Kommentare zu: The Zone of Interest https://www.film-rezensionen.de/2024/02/the-zone-of-interest/ Popcornkino und Independent Mon, 12 Jan 2026 19:25:20 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Irene https://www.film-rezensionen.de/2024/02/the-zone-of-interest/comment-page-1/#comment-1625659 Mon, 12 Jan 2026 19:25:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=289821#comment-1625659 Ein genialer Film, gerade weil er in Alltagsgeschwindigkeit die Selbstverständlichkeit des Grauens im Leben eines aufstrebenden Nazis und seiner Familie abzeichnet. Gerade dass der Film nicht darauf aus ist, den Zuschauer „abzuholen“ oder mit rotem Faden oder Handlung zu überzeugen, macht für mich diesen Streifen so beeindruckend. Jede Szene ist realistisch, Familienleben, Gartenparties, die Schwiegermutter wird durch den Garten geführt, im Hintergrund die rauchenden Schlote und Todesschüsse. Kanada und das Anhäufen von fremdem Eigentum, auf Töten abgerichtete Hunde, die Hinrichtung eines Juden im Fluss, all das zeichnet nebenbei und im Hintergrund den Alltag des Massenmordes ab und steht wortlos neben der Familienidylle. Ich musste mir eingestehen, dass es genauso abgelaufen sein konnte, undramatisch, alltäglich und unsäglich grauenhaft.

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Von: Alessandra https://www.film-rezensionen.de/2024/02/the-zone-of-interest/comment-page-1/#comment-1580973 Thu, 30 Oct 2025 13:09:17 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=289821#comment-1580973 Ich fand den Film absolut überragend, das Grauen umso schrecklicher weil nur angedeutet oder im Hintergrund. Ich konnte es kaum ertragen, bis zum Schluss hinzuschauen. Und bei diesem Film muss man hinschauen und vor allem hinhören. Die Banalität des Alltags hob den Schrecken der nebenan stattfindenden Gräueltaten erst recht hervor. Ich war zutiefst erschüttert. Ein cineastischer Meilenstein, gerade weil er so ruhig daherkommt.

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Von: Ingo https://www.film-rezensionen.de/2024/02/the-zone-of-interest/comment-page-1/#comment-1570202 Sat, 18 Oct 2025 18:49:41 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=289821#comment-1570202 Die Grundidee, harmonsiches Familienleben neben der puren Perversion menschlicher Abgründe darzustellen, klang sehr ansprechend und machte mich neugierig.

Vorurteilsfrei und neutral rangegangen an den Film. Die minutenlange blackscreen am Anfang wirkte in den ersten Sekunden passend dramatisch und würdevoll, bis sie nach der dritten Minute absurd wurde.

Es folgten scheinbar beiläufig in camcoder-Manier gefilmte Szenen eines belanglosen Alltags mit anstrengend schmechter Akustik.
Aber mal abwarten…. geben wir ihm eine Chance….
Keine Handlung zeichnete sich ab, kein roter Faden, keine Schauspieler, die mich „abgeholt“ hätten.
Aber mal abwarten…
Ab und zu ein paar dumpfe Schüsse, ab und zu ein rauchenden Kamin.
Es wird nicht das Grauen dargestellt, sondern eine Familie in ihrem mehr als langweiligen Alltag.

Die Grundidee war so interessant… Schade, dass man dermaßen übertreiben musste im Wusch danach, einen Film komplett anders aufzubauen und möglichst künstlerisch ganz „wertvoll“ zu sein….
Das hat meiner Meinung nach die ganz große Chance einer tollen Idee eines Themas komplett verspielt.
Was für Pfeifenraucher, die gerne die Stirn in Falten legen und mit geneigtem Kopf auf dem Brillenbügel nagen, aber für mich künstlerisch überzogen langweilig.
Besagte Peronen würden mich mit Sicherheit als zu wenig intellektuell bezeichnen…..
… der Wolf, das Lamm…. HURZ !

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Von: Peter https://www.film-rezensionen.de/2024/02/the-zone-of-interest/comment-page-1/#comment-1329876 Sun, 28 Apr 2024 07:56:21 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=289821#comment-1329876 was für ein gequälter Quatsch

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Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2024/02/the-zone-of-interest/comment-page-1/#comment-1297248 Sun, 03 Mar 2024 09:55:58 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=289821#comment-1297248 Man muss sich zwingen den Film auszuhalten!
Diesen Titel hat Regisseur Glazer wörtlich von der Romanvorlage von Martin Amis übernommen und der erinnert an Putins Formulierung einer ‘Spezialoperation‘ für seinen Überfall auf die Ukraine.
Der Film trifft mit seinem Ambiente, eine von einer Mauer umgebene Villa, der Diktion der Akteure, in der ihre Einsamkeit und innere Kälte offenbar werden. Das Ehepaar Höss z.B.: Rudolf (Christian Friedel) und Hedwig (Sandra Hüller) schläft in zwei getrennt stehenden Betten, und der Lacher ihres Gesprächs ist ein abwechselndes, schweinisches Grunzen. Kindisch!
Die ganze Atmo enthält viele subtile Andeutungen: Rauch, roter Horizont, Schwieger/Mutter (Imogen Kogge) verlässt ohne Kommentar das Glückliche Heim und getopft wird der Plot durch minutenlange dunkle Leinwand oder ganz in schwarz oder rot. Das wird unterlegt mit gelegentlichen Schüssen oder Schreien, die man auch überhören könnte, nicht aber das sirenenartige Geheule dazu, das einer akustischen Folter gleichkommt.
Das Drehbuch des Regisseurs vernachlässigt auch keineswegs die Tatsache, dass es sich hier für die Herrschenden äußerst komfortabel leben lässt. Auch wenn die Kinder im Fluss Überreste von menschlichen Knochen finden oder mit Goldprothesen im Bett spielen. Ehefrau Hedwig posiert im Pelzmantel und schminkt sich – nur für kurze Zeit.
Die subtilen Andeutungen sind nur für die, die sie sehen wollen. Das Entscheidende an Glazers Geniestreich ist aber der intermediale Austausch zwischen dem Plot auf der Leinwand, also dem was man sieht und der Möglichkeit der direkten, qualvollen Einflussnahme, dem was man hören muss – und das tut weh…Da kann man nicht wegsehen oder weghören. Selbst wenn man die Augen schließt und sich die Ohren zuhält.

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