunden vom Alltag abgelenkt werden will ist doch hier ziemlich gut aufgehoben meine ich. Ich jedenfalls freue mich bereits auf Teil 11.

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Von: Michael https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1726151 Wed, 19 Aug 2026 06:15:46 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1726151 Tut mit leid, ich bleibe dabei: Der Film ist überwiegend wie lau aufgewärmte Suppe von vorgestern. Er kommt bei Weitem nicht an die ersten Filme der Reihe heran. Die amüsante Morbidität, der schwarze Humor – nichts mehr davon zu spüren. Dann noch div. schlecht versteckte woke Botschaften, u. A. zwei super klischeehaft aufgesetzte Deppen im Theater, die sich über das Tutu das überbraven Eberhofer-Söhnchens lustig machen… gähn… Nachdem wir zu viert über’s Woe uns als Fans Frontenhausen mit Kreisel etc. angeschaut haben, gingen wir in Dingolfing in den Film und waren überwiegen der gleichen Meinung. „Mit allem unzufriedener Nörgelei“ hat das wenig zu tun, eher mit minimalstem Erwartungen, die halt leider nicht erfüllt wurden. Für etwas einfacher gestrickte Gemüter mag der Film ja reichen – jedem das Seine…

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Von: Sukrami https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1726149 Wed, 19 Aug 2026 05:24:58 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1726149 Alle sind alt und müde. Die Handlung, die Regie, die Schauspieler, die Dialoge. Hört halt auf.

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Von: Udo Wolf https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1726088 Tue, 18 Aug 2026 20:47:10 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1726088 Ich schließe mich der Einschätzung von Bernd zu 100% an.

Der Film ist kurzweilig, äußerst witzig und die Dialoge sind vielfach prägnant, spitz und angenehm pointiert.
Vor Besuch des Kinos war ich selbst eher skeptisch – da die Erfahrung zeigt, dass spätestens der dritte Teil eines Fils nur noch ein billiger Abklatsch ist und weit, weit entfernt vom Niveau des initialen Films.
Ich wurde eines Besseren belehrt – keinerlei Wortwitz zum X-ten Mal neu aufgewärmt – sondern wirklich sehr, sehr lustig und unterhaltsam.
Dies war zudem vielfach durch das komplett gefüllte Kino bzw. das Gelächter der Zuschauer bestätigt worden.
Von daher – ja absolut – die völlig anderslautenden Äußerungen kann ich mir nur als „ich bin mit allem unzufriedenes Nörgeln“ erklären.

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Von: Bernd Voeller https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1726076 Tue, 18 Aug 2026 18:04:53 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1726076 😀]]> Ich kann das Gemecker nur als typisch deutsche Trübsal deuten,
Der Film ist herrlich unkompliziert und hat einen ansteckenden Humor.
Wir waren in einem gut besetzten Kinosaal und die Zuschauer haben sich köstlich amüsiert.👍😀

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Von: Michael https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1725761 Sun, 16 Aug 2026 17:38:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1725761 Ja, stimmt. Todlangweilig der Film. Kein schwarzer Humor mehr, lieb- u. einfallslose Aneinanderreihung von äußerst schwachem bayrischem Klamauck, der Film plätschert ohne Höhen und Tiefen so dahin, kein Spannungsbogen – nix, gar nix. Das war eine pflichtschuldige Abarbeitung des Buches. Die Kumpels Flötzinger und Co dürfen, dad sie auch mal vorkommen, eine aufgesetzt idiotische Moppedfahrt unternehmen – alibimäßig. Nee – es hat sich ausgeeberhofert!

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Von: Erde an Gott https://www.film-rezensionen.de/2026/08/steckerlfischfiasko/comment-page-1/#comment-1723796 Wed, 05 Aug 2026 10:43:22 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=375839#comment-1723796 Kommt es nur mir so vor oder wird diese Filmreihe tatsächlich immer blöder?

Diese Eberhofer-Filme konnten mich noch nie faszinieren, die Vorschusslorbeeren waren bereits vor dem ersten derart hoch und ich wurde bitter enttäuscht.

Dabei warten die Romanverfilmungen mit einigen hervorragenden Schauspielern auf. Lisa Marie Potthoff zb oder auch der Österreicher Simon Schwar, bekannt aus ähnlich skurrilen Rollen in den Hader-Krimis. Ich mag allerdings auch den Bezzel nicht in seiner Rolle.

Dennoch: Dieser übertriebene Klamauk und allein die dümmlichen Titel der einzelnen Filme. Das ist gefühlt der 12. oder 13. Film aus dieser Reihe.

Irgendwann sollte man doch meinen, es ist alles erzählt. In dem Ort kann doch bald keiner mehr wohnen wenn in jeder Folge irgeneiner der 35 Einwohner abgemurkst wird!?

Kluftinger ist aber auch nicht besser.

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