Kommentare zu: Mord im Mittsommer: Nikki & Evelina https://www.film-rezensionen.de/2025/03/mord-im-mittsommer-nikki-evelina/ Popcornkino und Independent Sun, 06 Apr 2025 17:06:52 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Von: Zuschauer Moritz https://www.film-rezensionen.de/2025/03/mord-im-mittsommer-nikki-evelina/comment-page-1/#comment-1454487 Mon, 31 Mar 2025 11:38:52 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=331455#comment-1454487 Vorsicht Spoiler!

Das war leider gar nichts gestern Abend im ZDF und das sage ich als Fan der Serie, liebes ZDF.

Vornweg: ich verstehe schon nicht den Titel dieser Episode. Sollen es ums Verrecken Frauennamen sein, bei denen sich der Zuschauer ja nur die Frage stellt, wer von den beiden denn nun die Tat begangen haben könnte, ob beides Opfer sind oder in welchem Verhältnis die zwei tatschlich zueinander stehen? Eigentlich müsste der Name der Folge korrekterweise ja „Bruno“ heißen, getreu dem Muster, die Fälle nach den (künftigen) Opfern zu benennen!!! Die Frau des Bootshändlers ist ja zu keinem Zeitpunkt ernsthaft einer Gefahr ausgesetzt. Und die Zweite wird zunächst als mögliche Täterin oder Tatverdächtige eingeführt… Schon das ist also inkonsequent und widerspricht der Logik der Sendereihe.

Dazu ständig diese nervigen Flashbacks und Slow motions mit Alptraumsequenzen im Scope-Format die zusammen mit den Kliffhängern seit einiger Zeit einzug gehalten haben. Ständig immer wieder nervige Flashbacks von dem Bombenleger mit seinem comicartigen Grinsen, die Rufe aus dem Off wo man nicht wissen soll sind sie real oder nur Vision, vielleicht zaubern sie den Irren aus der Tiefgarage ja auch wieder zurück und der ist gar nicht wirklich tot genau wie der Meisterdieb Silvester in der letzten Folge hahaha, was für eine Überraschung der Teaser.

Forsberg darf hier zurück in den Polizeidienst, obwohl noch in Therapie befindlich. Ein tablettenabhängiger , schwer traumatisierter Kommissar, der sich an Asservaten vergreift. keiner bekommt davon etwas mit, Blutproben werden offenbar nicht regelmäßig entnommen, Gespräche mit den Vorgesetzten finden im Großraumbüro statt und beschränken sich auf Geplänkel. Wir erinnern uns: Die Reha hatte er abgebrochen, weil da ein Mordfall dazwischen kam an einer älteren Künstlerin, mit der er kurzerhand die Zimmer getauscht hatte…

An seiner Genesung wirkt er hier als Patient nicht aktiv mit, verhält sich unkooperativ der Therapeutin/Psychologin gegegnüber. Wie soll diese ihm je die Dienstfähigkeit bescheinigen? Wie kann Stenberg ihm eine Dienstwaffe aushändigen? Im Job ist Alesander unkonzentierert, fahrig, macht Fehler, überschreitet Grenzen des Rechts, vertuscht Straftaten, manipuliert Beweise, ist bei Vernehmungen unaufmerksam und darf trotz Psychosen, starken Betäubungsmitteln und Panikattacken „med hagel i handen“ (mit scharfer Waffe) rumrennen, nicht etwa hinterm Schreibtisch langsam wieder in den Arbeitsalltag eingegliedert. Durch seine Fehler stirbt die Hauptverdächtige, er setzt Kollegen und Zeugen Gefahren aus, stellt sein Team und die Geliebte (zugleich trotz Befangenheit immer die in dem Fall ermittelnte Staatsanwältin) auch vor moralische Konflikte. Diese müssen für ihn Lügen oder schauen einfach weg.

Das wiedersehen der alten Freundinnen nach Jahren ist auch alles andere als glaubwürdig oder realistisch dargestellt, wenn die eine die andere „zufällig“ auf der Fähre übern Haufen rennt. Das wirkt allles wie mit Hammer und Reißbrett inszeniert und erinnert eher an Slapstick.

Was bleibt sonst? Ein langweiliger, arrangierter Kriminalfall (die Andeutungen zu Beginn lösen sich in Luft auf) der wieder mal von konstruierten Zufällen lebt, weil das Drehbuch so schwach ist und die Polizei keinen Plan hat. Ich erinnere mal daran dass die Reihe „Morden i Sandhamn“ heißt, es aber über 70 Minuten gar keinen Mord(opfer) gibt. Wir haben es hier mit einer gefährlichen Körperverletzung zu tun aufgrund dessen der Bootsverkäufer im KKH landet. Erst kurz vor Schluss wird daraus ein Tötungsdelikt.

Und gleich drei (!!!) überflüssige Lovestorys nehmen mittlerweile den Nebenstrang ein: Nora und Alexander, abgekühlt wie nie zuvor (wirken nicht wie ein Paar), dennoch ohne jede professionelle Distanz im Beruf, die dringend geboten wäre, damit nicht der Untersuchsrichter ihnen den Fall um die Ohren haut, dann zwischen dem Polizeianwärter und dem Asystenten von Staatsanwältin Nora (wozu braucht es diese Geschichte, außer evtl um dem koproduzierenden ZDF – wir sind ja sooo vielfältig und weltoffen – Gerecht zu werden?) und dann auch neuerdings zwischen der Tochter von Nora und deren Freund, die für die Handlung keinerlei Bedeutung haben, außer dass sie zuvällig im selben Restaurant kellnert wie die mögliche Hauptverdächtige.

Überhaupt löst hier Kommissar Zufall den Fall, weil Valpe die falschen Fragen stellt, die falschen Schlüsse zieht, Forsberg unzurechnungsfähig wie das Nashorn durch den Keramikladen trampelt und Stenberg als arroganter Schnösel charakterisiert sowieso nur mit sic selbst beschäftigt ist (was fehlt ist diesmal das Close up vom Golfball auf seinem Schreibtisch).

Das einzig Positive was in Erinnerung bleibt, dass es hier auf 2 Quadratkilometern sehr viele hübsche Frauen zu sehen gibt: Alexandra Rapaport als Staatsanwältin Nora die auch nach 10 Jahren kaum älter wird, Tindra Monsen als vermeintliches Opfer , Sannah Nedergård als wunderschön-zerbrechliche, durchgeknallte Borderlinerin , die mittlerweile 19jährige Tochter von Nora und Henrik, nur aus rein optischen Gründen offenbar ins Drehbuch geschrieben und ansonsten für die Handlung unbedeutend.

Fazit: es wäre besser, diese Serie einzustellen. Das hätte man schon vor 3 Jahren tun sollen.

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Von: Zuseher Max https://www.film-rezensionen.de/2025/03/mord-im-mittsommer-nikki-evelina/comment-page-1/#comment-1454250 Sun, 30 Mar 2025 17:46:06 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=331455#comment-1454250 Da bin ich aber mal sehr gespannt, vor allem ob das ZDF wieder den Originalton mitanbietet. Nur paar hübsche Ladys vor zauberhafter Kulisse und Glas Rotwein auf Tisch sind zu wenig…

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