Kommentare zu: More Than Strangers https://www.film-rezensionen.de/2024/08/more-than-strangers/ Popcornkino und Independent Sat, 23 Aug 2025 19:51:28 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Max https://www.film-rezensionen.de/2024/08/more-than-strangers/comment-page-1/#comment-1522102 Sat, 23 Aug 2025 19:51:28 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=307004#comment-1522102 Was in der TV14 als Roadmovie / Komödie angekündigt wurde, entpuppt sich recht bald als ziemlich plumpe Migrationspropaganda mit teilweise eher gefährlichen Aussagen, die Straftaten wie die illegale Schleusung von Menschen (wir reden hier nicht von einer „Ware“ sondern von Lebewesen!) relativiert oder die Folgen der Zuwanderung und des unkontrollierten Grenzübertritts verharmlost. Egal wie man zum Einwanderungsthema als Gegenmittel zum Fachkräftemangel steht, aber die illegale Einreise ohne Aufenthaltstitel oder gültige Visa wird eben nun einmal geahndet und der bewusste Übertritt einer Staatsgrenze ohne eine solche Legitimation steht unter Strafe – ob zurecht oder nicht, dies soll jeder selbst entscheiden.

Wurde die Abschottungspolitik der EU im Kurzfilm „Schenglet“ noch auf humorvolle Weise parodiert, wird die massenhafte Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen hier schlichtweg bagatellisiert mit fragwürdigen Aussagen wie „Für Hunde und Katzen gibt es diese Grenze ja auch nicht“.

Erstmal kann man einen Menschen nicht mit einem Tier vergleichen, die Fähigkeit, Konsequenzen seines Handelns zu überblicken und die Strafmündigkeit unterscheidet uns von den Tieren. Zum Anderen sind herumstreunende Tiere, die die Staatsangehörigkeit wechseln oder ihre Pässe „verlegt“ haben (auch für das Mitführen von Tieren bei der Einreise gibt es Papiere // Dokumente!), wohl kaum ein Problem für die Sozialkassen oder die innere Sicherheit. Ein solcher Vergleich verbietet sich daher aus gleich mehreren Gründen.

Die Art und Weise mit der Migrationsproblematik und Vorurteilen umzugehen, finde ich hier reichlich seltsam. Es ist ein sensibles Thema, für das es keine Stammtischparolen geben kann. Das Schönreden von Verbotenem oder das Rechtfertigen mittels „Ja, aber…“ ist nicht hinehmbar.

Und für ein Roadmovie haben wir es hier im Übrigen mit zuviel Stillstand zu tun. Nicht nur einmal habe ich mich bei den zahlreichen Stops an den Raststätten gefragt, wann kommen die endlich an? Das Ende geht dann sehr schnell, aber Paris haben sie trotzdem nicht erreicht.

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