Kommentare zu: Märzengrund https://www.film-rezensionen.de/2022/06/maerzengrund/ Popcornkino und Independent Mon, 06 Oct 2025 07:14:21 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Moritz Fernsehjunky https://www.film-rezensionen.de/2022/06/maerzengrund/comment-page-1/#comment-1558708 Mon, 06 Oct 2025 07:14:21 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=217455#comment-1558708 Eine bewegende Parabel über das Leben in den Bergen, den Leistungsdruck einer technologisierten Gesellschaft und eine Zivilisation die vergessen hat was es heißt mensch zu sein.

Dieses Epos basiert auf tatsächlichen Begebnissen.

Ich hadere allerdings mit der Umsetzung. Man führt die Familie behutsam ein, am Ende der Saison steht der Almabtrieb (Viehscheid). Dann die Entscheidung – aber plötzlich: Der CUT.

Einblendung: 40 Jahre später. Elias ist plötzlich ein alter Mann geworden, vom Leben gezeichnet.

Was hat er in all den Jahrzehnten gemacht? Man sieht NICHTS von seinem Leben während dieser gesamten Zeit. Eine lange Einführung, aber der Mittelteil einfach weggelassen.

Was passiert mit den Ziegen, wenn er am Ende hinabsteigt? Wie kommt er auf das Gipfelkreuz?

Beim Zeitsprung passt auch etwas nicht. Wenn er im Jahre 1964 18 Jahre war und seine Freundin die Rosi damals etwa 13 oder 15 vielleicht, und er 40 Jahre später gezeigt wird und sie wieder auftaucht müsste sie ebenfalls Mitte 50 sein!

Dafür ist sie aber viel zu jung, sieht eher aus wie Ende 30.

Trotzdem bleibt ein berührender, nachdenklich machender Film:
Es ist schon tragisch: Der Zivilisation entkommen, raus aus dem Hamsterrad.
Und am Ende einer Zivilisationskrankheit zum Opfer gefallen.

]]>
Von: Erich Fischer https://www.film-rezensionen.de/2022/06/maerzengrund/comment-page-1/#comment-1345324 Fri, 31 May 2024 06:32:47 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=217455#comment-1345324 Es hat lange gebraucht, bis ich mich an die gerade am Anfang fast im Minutentakt erfolgenden sinnlosen, verwirrenden Zeitsprünge gewöhnt habe. Dass der Film dann die 40 Jahre auslässt, die Elias als Aussteiger allein ganz oben in den Bergen verbracht hat, finde ich auch nicht ideal, weil sie für die Entwicklung des tragischen Helden sicher von Bedeutung waren. Die Aussage des Films ist für mich letztendlich eher deprimierend: Selbst einem nichtkonformistischen Menschen ist auch bei extrem bescheidenem Leben kein Glück auf Dauer gegönnt, man kann seinem Schicksal nicht zur Gänze entfliehen. Wirkliche Freiheit bringt erst der Tod.

]]>