Kommentare zu: Bandido https://www.film-rezensionen.de/2023/02/bandido/ Popcornkino und Independent Fri, 03 Mar 2023 11:38:53 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2023/02/bandido/comment-page-1/#comment-1220318 Fri, 03 Mar 2023 11:38:53 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=247798#comment-1220318 Vorsicht Spoiler!

Ein Lieblingsthema des Films ‘Die Revolution in Mexico‘ Anfang de 20. Jahrhunderts. Regisseur Richard Fleischer hat von den 40er Jahren bis zu den 80er Jahren das Filmgeschäft maßgeblich beeinflusst. Dabei ist er einer der vielseitigsten des Fachs. Er hat Sandalenschinken wie Barabbas gemacht, Sci-fi Abenteuer wie Die phantastische Reise in der Blutbahn eines Menschen oder ein politisches Biopic wie Che. Aber auch Conan oder Red Sonja waren auf seiner To-Do Liste.
Hier nimmt er sich den Kriegsgewinnler Wilson (Robert Mitchum) vor. Auf ihn könnte der Titel auch passen, denn es ist eine Zeit der Abenteurer und Glücksritter. In den Dialogen steckt eine Menge Ironie. Der Waffendeal gerät dabei etwas kryptisch, auch wenn Wilson kein Kostverächter ist. Nie um eine Antwort verlegen, sitzt er eigentlich zwischen zwei Stühlen: dem des Waffenhändlers Escobar (Gilbert Roland) und Mr. Kennedy (Zachary Scot), dessen Frau Lisa (Ursula Thiess, deutschstämmige Ehefrau von Robert Taylor) er als Lockvogel für seine dunklen Machenschaften benutzt. Als er ihrem Mann das Leben rettet, steht ihm Lisas Schlafzimmertür eigentlich offen. Doch entgegen aller erwartbaren Zuschauer Gewohnheiten reitet Wilson allein den Strand entlang in ein mögliches weiteres Abenteuer. Diese Art von Happy End ergibt sich eventuell in naher Zukunft jenseits des Abspanns.
Robert Mitchum trägt den Film, indem er zwischen mehreren Optionen laviert und den Zuschauer über seine Absichten im Dunklen lässt – falls er überhaupt welche hat. So einen Typen charakterisiert ein Bayer mit den Worten ‘A Hund issa scho!‘ Bandit oder Abenteurer, aber kein Ehemann, eher Leinwandheld.

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