Kommentare zu: Ein Gespenst auf Freiersfüßen https://www.film-rezensionen.de/2022/05/ein-gespenst-auf-freiersfuessen/ Popcornkino und Independent Wed, 04 May 2022 11:57:01 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2022/05/ein-gespenst-auf-freiersfuessen/comment-page-1/#comment-838855 Wed, 04 May 2022 11:57:01 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=212870#comment-838855 Vorsicht Spoiler!

Der altbackene, deutsche Titel passt zu dieser frühen Joseph Mankiewicz Romanze zwischen Lucy (Gene Tierney), einer jungen Witwe und dem Geist des verstorbenen Kapitäns Gregg (Rex Harrison), dessen Haus sie erst nur mieten, dann kaufen wird. Auch wenn der deutsche weit übers Ziel hinausschießt, denn der Geist will hier doch nicht heiraten…
Dieser Regisseur, der mir in den 60er Jahren die klassische Shakespeare Verfilmungen wie z. B. Julius Caesar nahegebracht hat, macht hier einen Ausflug ins Reich der Fantasie.
Im Haus von Lucy spukt es. Ein kauziger Kapitän, der frühere Besitzer des Anwesens, zeigt sich ihr und nach anfänglichem Streit mögen sich die beiden sogar. So sehr, dass selbst der Nachbar Miles (George Sanders), der oft erprobte Schwerenöter, keine Chance hat. Er entpuppt sich aber auch als ein verheirateter Hallodri. Kapitän Gregg diktiert Lucy seine Memoiren Mut und Blut und taucht erst wieder auf als die alte Lucy das Zeitliche segnet und ihr die Teetasse aus der Hand gleitet. Und genau wie Marcellus (Richard Burton) und Diana (Jean Simons) in der Überleitung vom Gewand zu den Gladiatoren treten hier Lucy und der Kapitän ins Freie auf ihrem Weg zu den Sternen.
Ein wenig angestaubt, aber vom Ansatz her ganz nett. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 (sic!) will man wahrscheinlich so etwas sehen – denn schön anzusehen ist dieser s/w Film schon und die spitzfindigen Dialoge bieten zusätzliches Amüsement. (“Was, sie schreiben ein Buch, Mrs. Muir? Ist wohl ein Kochbuch?!“) Heute noch ein Joke. Good Old School.

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