Kommentare zu: Ferdinand von Schirach: Feinde https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/ Popcornkino und Independent Mon, 18 Jan 2021 20:58:45 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Karl-Felix Kampmann https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-545286 Mon, 18 Jan 2021 20:58:45 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-545286 Als Antwort auf Peter.

Einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe. Da war Sharknado besser. Bjarne Mädel ist echt ein cooler Schauspieler, aber den Film hätte er sich sparen können… reine Zeitverschwendung.

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Von: Sylvia https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-541111 Wed, 06 Jan 2021 17:46:10 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-541111 Als Antwort auf Silvia Tichter.

Gut geschrieben, bin der gleichen Meinung. Der Film hat meine Zeit verschwendet.

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Von: Harry https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540546 Mon, 04 Jan 2021 22:00:02 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540546 Als Antwort auf Xaver.

Danke! Der Kommentar beinhaltet kurz und knapp alles, was ich auch über die Filme denke.

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Von: Xaver https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540534 Mon, 04 Jan 2021 21:01:50 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540534 Als Antwort auf Peter.

Dieser mit unglaublich hohem Werbeaufwand propagierte Pseudokrimi gibt in enervierend langatmiger Weise eine Antwort auf eine Frage, die kein ernstzunehmender Bürger anders beantworten würde: Darf man Geständnisse durch Folter erpressen? Selbstverständlich nein. Der Film bietet keine weitere Erhellungen zum Thema, die Version 2 kann man überhaupt sparen, weil praktisch ident mit Version 1. Insgesamt schwach und verlorene Zeit.

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Von: Gerd-G. Henke https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540454 Mon, 04 Jan 2021 16:28:30 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540454 Habe mich sehr auf diese Geschichte gefreute – sofern man das bei dem Thema kann.

Die filmische Umsetzung: mangelhaft.
Die unterschiedlichen Sichtweisen wurden nicht deutlich.

Das Geständnis: Glaubhaft wurde der Druck, unter dem Ermittler stehen. gezeigt.

Die Verhandlung: Wenn das, was hier in der Hauptverhandlung gezeigt wurde, gängige Praxis an Deutschen Gerichten wäre, dann würde mir angst und bange um die Rechtsstaatlichkeit. Es ist völlig unglaubwürdig dass ein Verteidiger nahezu unbegrenzte Redezeit bekommt, den Zeugen einschüchtern darf, die Vorsitzende Richterin keine Zwischenfragen bei so vielen vagen Feststellungen des Verteigers hat und auch die Staatanwaltschaft keine weiteren Fragen stellt.

Als Letztes: Der Beschuldigte ist ja nahezu mittellos. Darf man hier die Frage stellen, von welchem Geld er den Staranwalt bezahlt? Sicher arbeitet ein solcher Anwalt nicht vür die Gebühren die die Staatskasse bei einem “Freispruch“ trägt. Spekuliert der Anwalt gar darauf, dass er aus der Beute bezahlt wird? Müßte er dann dieses Wissen nicht preisgeben, denn er verdeckt ja eine Straftat

Nein Herr von Schirach, so gerne wie ich Ihre bisherigen Sendungen gesehen habe, Diese hat mich in jeder Beziehung enttäuscht!

Gerd-G. Henke

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Von: Lothar Boschen https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540429 Mon, 04 Jan 2021 14:31:37 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540429 Auch ich habe mich auf einen spannenden Abend eingerichtet. Das Durchleuchten des Tatvorganges oder die Frage, wie alles hätte ablaufen können. Letztendlich hätte alles in 2 Stunden gepackt werden können. Klaus-Maria Brandauer zeichnete sich durch eine hervorragende Rhetorik aus. Was offen blieb, was war das Motiv des Täters? Und ein Polizist fragt allen Ernstes an, ob er Gewalt anwenden dürfte? Was sollte der Film überhaupt bezwecken? Und wie naiv soll der Zuschauer eigentlich sein, um das alles ernst zu nehmen? Und das Eltern, welche ein Kind verloren haben, das Urteil als falsch bewerten. Na, wer hätte das gedacht?

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Von: Silvia Tichter https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540412 Mon, 04 Jan 2021 13:37:05 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540412 Als Antwort auf Silvia Tichter.

Nachtrag: Der Darsteller des Rechtsanwalts scheint mir schon im wirklichen Leben kein Benehmen zu haben und hat dieses zur Gedultsstrapaze der Zuschauer tatsächlich ausgespielt. Die Geduld der Richterin und Staatsanwältin schienen dagegen grenzenlos.

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Von: Michael K https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540410 Mon, 04 Jan 2021 13:26:47 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540410 Ein an sich interessantes Thema: Wie kann ein Rechtsstaat moralisch handeln. Ein Leben eines Entführungsopfers gegen unbedingte Prinzipien des Rechts. Dazu der Widerspruch von Recht und Gerechtigkeit, der ja öfter auftaucht. Unser Rechtsstaat ist öfter ein fragwürdiges Gebilde. Das wird immer wieder deutlich, wenn vom Dieselskandal, über die Finanzkrise, über mangelnde Haftung für Fehlurteile (die Unschuldige immer wieder für Jahre hinter Gitter bringen) die Justiz absolut nicht in der Lage ist Gerechtigkeit herzustellen.
Die Filmstory spitzt den Kriminalfall auf die Frage der Folter zu. Dazu nutzt man den Kunstgriff, dass es angeblich keine Beweise, sondern nur Indizien gibt, die die Verteidigung nachvollziehbar zerlegen kann. Das ist zwar unrealistisch, aber geschenkt. Hierdurch erst kann man die Folterfrage zum zentralen Dilemma inszenieren.
Aber dazu 3 Filme und das noch auf allen Kanälen?
Ich frage mich: Wo war die zweite Perspektive?
Zwei 90 Minüter, die zu 70 Prozent exakt die gleichen Dialoge zeigen. Was habe ich Neues erfahren, als ich mir im zweiten Film die Vernehmung des Kommissars nochmal anschauen mußte?
Es wäre möglich gewesen in beiden Filmen, mal also im Kommissariat, mal im Anwaltsbüro zu diskutieren, was Folter ist oder welche Mittel es außer dieser speziellen Methode noch gegeben hätte. Aber da war gar nichts.
Es wäre möglich gewesen die Rollen von staatlichen Institutionen (hier Polizei und Staatsanwaltschaft) und Anwälten zu thematisieren und zu hinterfragen. Aber auch da war fast gar nichts, außer ein wenig vom Anwaltsdenken.
Schade, dass man die an sich interessante finanziell und technisch aufwändig, aber inhaltlich so schwach umgesetzt hat.

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Von: Silvia Tichter https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540401 Mon, 04 Jan 2021 12:38:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540401 In diesem Film (von mehreren Filmen kann nicht die Rede sein, denn die Handlungen waren stets die gleichen und daher langweilig und ermüdend) wurde der Polizeikommissar und nicht der Täter angeklagt – welch ein Armutszeugnis für einen Rechtsstaat. Der Verbrecher (der Kindesentführer) wurde frei gesprochen. Was die Eltern des Kindes dazu sagten, kam nicht zur Sprache. Deshalb kann die Frage der Folter erst einmal gar nicht interessieren.
Dazu müsste ein neuer, intelligenterer Film entstehen und zur Diskussion anregen. Dieser „Filmabend“ war keiner und völlig sinnfrei.

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Von: Katja iljkic https://www.film-rezensionen.de/2021/01/ferdinand-von-schirach-feinde/comment-page-1/#comment-540376 Mon, 04 Jan 2021 11:13:51 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=164557#comment-540376 Für mich stellte sich die Frage, warum sich hier alles zum Schutz des Angeklagten drehte. Eher stand für mich die ganze Zeit der Polizist am Pranger und der Angeklagte sonnte sich im Schutze seiner Verteidigung. Gleichzeitig wurde mehrfach die seelische und körperliche Unversehrtheit betont. Dabei fiel mir auf, dass auch der Strafverteidiger seinen Mandanten unter Druck setzte, als er ihm drohte, er käme nie wieder aus dem Gefängnis heraus, sollte er sein Geständnis nicht widerrufen. Ist das nicht auch Folter der Seele? Ich meine dadurch erst, widerrief er. In keiner der beiden Filme wurde der Fall an sich näher beleuchtet, sondern nur das Zustandekommen des Geständnisses. Selbst mit diesem wäre ein Urteil höchstens mit fahrlässiger Tötung zustandegekomnen, denn der Angeklagte hatte den Tod ja nicht gewollt. Dieser ist unbeabsichtigt eingetreten. Ein Freispruch entbehrt aber jeder Gerechtigkeit. Selbst wenn der Angeklagte nur ein Mitläufer sei oder das gehört hat, ist er involviert und dem müsste nachgegangen werden. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Folter ist kein Mittel, allerdings dann für beide Seiten. Der Strafverteidiger hat auch nicht Recht. Er hat den Widerruf genauso von seinen Mandanten, wie der Polizist das Geständnis. Der Strafverteidiger hat da massiv eingewirkt, indem er laut und druckvoll wurde, dem Angeklagten Angst gemacht.

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