Kommentare zu: Straße der Versuchung https://www.film-rezensionen.de/2024/01/strasse-der-versuchung/ Popcornkino und Independent Fri, 03 May 2024 18:02:29 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Erich Fischer https://www.film-rezensionen.de/2024/01/strasse-der-versuchung/comment-page-1/#comment-1331568 Fri, 03 May 2024 18:02:29 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=286513#comment-1331568 Eine interessante vielschichtige Studie über die obsessiv ausufernde Leidenschaft eines naiven, in einem unbefriedigenden Eheleben gefangenen Kleinbürgers, die Gier der Arbeitsscheuen und die Unwägbarkeiten der Kunstbranche, raffiniert in einem unvorhersehbaren Film Noir voller heftiger Überraschungen verpackt.

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Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2024/01/strasse-der-versuchung/comment-page-1/#comment-1289106 Wed, 31 Jan 2024 17:56:48 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=286513#comment-1289106 Vorsicht Spoiler!

Mit diese Film, den Fritz Lang 1945 in Amerika gedreht hatte, konnte er wahrlich keinen Blumentopf gewinnen, denn der Plot geht in eine ganz andere Richtung, als der Mainstream der Zeit.
Mr. Cross, ein arrivierter älterer Herr (Edward G. Robinson) rettet Kitty, eine junge attraktive Frau (Joan Bennett) vor ihrem handgreiflichen Freund Johnny (Dan Duryea), den sie aber immer noch vorbehaltlos liebt.
Mr. Cross, der sich von Kittys Zuneigung geschmeichelt fühlt, ist sehr an ihr interessiert. Johnny erfährt, dass Mr. Cross malt und verhökert dessen Bilder.
Aus einer schier unmöglichen Romanze wird eine Betrugsgeschichte, die noch verwirrender wird als sich herausstellt, dass Cross doch nicht verheiratet ist.
Im Rahmen der polizeiliche Untersuchungen kommen Kitty und ihr Freund Johnny um. Mr. Cross streift nach einem Suizidversuch als depressiver Bettler durch die Straßen.
Wir sehen hier ein bösartiges, leicht auszurechnendes Ganovenpärchen – selbst die Gangster-Lili ist unsympathisch – dessen erfolgloses Leben beendet wird, sowie einen depressiven, gestrandeten, alter Mann, der schuldlos in sein Lebensschlamassel geraten ist. Nichts Erfreuliches, nichts Erbauliches, nur eine mitleidheischende Parade von Unsympathen, die in allen Mitmenschen das Böse weckt. Fürs Publikum gibt es keine Identifikationsmöglichkeit mit einer Figur auf der Leinwand. Ein Sympathiefunken will einfach nicht rüber springen. Und den Originaltitel Scarlet Street hätten hier in Europa auch viele verstanden, da doch fast jeder Vom Winde verweht kennt. Und das wiederum wäre ein Grund zum Grübeln gewesen.

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