56 Tage 56 Days Amazon Prime Video Streamen online Video on Demand
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„56 Tage“ // Deutschland-Start: 18. Februar 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß, als in der Wohnung von Oliver Kennedy (Avan Jogia) eine Leiche gefunden wird. Umso mehr, da jemand sie so unkenntlich gemacht hat, dass die Person nicht mehr zu identifizieren ist. Es ist ja nicht einmal sicher, ob die Überreste zu einem Mann oder einer Frau gehören. Könnte die Geschichte etwas mit Ciara Wyse (Dove Cameron) zu tun haben? Schließlich haben sich die beiden 56 Tage zuvor in einem Supermarkt kennengelernt und sich schnell ineinander verliebt. Doch selbst wenn diese leidenschaftliche Beziehung der beiden tödlich geendet sein sollte, ist unklar, was genau da geschehen ist. Hat Oliver Ciara getötet? War es umgekehrt? Oder gibt es noch eine dritte Person, die in dieser Angelegenheit drinsteckt?

Liebe bis zum Tod?

Den Februar nutzte Amazon Prime Video intensiv, um das Publikum mit großen Gefühlen zu überschütten. So gab es vor dem Valentinstag etwa die Liebeskomödien Relationship Goals und F*Ck Valentine’s Day, wo es um das romantische Glück einer TV-Produzentin, die mit ihrem Ex zusammenarbeiten muss, bzw. einer Hasserin von Valentinstagen ging. Dramatischer ging es in Love Me Love Me zu, wo sich eine Schülerin im Ausland in einen mürrischen und arroganten Bad Boy verliebt. Nun kommt, einige Tage nach dem Valentinstag, mit 56 Tage noch eine ganze Serie heraus, bei der es um überlebensgroße Emotionen geht. Im Vergleich zu den oben genannten, recht geradlinigen Titeln geht man bei dieser US-Produktion aber andere Wege und streift dabei eine ganze Reihe von Genres.

Verkauft wird die auf dem Roman 56 Days von Catherine Ryan Howard basierende Serie dabei als Erotikthriller. Davon sollte man aber nicht zu viel erwarten. So geht es bei den beiden Hauptfiguren zwar schon heiß her, sie fackeln nicht lang, bis sie miteinander etwas anfangen. Das wird jedoch nie so explizit, wie es diese Beschreibung erwarten lässt. Sehr viel ausgeprägter ist der Mystery-Teil. So beginnt die Geschichte mit dem Fund der Leiche, anschließend muss herausgefunden werden, was genau da geschehen ist. Zu dem Zweck wechselt die Serie ständig zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her, zeigt im einen Moment die von Lee Reardon (Karla Souza) und Karl Connolly (Dorian Missick) geführten Ermittlungen, nur um im nächsten die stürmische Beziehung zu rekonstruieren, von der ersten Begegnung bis zum rätselhaften Ende.

Zu früh die Luft raus

Dabei geht es aber nicht allein darum, die Beziehung als solche zu zeigen. Vielmehr wird mit der Zeit klar, dass beide Figuren ihre Geheimnisse haben, die sie mit sich herumtragen. Sie sind nicht diejenigen, für die sie sich ausgeben. Zumindest anfangs ist man dann auch tatsächlich gespannt, worum es bei der ganzen Sache geht und was genau da vorgefallen ist. Zwar sind die eigentlichen Ermittlungen in 56 Tage weniger spannend geworden, das Polizeiduo ist uninteressant und tut sich bei der Arbeit nicht sonderlich hervor. Die Szenen mit dem Paar machen aber schon neugierig, zumindest in der ersten Hälfte sind die Folgen recht schnell vorbei, während man nach Antworten sucht.

Mit der Zeit lässt diese Neugierde aber nach. Zum einen wird es dann doch etwas zu übertrieben, bei dem Versuch, die Geschichte komplexer zu machen. Zum anderen dauert es zwischendurch wieder ewig, bis es mal vorangeht. Wie so viele andere Serien auch ist diese recht großzügig angelegt. Musste man wirklich aus einem einzigen Roman acht Folgen machen? Da das Ende ebenfalls in die Länge gezogen ist und dabei nicht einmal interessant, bleibt nach dem vielversprechenden Einstieg doch eher Ernüchterung. Man kann sich 56 Tage zwar schon anschauen, allein der attraktiven Besetzung wegen. Der anvisierte Nervenkitzel hält aber nicht an, der Thriller schwankt zwischen anregend und langweilig, trotz großer Leidenschaft geht dem Ganzen zu früh die Puste aus.

Credits

OT: „56 Days“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Alethea Jones, Shana Stein, Lauren Wolkstein, Jessica Yu
Drehbuch: Karyn Usher, Lisa Zwerling, Janet Lin, Brandon K. Hines, Michael Broady, Alexandra Cunningham
Idee: Karyn Usher, Lisa Zwerling
Vorlage: Catherine Ryan Howard
Musik: Nathan Barr
Kamera: Nathaniel Goodman, Tobie Marier-Robitaille
Besetzung: Dove Cameron, Avan Jogia, Karla Souza, Dorian Missick

Bilder

Trailer

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56 Tage
fazit
„56 Tage“ handelt von einer leidenschaftlichen Beziehung und einer unkenntlich gemachten Leiche. Anfangs ist die Neugierde groß, was es mit all dem auf sich hat. Mit der Zeit tritt die Geschichte aber zu sehr auf der Stelle, die Auflösung selbst ist auch wenig interessant.
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