Kommentare zu: Holy Spider https://www.film-rezensionen.de/2022/11/holy-spider/ Popcornkino und Independent Sun, 27 Oct 2024 20:48:01 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: wmjahn https://www.film-rezensionen.de/2022/11/holy-spider/comment-page-1/#comment-1413580 Sun, 27 Oct 2024 20:48:01 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=235692#comment-1413580 EIN KLEINES STÜCK VOM KUCHEN werde ich mir anschauen, danke fuer den Tipp!

„Da musst du ganz einfach auch anderen Leuten eigene Meinungen zugestehen, …“

Tue ich, tue ich. Ich will mit meinem Kommentar niemanden „ueberzeugen“, die Ansicht zu wechseln, ich will lediglich auf etwas aufmerksam machen, was mir aufgefallen ist. Ob dann jemand diese Ansicht teilt oder nicht, kann ich nicht beeinflussen. Es reicht mir, wenn sie – falls sie – gelesen wird (das ist jetzt eh nicht mehr wahrscheinlich, denn kaum jemand arbeitet sich durch seitenlange Kommentare). Ich will auch Dich nicht ueberzeugen.

Was ich sagen/schreiben wollte, habe ich geschrieben, das war´s. Jede/r soll selbst beurteilen, was er davon hält (der sie, eh kloa). Ich stehle mich heimlich still und leise davon und schaue mir einen Genrefilm fertig an (BALLE PERDUE/2020), da geht´s dann nicht um was „Grosses“, sondern um kleine Ablenkungen. D´accord. 🙂

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2022/11/holy-spider/comment-page-1/#comment-1413565 Sun, 27 Oct 2024 19:56:17 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=235692#comment-1413565 Als Antwort auf wmjahn.

Ich will das jetzt auch nicht weiter ausbreiten, aber es gibt viele Filme, die Iran als verkommen darstellen im Hinblick auf Politik und Behörden. Das Problem ist eher, mal einen Film zu finden, der nicht irgendwie kritisch ist. Und selbst das relativ harmlose EIN KLEINES STÜCK VOM KUCHEN, wo eine 70-jährige Frau ein neues Liebesglück genießen möchte, führte dazu, dass das Regie-Duo das Land nicht mehr verlassen darf. Man kann sich natürlich darüber streiten, ob HOLY SPIDER die Aufmerksamkeit verdient hat, während andere ähnliche Titel weniger bekamen. Das dürfte aber auch eher daran liegen, dass Abbasi durch BORDER ein Festivalliebling wurde. Mit Propaganda hat das nichts zu tun, auch wenn du die Behauptung wiederholst.

Aber nicht falsch verstehen: Ich finde Filme, die über andere Länder urteilen, selbst kritisch. Nur hier ist das völlig absurd.

Und nur weil du einen Film nicht gut findest, kannst du nicht ernsthaft allen anderen unterstellen, sie wären allein politisch motiviert. Da musst du ganz einfach auch anderen Leuten eigene Meinungen zugestehen, wie schon bei NOSTALGIA. Es ist okay, eine Minderheitenmeinung zu vertreten, kommt bei mir auch vor.

Und ganz ehrlich, welche nicht-westlichen Filmpreise hätte der Film denn bekommen sollen? Die meisten asiatischen Filmpreise sind länderspezifisch und zeichnen nur eigene Produktionen aus. Japan interessiert sich nicht für China und umgekehrt. Es gibt zwar den Asian Film Award, der namhaft ist. Der würde aber an HOLY SPIDER nicht gehen, weil es keine asiatische Produktion ist. Und selbst wenn: Dort wurden noch nie Filme aus Iran oder auch den arabischen Ländern ausgezeichnet, weil sich niemand für diese Länder interessiert. Aufmerksamkeit bekommen dort nur indische oder fernöstliche Sachen. Auch türkische Filme werden nur im Westen ausgezeichnet, nicht im Osten.

Und im Übrigens heißt es nicht „jetzt“ Iran. Das Land heißt seit 1935 so. Eigentlich nannte sich das Land selbst immmer Iran, während Persien eine rein westliche Bezeichnung war.

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Von: wmjahn https://www.film-rezensionen.de/2022/11/holy-spider/comment-page-1/#comment-1413557 Sun, 27 Oct 2024 19:25:53 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=235692#comment-1413557 Ich verstehe schon (etwas, zumindest), wie Filme zustandekommen und mir ist schon klar, dass es „nicht französische Geldgeber (sind), die einen Iraner suchen, der ihre Geschichte erzählt.“ Natuerlich geht die Idee vom Reg. oder Drehbuchautor aus. Aber mit so einer Idee (die ein Land mit einem verhassten „Regime“ schlecht darstellt, uebrigens ein Land in dem auch regelmässig Wahlen stattfinden) findet man halt schnell(er) – westliche, das wird ja bestätigt – Geldgeber, die – fuer mich offensichtlich – auch Propagandainteressen verfolgen. Das ist der erste Punkt, den ich machen will.

Und indirekt bestätigt die/Eure obige Kritik diesen Punkt ja auch:

„Regisseur und Co-Drehbuchautor Ali Abbasi (Border), der den Iran bereits 2002 verlassen hat, zeichnet ein Bild von einem verrotteten Land. Regierung, Behörden und weite Teile der Öffentlichkeit werden als moralisch korrupt und heuchlerisch dargestellt, ohne Respekt für Menschenwürde und Menschenrechte.“

Im Grunde bestätigt alles, was WARNKE unter „Ein Land am Boden“ schreibt, dass es sich bei H.S. NICHT um einen Film handelt, der Persien (jetzt Iran) differenziert, fair und objektiv darstellt.

Der zweite Punkt, den ich machen will ist, dass solche Filme dann – auch eh klar – ausschliesslich im Westen prämiert werden, wobei ich unterstelle (ja, auch nicht fair), dass angesichts des Umstandes, dass es sich dabei um kein irgendwie aus der Masse der Serienmoerderfilme herausrangendes Werk handelt – mit Preisen ueberhäuft wird, WEIL er Persien/Iran in einem politisch gewollt schlechten Licht darstellt. Das kann ich nicht empirisch beweisen, ist aber eine extrem naheliegende Annahme.

Dass politisch unerwuenschte Filmschaffende in Persien/Iran verfolgt werden, bestreite ich nicht, aber in diesem Fall ist das nicht so, denn der R., der seine Heimat ganz offensichtlich NICHT mag, ist ja bereits Exil-Iraner, also geflohen. Das ist sein gutes Recht, ich mag nur diese extrem einseitige feindseelige Darstellung „seines“ Landes nicht.

Was Filme aus Persien/dem Iran anbelangt bin ich in der Tat noch ein „Neuling“, habe erst ca. 10 gesehen (THE COW war der älteste und einer der besten, der natuerlich auch politische Aussagen macht, die aber deutlich differenzierter sind) und werde da d´ran bleiben.

Dass Du meine Kommentare sonst gerne liest, freut mich!

Und dass Du diesen Kommentar ueberhaupt freigeschaltet hast, hat mich freuig ueberrascht, dafuer bedanke ich mich und spreche meine Komplimente aus. Viele andere sites hätten das nicht gemacht, chapo!

Let´s agree to disagree, ist ja OK. 🙂

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2022/11/holy-spider/comment-page-1/#comment-1413456 Sun, 27 Oct 2024 14:27:40 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=235692#comment-1413456 Als Antwort auf wmjahn.

Du hast da aber offensichtlich nicht verstanden, wie ein solcher Film zustandekommt. Da gibt es nicht französische Geldgeber, die einen Iraner suchen, der ihre Geschichte erzählt. Es war der iranische Regisseur, der die Geschichte erzählen wollte und dann geschaut hat, wer ihm diese Geschichte bezahlt. Viele Jahre hat er daran gearbeitet. Und dass du in Iran niemanden finden wirst, der dir Geld dafür gibt, ist klar. Ebenso, dass solche Filme nicht ausgezeichnet werden dürfen. Im Gegenteil, den Beteiligten wurden Strafen angekündigt, so wie viele Filmschaffende in Iran verfolgt werden, die es wagen, sich kritisch zu äußern. Nicht ohne Grund sind viele geflohen. Mit westlichem Propaganda-Schrott hat das dann wirklich gar nichts zu tun. So gern ich deine Kommentare sonst lese, hier zeigst du eine geradezu schockierende Nichtkenntnis.

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Von: wmjahn https://www.film-rezensionen.de/2022/11/holy-spider/comment-page-1/#comment-1413349 Sun, 27 Oct 2024 10:07:42 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=235692#comment-1413349 „… nicht sonderlich differenziert, dafür aber umso kraftvoller ist.“

???

Bitte?

Lese ich das richtig: wer NICHT differenziert, ist „umso kraftvoller“. Westliche Logik oder nur dumm? Darf ich das auch umdrehen: wer differenziert ist schwach …? (der Rest des „Fazit“ ist ebenso wirr, aber meine Zeit nicht wert).

Ist das überhaupt ein iranischer Film? Ein „shithole-country“ (Frankreich) nimmt Geld in die Hand, um ein anderes Land, eine der ältesten Kulturen der Welt, Persien, als ein „shithole-country“ zu diffamieren. Gedreht wurde auch nicht im Iran, eh klar. Der Regisseur stammt von dort und ein Teil der Cast, das ist alles. Vielfach ausgezeichnet wurde der Film auch AUSSCHLIESSLICH im Westen (es ist derart offensichtlich, dass man schon wieder herzhaft lachen darf), kein einziger „Preis“ stammt aus dem gezeigten Kulturkreis oder dem „Nicht-Westen“.

Der Film selbst ist Serienmörder-Dutzendware, so um 4/10 (das Publikum hier ist ebenfalls nicht enthusiastisch und gibt 5/10 …), aber natuerlich gehypt/bepreist, man will ja (s)ein Narrativ verbreiten.

Fazit: westlicher Propaganda-Schrott. Kann man gucken, kann man lassen, man versäumt nichts. Man sollte aber wissen, was man sich da reinzieht, deshalb meine Zeilen (in der Hoffnung auf Veroeffentlichung).

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