Kommentare zu: Der Überfall – Es geht um mehr als Geld https://www.film-rezensionen.de/2020/07/der-ueberfall-es-geht-um-mehr-als-geld/ Popcornkino und Independent Sun, 28 Jan 2024 15:31:20 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: robotron sömmerda https://www.film-rezensionen.de/2020/07/der-ueberfall-es-geht-um-mehr-als-geld/comment-page-1/#comment-1288286 Sun, 28 Jan 2024 15:31:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=150478#comment-1288286 Vorsicht Spoiler!

Fazit: Handwerklich solider Thriller. Leichter Anflug von „Übliche Verdächtige“. Mal sehen, wann Hollywood den Plot klaut? Durchgängig stark gespielt, sehr „europäisch“.
Ergänzend zum Kommentar zuvor: Ist fasst alles schlüssig, wenn auch dramatisch geschickt gelöst: Allein kommt Lola nicht raus. Durch die gemeinsame Sache kommt „Raquel“ zu den benötigten 35.000 Euro. Dann geschicktes Ablenkungsmanöver. Dabei kommt Lolas vermutliche Lust an Misshandlung zu „Gute“, so dass die dadurch verunstalte Lola als Opfer durchgeht. Ja, danach ist das aufgrund der gleichartigen Autos nicht gleich zu durchschauen, die Polizei fährt nicht direkt hinter dem Geiselwagen her, sondern versetzt – über Peilsender.
Lola hat sich an die Abmachung gehalten und die 35.000 an der vereinbarten Stelle deponiert; „Raquel“ ist erleichtert darüber.
Ok.: Wenn nur „Raquel“ im Geiselwagen als vermeintliche Geiselnehmerin ist und eine der Geiseln erschossen, kann es nur „Raquel“ gewesen sein. Der Umweg über die chiffrierte Tonbandaufzeichnung, zum Brief im Hotel und dem Haus der Jugendamtzuweisung ist merkwürdig oder dem Schnitt zum Opfer gefallen. Und wenn „Raquel“ schon mehrere Sachen abgezogen hat, hätte sie auch Polizei bekannt sein können.
Außerdem macht es mehr Sinn, wie anfangs behauptet, die 35.000 dem Jugendamtsbearbeiter als Bestechung zu geben, anstatt dem zwielichtigen, aber um das Wohl der Tochter bemühten Pflegeeltern. Oder er hatte die Tochter nur als „Pfand“ für sein Geld, dann hätte die Polizei aber nicht das Anwesen (über das Jugendamt) finden können (oder die Adresse stand auch in dem Hotelbrief).
Aber im Unterschied zu Hollywood kein „happy end“, insbesondere aus Sicht der Tochter.
Und nochmal: Wirklich unterhaltsamer Film.

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Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2020/07/der-ueberfall-es-geht-um-mehr-als-geld/comment-page-1/#comment-1286471 Sat, 20 Jan 2024 15:08:15 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=150478#comment-1286471 Vorsicht Spoiler!

Eine bisher unbekannte Version eines Bankraubes (Heist) wird im letzten Teil unglaubwürdig, weil unerklärliche Lücken im Plot das Abschalten erleichtern, und der Zuschauer längst geistig abgeschaltet hat.
Raquel (Emma Suarez) eine alleinerziehende Mutter versucht einen Kleinkredit von einer Bank zu bekommen, damit sie ihre entführte Tochter wieder bei sich haben kann. Gerade als der Bankbeamte mit ihr die Formalitäten durchgeht, wird das Geldinstitut von zwei Gangstern Lola (Natalie Poza) und Jonan (Hugo Silva) überfallen.
Nach einer Schießerei vor der Bank tritt die Polizei auf den Plan. Zwei Kommissare Eva (Barbara Goenaga) sowie Carlos (Daniel Perez Prada) leiten die Ermittlungen. In der Bank wird Raquel zur wichtigsten Verbindung zwischen der Polizei und den Gangstern. Sie ist so gerissen, das sie bald als Rädelsführer von beiden Seiten akzeptiert wird. Das Polizistenpärchen versperrt sich dank Simple-Logik mit der Dechiffrierung eines Telefonats selbst den Weg zur Glaubwürdigkeit. Wir können noch den Rollentausch von Raquel und Lola nachvollziehen, doch dann wird’s kryptisch. Dass die Kundin der Bank auf todkrank mimt mag noch durchgehen, ebenso wie die Gesichtstransformation durch Faustschläge, mit denen die Mädels sich verunstalten. Die Autos mit Gangstern und Polizei fahren hinter einander her, Raquel findet in einer Mauer die 70 Hunderter (‘Binladen‘ genannt). Sie sieht kurz ihre Tochter, wird kurz darauf wieder getrennt. Ein bisher unbekannter wohlhabender Mann fühlt sich auf den Arm genommen. Alle Autos fahren in verschiedenen Richtungen davon. Ende im Wolken-Kuckucksheim !?

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