Kommentare zu: Home (2020) https://www.film-rezensionen.de/2021/07/home-2020/ Popcornkino und Independent Mon, 12 Feb 2024 10:31:05 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2021/07/home-2020/comment-page-1/#comment-1292528 Mon, 12 Feb 2024 10:31:05 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=183201#comment-1292528 Vorsicht Spoiler!

Regisseurin Franka Potente ist ganz schön weit und lange gelaufen. Von Nach 5 Uhr im Urwald (1995) über die Rennende Lola (1998) ist sie nun ins Regiefach gewechselt und hat ein eindrucksvolles Debüt abgeliefert.
Nachdem Marvin (Jake McLaughlin) seine Haftstrafe verbüßt hat, kehrt er in seinen Heimatort zurück und pflegt seine totkranke Mutter Bernadette (Kathy Bates). Ein Neuanfang will einfach nicht gelingen, denn die Dörfler erinnern sich genau und zeigen es Marvin auch. Er stößt auf eine feindselige Mauer aus Hass und unterdrückten Rachegefühlen. Der Pfarrer ist recht hilflos, sein ehemaliger Kumpel ist ein Junkey. Lediglich seine Jugendliebe Delta (Aisling Franciosi) durchbricht die Front, weil sie immer noch Gefühle für ihn empfindet. Anfangs muss sie natürlich noch etwas bellen, beißen tut sie Marvin nicht.
Diese Einstellungen werden alle mit schier unglaublicher Brutalität konsequent durchgezogen, doch Marvin behält den Kopf über Wasser, führt sogar seine Mutter zum Essen aus.
Die Versammlung der Gemeinde in der Kirche ist der Höhepunkt der Kampagne. Bis Father Browning (Stephen Root), als eine Prügelei droht, die Notbremse zieht und alle ‘Arschlöcher‘ auffordert das Gotteshaus zu verlassen.
Quasi als Epilog können wir noch einen stummen Blick auf Bernadettes Beerdigung erhaschen, bevor Marvin und Delta ihre Heimat (Titel!) verlassen. Und wir Zuschauer erleben die Langzeitwirkung dieses beeindruckenden Films.

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Von: Erich Fischer https://www.film-rezensionen.de/2021/07/home-2020/comment-page-1/#comment-1150769 Thu, 10 Nov 2022 09:16:13 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=183201#comment-1150769 Dass man nicht erfährt, warum Marvin seinerzeit eine alte Frau brutalst erschlagen hat, verhindert jede Empathie für dieses White-Trash-Drama voller Klischees, da nützt auch das mit Frömmelei garnierte kitschige Ende nix.

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