Kommentare zu: Mackenna’s Gold https://www.film-rezensionen.de/2024/01/mackennas-gold/ Popcornkino und Independent Mon, 29 Jan 2024 18:35:35 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Erich Fischer https://www.film-rezensionen.de/2024/01/mackennas-gold/comment-page-1/#comment-1288421 Mon, 29 Jan 2024 18:35:35 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=284479#comment-1288421 Groteske, auf Dauer langweilige Ballerorgie jeder gegen jeden in atemberaubender Landschaft (gedreht in Utah und Arizona, Finale im Canyon de Chelly National Monument). Die diversen Knallereien sind durch die Bank hirnlos chaotisch. Schon der Ausgang der Schießerei am Anfang ist absurd: Häuptling Prairie Dog schießt aus geschätzt 200m Entfernung mit dem Gewehr mehrmals daneben, aber Marshal Mackenna trifft auf diese Distanz mit dem Revolver mit einer flotten Schussfolge aus der Hüfte. Wie Omar Sharif als mexikanischer Bandit Colorado dann die ganze Zeit über outriert, ist eine Qual, allein das hätte gereicht, mir den ganzen Film zu verderben. Trotz überbordender Starbesetzung auch in Nebenrollen und technischer Perfektion (tolle Kameraführung in Super Panavision) kam bei mir aber angesichts des dünnen Plots sowieso keinerlei Anteilnahme auf. Wie urteilte schon seinerzeit der Western-Kritiker Joe Hembus wegen der bloß mit Action aufgepeppten dürftigen Story (meiner Ansicht nach etwas übertrieben, aber irgendwie verständlich): „Ein schrecklicher Film.“

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Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2024/01/mackennas-gold/comment-page-1/#comment-1287348 Wed, 24 Jan 2024 12:10:58 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=284479#comment-1287348 Vorsicht Spoiler!

Wie nicht anders zu erwarten hat J. Lee Thompson 1969 einen technisch versierten Western alter Schule abgeliefert. Doch in einigen Punkten hebt sich Mackennas Gold wohltuend vom Durchschnittswestern der damaligen Zweit ab. Seltene Unterwasserkämpfe (auch mit Damenbesetzung!) sind ebenso Hingucker wie der rätselhaft symbolische Schluss, wenn das ganze Gold einem Erdbeben mit Riesenverwerfungen, Erdrutschen und einstürzenden Felswänden untergeht. Es ist wohl nur eine Idee, die in den goldgierigen Köpfen der Männer umhergeistert. Interessanterweise hat nur ein Blinder (Edward G. Robinson) Mackennas Gold gesehen. Ein Eldorado- Effekt also.
Die lange Promiliste bietet dem Zuschauer ein Wiedersehen mit alten, teils lieb gewonnenen Leinwandhelden wie Telly Savalas, Lee J. Cobb, Eli Wallach, Burgess Meredith, Raymond Massey oder Anthony Quayle.
Außer dem exorbitanten Schluss, der wohl nur symbolische Bedeutung hat – es sei denn die Erde ist eine Scheibe – streben hier drei Gruppierungen nach dem vermeintlichen Gold: ein Trupp Gauner unter Colorado (Omar Sharif), die Kavallerie verfolgt hier eigene Ziele und ein Marshall Mackenna (Gregory Peck), der einen Plan eines toten Häuptlings hatte. Ungewöhnlich auch der Zickenkrieg zwischen der Farmersfrau Inga (Camilla Sparv) und der Indianerin Hesh-Ke, die früher einmal ein Verhältnis mit Mackenna hatte.
Die narrativen Längen, die zur Ausbildung der Figuren gehört, werden immer wieder punktgenau durch Kampfszenen unterbrochen. Und ein finales Pärchen bildet sich auch heraus, dem die Regie mit einem Augenzwinkern Goldstaub aufs Hemd und Goldklumpen in die Satteltaschen steckt. Ein Abenteuer zum Genießen.

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