Kommentare zu: Das Verhör in der Nacht https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/ Popcornkino und Independent Wed, 15 Jan 2025 20:55:29 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Heidi Januszewski https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/comment-page-1/#comment-1435963 Wed, 15 Jan 2025 20:55:29 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=161131#comment-1435963 Habe den Film heute gesehen und würde auch sehr gerne wissen, ob das Klingeln des Telefons am Ende von Bedeutung ist. Sonst bleibt alles irgendwie in der Schwebe. Großartig gespielt aber kein befriedigendes Ende ohne Auflösung des Anrufs.

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Von: Dagmar Rosenberger https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/comment-page-1/#comment-1283044 Sun, 07 Jan 2024 23:32:19 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=161131#comment-1283044 Kann mir bitte irgend jemand erklären, was es mit läutenden Telefon am Ende auf sich hatte?
Wäre dafür sehr dankbar.

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Von: Michael Schäfer https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/comment-page-1/#comment-760990 Sun, 13 Mar 2022 21:10:03 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=161131#comment-760990 Hier bleibt die nur individuell konstruierte Logik, die auch immer wieder den konstruktivistischen Ansatz, ist eine Tat ohne Wahrnehmung darauf eine Tat, zufällig; alles ist möglich und es gilt nur die Beobachterperspektive des jeweiligen Zuschauers auf den Kammerspieldialog (Ausnahme Telefonat: es gibt zumindest den Exmann).
Fazit: Film regt recht minimalistisch den jeweiligen Zuschauer:in zu Konstruktionen an.
Vllt. ein guter Einstieg, als Vorbereitung auf ein philosophisch-konstruktivistisch-systemisches Proseminar :)!?
Aber schön, zumindest für mich, dass es solche Filme gibt!

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Von: Lieschen Müller https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/comment-page-1/#comment-519296 Sat, 28 Nov 2020 17:31:48 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=161131#comment-519296 Ich habe mir den Film angesehen ohne das Bühnenstück zu kennen. Großartig fand ich die beiden Darsteller, deshalb gelang es mir auch, mich auf die Dialoge bis zum Ende zu konzentrieren. Ich hatte den Eindruck, dass es nicht allein darum ging, ein Attentat zu verhindern, sondern um die enorme Stärke der Frau, die es sie ertragen ließ, derartig und zu einem solchen Zeitpunkt befragt zu werden. Der einzig mögliche Anruf ging an ihren „Mittäter“, ihren Ex, der ihr dann auch noch eine Liebeserklärung durchs Telefon haucht. Also, für mich scheint es, dass diese Kraft oder Nervenstärke auf dieser Tatsache ihre Basis hat. Was das nun mit Verlässlichkeit zu tun hat, bleibe dahingestellt, wird aber irgendwie auch mit angeschnitten.

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Von: Margot https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/comment-page-1/#comment-519280 Sat, 28 Nov 2020 16:28:06 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=161131#comment-519280 Ich fand den Film sehr interessant, die schauspielerischen Leistungen haben mich überzeugt und an den Fernseher gefesselt.
Vielleicht war ich später dann müde, aber ich habe tatsächlich das Ende nicht verstanden.

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Von: Daniel Mehlmann https://www.film-rezensionen.de/2020/11/das-verhoer-in-der-nacht/comment-page-1/#comment-519147 Sat, 28 Nov 2020 09:44:39 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=161131#comment-519147 Der Film klingt interessanter als das Endprodukt leider ist…Ich mag eigentlich Krimi-Kammerspiele im TV und Kino. Diese haben auch eine lange Tradition, die noch weit hinter Karmakars „Der Totmacher“ (1995), Lumets „The Offence“ (1973) oder Hitchcocks „Rope“ (1948) zurückreicht. Auch Friedrich Dürrenmatt hat ein paar philosophisch angehauchte Krimi-Kammerspiele für das Radio geschrieben. Originalität kann diese Form also wirklich nicht mehr beanspruchen, aber wenn es gut gemacht ist, wirkt es immer. Leider haben Regisseur und Drehbuchautor (Kehlmann selber) penetrant den Bühnen-Hintergrund des Stoffs durchscheinen lassen und alles theatralisch überhöht, was dem angestrebten Realismus (Breitscheidplatz-Attentat und Pariser Terror werden erwähnt) zuwiderläuft. Weder die Dialoge, noch die Besetzung können die letztlich trivialen Konflikte (Freiheit oder Sicherheit ? Was machen ein paar Terror-Tote, wenn Autos jedes Jahr 25.000 töten ? Nichts !) wirklich lebendig machen, weil alles wie der ‚frischen Tageszeitung‘ entnommen wirkt. Die Idee mit Philosophie-Professoren, die plötzlich Lust auf Terror kriegen hat Kehlmann wohl auch vom Fall Abimael Guzman in Peru entnommen, wo der Kampf zwischen Arm und Reich auch was bedeutete, nicht wie in Deutschland, wo es im Wesentlichen linke Poserei ist. John Malkovich hat mit der Verfilmung von Nicholas Shakespeares „The Dancer Upstairs“ (2002) einen guten Film daraus gemacht und es gab auch mehrere interessante Dokus darüber wie „Operation Victoria: The Fall of Shining Path“ (2011). Ich bin mir sicher, dass Daniel Kehlmann einige davon gesehen hat ? Nichts an diesem Produkt ist also künstlerisch gewagt oder neu, aber wenn es nicht in so einer abstoßenden ‚Berliner Schule‘ Ästhetik inszeniert wäre, wäre es sicher überzeugender gewesen. Was mir aber gefallen hat als Hobby-Erforscher des linken deutschen Terrorismus ist, dass man aus ihrem Ex-Ehemann und potentiellen Terroristen scheinbar einen Soziologen gemacht hat ? Tatsächlich ist es bemerkenswert wieviele der damaligen Rote-Armee-Fraktion-Mörder Soziologie studiert haben oder sich in ihrem Dunstkreis zur Lust am ‚gerechten Morden‘ erziehen ließen. Die Korrelation zwischen dem Fach Soziologie und Linksradikalismus, RAF und Terror ist verblüffend, wenn man sich Zahlen und Namen ansieht. Was noch verblüffender ist, aber leider in diesem Film nicht vorkommt, ist das nicht wenige der ‚Informellen Mitarbeiter‘ und Agenten des DDR-Auslandsgeheimdienstes Soziologie studiert haben. Meine Frage: Kann es sein, dass das nur scheinbar wissenschaftliche Universitätsfach Soziologie in
Wirklichkeit eine getarnte Rekrutierungsstelle von Sozialisten in der BRD war ? Es wurden leider nur einige ‚akademische Mitarbeiter‘ als DDR-Spitzel enttarnt (Andrej Holm z.Bsp.), aber es waren wohl weit mehr. Über dieses Thema würde ich gerne ein Kammerspiel sehen, aber diesmal bitte die Soziologen auf den Vehörstuhl. Als Grundlage ist Hubertus Knabes „Die unterwanderte Republik“ ein solider Anfang. Danke.

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