Kommentare zu: Brimstone https://www.film-rezensionen.de/2018/07/brimstone/ Popcornkino und Independent Sat, 18 Jan 2025 01:14:11 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: wmjahn https://www.film-rezensionen.de/2018/07/brimstone/comment-page-1/#comment-1436595 Sat, 18 Jan 2025 01:14:11 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=92654#comment-1436595 Im richtigen Leben schaut's eh anders aus. 👍 Ach ja, OLD HENRY ist weit besser. Und koa Frau an die i mi erinnern kann. A MĂ€nnerfilm halt.]]> Ich finde er verdient die 8.

stimmt schon, im „modernen“ (Action-)Film verhaut die Frau mittlerweile alle anderen, Sie ist jetzt er und er ist ein Waschlappen, Idiot, Hater, Rassist und wasweissichsonstnoch, aber san doch nur Filme. đŸ€Ł

Im richtigen Leben schaut’s eh anders aus. 👍

Ach ja, OLD HENRY ist weit besser. Und koa Frau an die i mi erinnern kann. A MĂ€nnerfilm halt.

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Von: Montaigne https://www.film-rezensionen.de/2018/07/brimstone/comment-page-1/#comment-1242483 Tue, 27 Jun 2023 07:31:40 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=92654#comment-1242483 Jetzt hat sich auch ein Kultursender wie 3sat dazu hergegeben dieses grandiose filmische Machwerk seinem Publikum zuzumuten. Brimestone kann tatsĂ€chlich auf einfache GemĂŒter eine beeindruckende Wirkung ausĂŒben, denn technisch ist der Film sehr gut gemacht. Auch sind einige Rollen ganz gut besetzt und interpretiert. Dem Film gelingt es ausserdem Spannung aufzubauen und kaum LĂ€ngen oder Langeweile zu erzeugen.
Ein gelungener Unterhaltungsfilm also?

WÀre da nicht zwischen den grausam schönen Bildern in klischeehaft seichte Dialoge verpackt eine verlogene Botschaft:

Religiöser Fanatismus, Sexismus, brutalisierter Machismus und Frauenfeindlichkeit beherrschten die Welt eines „fiktiven Wilden Westens“ und der Sprachlosigkeit und Rebellion gegen die UnterdrĂŒckung der Frauen gibt Regisseur Koolhoven neue Ausdrucksmittel.

In Wirklichkeit aber bedient er sich aller bekannten Klischees und einer obszönen Grausamkeit und GefĂŒhllosigkeit, die durch keinerlei Selbstironie oder Humor relativiert wurde, wie etwa bei talentierteren Regisseuren wie Tarantino oder Verhoeven.
Der Film ist kein PlĂ€doyer fĂŒr Frauenemanzipation, sondern ein dĂŒsteres, gewaltverherrlichendes Machwerk, das das mĂ€nnliche Geschlecht zur dummen gewalt-und triebgesteuerten Bestie erklĂ€rt, die ihre Vorherrschaft durch religiösen Fanatismus und Machismus zu rechtfertigen versucht.
Eine wohl sehr umstrittene und billige Theorie und Message.

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Von: Werner aus Bathorn https://www.film-rezensionen.de/2018/07/brimstone/comment-page-1/#comment-731184 Sun, 13 Feb 2022 16:03:45 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=92654#comment-731184 Die hollĂ€nschen Sprachseqenzen haben mir den Film gerettet. Mehr davon – wĂ€re schön gewesen ! Das war die Orginalsprache meiner Kindheit – in Deutschland als Deutscher. Aus dem Haager Vertrag stand es meinen Vorfahren zu, HollĂ€ndisch in Schule und Kirche als erste Sprache zu verwenden. Vieleicht erstellen die Produzenten noch einmal einen „schönen“ Film in dieser Sprache.

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Von: Erich Fischer https://www.film-rezensionen.de/2018/07/brimstone/comment-page-1/#comment-729558 Sat, 12 Feb 2022 21:26:47 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=92654#comment-729558 Im Gegensatz zu vielen Kritikern kann ich mich fĂŒr die unchronologische Aneinanderreihung der einzelnen Kapitel dieses Films nicht begeistern, fand es verwirrend und es stört mich arg, wenn ich einen ĂŒberlangen, beklemmenden, aber zugegebenermaßen Ă€ußerst spannenden Film erst am Schluss gĂ€nzlich verstehe, sofern es sich nicht um einen expliziten Vexier-Krimi wie etwa „Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen“ handelt.

Und dann einmal mehr die beiden mich in der gesamten Filmgeschichte stÀndig nervenden Logikfehler, die einzig dazu dienen, zahlreiche Werke vom James-Bond-Film bis zum ernsthaften Thriller in die LÀnge zu ziehen.

SPOILER ANFANG
Joanna (nennt sich erst danach Liz) verletzt den Reverend im Bordell mit einem Messer schwer, warum tötet sie ihn nicht verlĂ€sslich (Grund genug hĂ€tte sie dazu) oder sticht ihm wenigstens noch die Augen aus, Letzteres wĂŒrde maximal zwei Sekunden dauern und ihn bei weiteren Untaten zumindest schwer behindern. In der Horrorkomödie „Scream 2“ gab es am Ende zum leidigen Thema des Wiederaufrappelns bewusstlos geschlagener oder verwundeter Schurken einen köstlichen Kommentar: Der Bösewicht war anschossen und die Heldin stand mit ihren Kommilitonen um den am Boden Liegenden herum. Da warnt einer der Freunde Ă€ngstlich „Vorsicht, die stehen immer wieder auf!“. Worauf die Heldin lapidar antwortet „In meinem Film nicht!“, einen Schritt vortritt und dem sich nur minimal aufrichtenden Halunken ins Herz schießt.
Zweitens der Kampf bei der perversen „Hochzeit“. Der von Joanna gesund gepflegte und von ihr mittlerweile geliebte Bandit (?) geht in der Kirche nur mit der komischen Schlachtschusspistole aus dem Haushalt bewaffnet (wo sind auf einmal seine Revolver? oder soll das symbolisch sein?) viel zu nah auf den Reverend zu und hĂ€lt ihm eine Ansprache statt rechtzeitig zu schießen. Das kennt man ja zur GenĂŒge aus James-Bond-Filmen und weiß daher genau, jetzt stirbt zumindest der Bösewicht nicht. FĂŒr Schusswaffenbesitzer eine Regel fĂŒr die Praxis: Sobald ein gefĂ€hrlicher Gauner nur mehr höchstens 1,5 Meter entfernt ist, abdrĂŒcken, nicht quatschen, sonst entreißt er dir wahrscheinlich die Waffe und verwendet sie gegen dich. Sollte ein Bandit eigentlich wissen…
SPOILER ENDE

Dank der tollen Schauspieler und der auch mit feiner Kamera-Arbeit gekonnt realisierten bedrĂŒckenden AtmosphĂ€re kann ich den sperrigen und unbehaglichen Neo-Western „Brimstone“ geduldigen Zusehern mit starkem Magen (ist einer der brutalsten Filme, die ich je gesehen habe, mit fast stĂ€ndigem Psychoterror und hĂ€ufiger abscheulicher physischer Gewalt) trotz meiner EinwĂ€nde empfehlen.

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