Kommentare zu: Fatal Crossing – Der Fall Lisbeth und Lulu https://www.film-rezensionen.de/2025/03/fatal-crossing-der-fall-lisbeth-und-lulu/ Popcornkino und Independent Wed, 16 Apr 2025 11:28:42 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Ali https://www.film-rezensionen.de/2025/03/fatal-crossing-der-fall-lisbeth-und-lulu/comment-page-1/#comment-1459534 Wed, 16 Apr 2025 11:28:42 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=329573#comment-1459534 Es stimmt, die Serie erfordert Geduld: Ich konnte die Serie nicht an zwei Abenden durchziehen. Ich ließ sie Tage ruhen, hab‘ aber immer gedacht, dass ich sie weiter sehen möchte, weil es spannend war. Es geht um Angst. Und hier ist die Serie wirklich tiefgründig: Die eigene Angst auf andere übertragen indem ich sie zum Opfer mache. Das gemeinsame Opfer verbindet Menschen – hier die Täter, und nimmt die Verlustangst und Einsamkeit weg. Der Bezug zur Bibel wird am Ende ausdrücklich hergestellt. In 1. Mose 22 wird die bekannte Geschichte erzählt, dass Abraham auf Gottes Weisung seinen Sohn Isaak opfern soll. Kurz vor dem grausamen Akt, soll Abraham das Opfer des Sohnes durch – ein nicht weniger grausames – Tieropfer ersetzen. In einigen frühen Kulturen wurden Menschen- und Tieropfer dargebracht. Sie dienten der Versöhnung mit der Gottheit und damit der Gemeinschaft der Menschen untereinander. In dieser Serie bleibt daher auch nichts unklar: Die Täter versöhnten sich durch ihre Opfer nach einem Streit und holten sich gegenseitig so aus der Einsamkeit und Angst. Das Opfer ist für sie ein notwendiges Übel, daher auch kein Mitleid oder doch? Das ist offene Ende der Serie. Die Journalistin schreibt am Ende auch, dass es ihr eigentlich nicht um den Kriminalfall ging, sondern um die eigene Angst. Übrigens werden in der Bibel später alle Opfer hinfällig: Schon die Propheten des Alten Testamentes fingen im Namen Gottes und sozialer Gerechtigkeit die Opfer abzulehnen, und der ganze Brief an die Hebräer beschäftigt sich damit, dass der Mord an Jesus das allerletzte Opfer ist. Es geht ab jetzt nur noch um Vertrauen, Mitleiden und Nächstenliebe, so die gute Botschaft!

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