Kommentare zu: Nichts zu verlieren https://www.film-rezensionen.de/2018/08/nichts-zu-verlieren/ Popcornkino und Independent Sun, 16 Nov 2025 11:04:20 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: maxmor https://www.film-rezensionen.de/2018/08/nichts-zu-verlieren/comment-page-1/#comment-1592500 Sun, 16 Nov 2025 11:04:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=95395#comment-1592500 Diese Mischung aus Gangsterfilm, Tragikomödie und Roadmovie war eine ziemliche Überraschung.
Lief neulichst tief versteckt irgendwo im Nachtprogramm in einem der Dritten.

Zwei Kleinganoven (einer davon ist bei Wilde Maus als Tagelöhner im Prater zu sehen, den anderen kennt man aus Das Ewige Leben als übereifrigen Kommissaranwärter) kapern einen Reisebus mit einer Trauergesellschaft…

Klar, es ist eine TV-Produktion und man darf hier weder Tiefe noch Innovation oder gar aufwändige Kulissen erwarten.

Nett fand ich das Alpenpanorama von vielen mir bekannten Orten und die Idee, in Close Ups die Verstorbenen zu Wort kommen zu lassen. Cut – Überblendung – plötzlich sitzt der Verflossene daneben.

Das Spiel von Susanne Wolff (kannte ich bisher nicht oder zumindest nicht bewusst wahrgenommen) fand ich erfrischend und erinnerte mich an Sofie Graboel DK, das Spiel von Emily Cox (vermutlich rein aus optischen Gründen besetzt für die anbahnende Liaison mit einem der Bösewichte?) , von der Gala als „vielschichtig“ charakterisiert, zumindest solide. Einzig Lisa Wagner, sonst so ausdrucksstark konnte hier nicht ihr Talent ausspielen und überzeugt mich nicht. Die kann mehr! Michael Grimm, alias Hartl aus den Rosenheim Cops, hier in einer Paraderolle als Busfahrer, glaubwürdig und sympathisch.

Die Idee an sich ist nicht neu: Zwei Ganter nach einem gescheiterten Coup auf der Flucht, in auswegloser Situation. Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und so gibt es neben wunderbaren Landschaftsaufnahmen und Inserts auch großartige Dialoge und herrlich skurille Szenen.

Schön fand, dass man trotz aller Schwere und Belastung mit dem Thema Tod nicht die Hoffnung verliert.

Hat was von „Furcht und Zittern“. Der Humor ist eben typisch Murnberger/Österreichisch.
Würde ich mir nicht ins Regal stellen aber durchaus noch ein zweites Mal anschauen.

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