Kommentare zu: Girls from Ipanema – Staffel 1 https://www.film-rezensionen.de/2019/03/most-beautiful-thing-staffel-1/ Popcornkino und Independent Sat, 20 Jun 2020 11:42:19 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Ella https://www.film-rezensionen.de/2019/03/most-beautiful-thing-staffel-1/comment-page-1/#comment-398456 Tue, 24 Sep 2019 20:36:41 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=108903#comment-398456 Ich finde „Most Beautiful Thing“ eine interessante Serie, die jedoch holprig ist und ein groteskes, geradezu lächerliches Ende hat. Das Setting, Rio de Janeiro in den 50ern, ist außergewöhnlich und bestechend schön, genau wie die Hauptdarsteller. Jedoch sind beide von Klischees durchzogen und immer wieder übertrieben. Und dann scheint es, als würden die verschiedenen Geschichten von unterschiedlichen Regisseuren kommen und wahllos aneinander geheftet sein. Als Zuschauer wird man dadurch immer wieder an die Wand manövriert. Es ist einfach keine runde Sache. Die Handlung ist so verdichtet, dass Leidenschaft und Leiden sich doch sehr zusammen quetschen. Die Eröffnung eines Clubs wird im Wirrwarr der Beziehungen fast schon zu einer Nebensache, die mit einem Wink des Zauberstabs im Hintergrund funktioniert. Stattdessen könnte die Serie auch „Frauen und Männer“ heißen. Eine Beziehungskrise folgt der nächsten, es gibt kaum ein Register was nicht gezogen wird. Als Zuschauer ist man bei dieser Serie vor allem unentschlossen. Manchmal scheint die Geschichte ihren Stil gefunden zu haben, scheint unabhängig und mutig zu sein. Es gibt sie, die Momente in denen die Charaktere glänzen und man sie dafür bewundert. Dann wieder verdreht man die Augen ob einer allzu vorhersehbaren Handlung oder einer unnötigen Komplikation. Die Hauptdarstellerinnen müssen alle ihre Männer abschütteln, um ihren Weg gehen zu können und doch dreht sich ihr Leben weiterhin um sie. Es fehlt an Glaubhaftigkeit und eigentlich fragt man sich bald warum zur Hölle alles in wenigen Wochen zu Staub zerfällt aus dem alle Frauen dann gemeinsam auferstehen nur um wieder zu Boden gestoßen zu werden. Manche Handlungen wirken nur aufgestellt um zu Fall gebracht werden zu können.
„Most Beautiful Thing“ hätte seinem Titel gerecht werden können. Brasilien in den 50ern ist ein rauschendes Fest und die Hauptdarsteller schillernde Figuren. Aber das Produzententeam wollte zu viel und hat es sich damit vermasselt. Die Serie ist eine Achterbahnfahrt, bei der einem schwindelig wird. Alles scheint vertreten zu sein, nur an einem mangelt es der Serie: Eleganz.

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Von: Ekkehard https://www.film-rezensionen.de/2019/03/most-beautiful-thing-staffel-1/comment-page-1/#comment-354449 Thu, 09 May 2019 16:47:44 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=108903#comment-354449 Sehe ich anders. Klar, wir haben hier diverse Seifenopernelemente, aber immerhin muss eine solche Serie in Brasilien auch mit den Telenovelas konkurrieren. In brasilianischen Serien passiert eben einfach mehr (Brasilianer halten deutsche Filme und Serien für äußerst langweilig, weil so wenig passiert), und für uns kann das auch mal klamaukhaft wirken. Dafür hat die Serie einen unwiderstehlichen Charme, den es in deutschen, biederen Serien schon lange mehr gibt oder nie gab. Die Musik, die Bilder, die Frauen und Männer…ich freue mich auf mehr!

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Von: Antje Medina https://www.film-rezensionen.de/2019/03/most-beautiful-thing-staffel-1/comment-page-1/#comment-344143 Thu, 11 Apr 2019 14:42:03 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=108903#comment-344143 Kann nur zustimmen: Gute Idee, leider nicht überzeugend umgesetzt. Das mit dem Analphabetismus ist in Brasilien leider bis heute Realität. Knapp 20 Prozent der Bevölkerung können entweder gar nicht lesen und schreiben oder sind funktionale Analphabeten, würden also z.B. so einen Vertrag nicht verstehen.

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