Kommentare zu: Die Frau des Zoodirektors https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/ Popcornkino und Independent Fri, 12 Nov 2021 12:06:27 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-637198 Fri, 12 Nov 2021 12:06:27 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-637198 Vorsicht Spoiler!

Der nichtssagende, eher verharmlosende Titel dieser wahren Geschichte zielt in die falsche Richtung. Der Film spielt im von den Nazis besetzten Warschau während des 2. Weltkrieges. Das Bombardement der polnischen Hauptstadt zerstört auch den Zoo. Die zentrale Figur Antonina (Jessica Chastain) versucht gegen den Willen ihres Mannes Jan Zabinski (Johan Heldenbergh) ihre Villa und den dadurch entstandenen Freiraum zu nutzen, den verfolgten Juden eine Möglichkeit zur Flucht aus dem Ghetto zu verschaffen. Hitlers Chefzoologe Dr. Heck (Daniel Brühl), der in Antonina verliebt ist, zeigt sich vorübergehend kooperativ. Offiziell wollen Jan und seine Frau als Fleischlieferant für die Armee eine Schweinezucht eröffnen. Sie verstecken Juden in Lebensmittelabfällen für den Transport in die Freiheit.
Erschießungen und die Vergewaltigung eines Mädchens schaffen ein latentes Klima der Angst, denn hinter jeder Aktion der Deutschen lauert der Tod. Auch Dr. Heck ist ein unsicherer Kantonist. Antonina kann ihn nur eine Zeitlang manipulieren.
Der Warschauer Aufstand (1944) wird thematisiert. Der Direktor des Zoos hat sich inzwischen der Volksarmee angeschlossen. Bei der Räumung des Ghettos wird kurz Dr. Korczak in einer Szene gezeigt, der zusammen mit den Kindern wirklich ins KZ gegangen war. Antonina kann einer Vergewaltigung durch Dr. Heck nur knapp entkommen, weil der Krieg zu Ende ist. Er entdeckt die Kellerräume, in denen die Juden Unterschlupf gefunden hatten. Die Spuren an den Wänden sind beeindruckende Zeugnisse menschlicher Existenz. Beinahe hätte Antoninas kleiner Sohn Ryszard seine Mutter noch in Bedrängnis gebracht, weil er einen Wand-Slogan laut ruft ‘Hitler kaputt!‘ Dr. Heck droht ihn zu erschießen. Als Ryszard draußen weiße Flocken sieht, ruft er ‘Schnee!‘ Die stammen aber aus den Schloten der Verbrennungsanlage. Die Regisseurin Niki Caro, die bereits mit ‘Whale Rider‘ und ‘Kaltes Land‘ überzeugt hatte, lässt den Film mit Bildern vom Wiederaufbau Warschaus und einer Familienzusammenführung der Zabinskis ausklingen. Spannende Unterhaltung mit Niveau.

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Von: alter Filmnarr https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-315471 Mon, 21 Jan 2019 23:10:17 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-315471 Im Film wird erwähnt, dass Antonina aus St. Petersburg stammt…der Akzent war daher russisch. Ich gebe aber recht, dass dieser irgendwie „aufgepappt“ rüberkam (OV) und mich ständig irgendwie ablenkte. Sonst kann ich die Rezension nachvollziehen. Der Film war wirklich nicht „schlecht“, aber für mich teilweise zu oberflächlich und manchmal…etwas klebrig.

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-80642 Fri, 30 Mar 2018 07:05:24 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-80642 Als Antwort auf Ostwestfale.

Warum sollte ich böse sein? Wenn euch der Film gefallen hat, dann ist doch gut 🙂 Ich fand ihn ja nicht schlecht, hatte mir insgesamt aber doch mehr erwartet.

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Von: Ostwestfale https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-80620 Thu, 29 Mar 2018 21:11:48 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-80620 Wir fanden den Film sehr gelungen. Vielleicht spielte die Hauptdarstellerin genauso wie die echte Person war. Wer weiß es? Auch die große Bedrohung durch die Nazis war ständig spürbar. Die Vergewaltigungsszene reichte uns von der Intensität her voll aus. Sorry, bitte nicht böse sein, vielleicht sind wir noch nicht so abgebrüht?

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-79150 Thu, 15 Feb 2018 01:31:11 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-79150 Als Antwort auf Joanna.

Ich habe in der Kritik geschrieben: „Das mag sicher auch an den ernüchternden Einspielergebnissen in den USA zu tun gehabt haben. Vielleicht war man aber auch der Ansicht, dass der deutsche Markt mit Holocaust-Filmen auch so schon mehr als gedeckt ist. Gerade im Dokumentarbereich war das Angebot mit unter anderem Ein deutsches Leben, Hitlers Hollywood – Das Deutsche Kino im Zeitalter der Propaganda 1933-1945 oder Austerlitz zuletzt wieder gut bestückt, die russisch-französische-deutsche Coproduktion Paradies bediente die Anhänger fiktionalisierter Geschichtsaufbereitung.“

Die Ergebnisse in den USA waren nicht gut, in Deutschland gab es zeitgleich viele andere Filme, die sich mit dem Thema Holocaust befassten. Deswegen liegt die Vermutung nahe, dass der Verleih einfach nicht davon ausgegangen, dass es sich rentiert, „Zookeeper’s Wife“ in die Kinos zu bringen. Welchen Grund sollten sie sonst gehabt haben, den Kinostart später wieder abzusagen? Mit politischen Gründen hat das nichts zu tun, ähnliche Holocaust-Filme kommen andauernd in die Kinos.

Im Grunde können die Verleihe vorher immer nur raten, ob es sich lohnt. Manchmal haben sie recht mit den Prognosen, manchmal nicht. „Lone Ranger“ und „King Arthur“ sind zeitgleich weltweit gestartet. Da gab es überhaupt keine US-Ergebnisse, anhand derer man einen Deutschlandstart hätte entscheiden können. Außerdem kann man diese Filme nicht miteinander vergleichen. Sie waren zu groß, um sie nicht ins Kino zu bringen. Das wäre ein PR-Desaster für Disney und Warner gewesen, wenn sie den Kinostart absagen. Und sie waren zu teuer. Bei „Zookeeper’s Wife“ hielten sich die Verluste noch in Grenzen, weil das Budget vergleichsweise gering ist. „The Promise“ kann man ebenfalls nicht vergleichen, da der deutsche Verleih ein anderer ist als der amerikanische. Warum der deutsche Verleih diesen Film ausgesucht hat, weiß ich nicht. Vielleicht dachte er, dass das deutsche Publikum mehr mit dem Thema anfangen kann als das amerikanische.

Ich behaupte auch nicht, dass es die richtige Entscheidung war, den Kinostart wieder abzusagen. Vielleicht wäre der Film in Deutschland gut gelaufen. Vielleicht aber auch nicht. Derselbe Verleih hat letztes Jahr das Rassismusdrama „Loving“ ins Kino bringen wollen, hat den Kinostart danach abgesagt, sich dann aber noch einmal umentschieden und den Film zwei Monate später doch noch ins Kino gebracht. Das zeigt, dass die selbst oft nicht sicher sind, ob es sich rentiert. Bei „Loving“ hat es sich nicht rentiert, es waren nur 25.000 Zuschauer. Mich hat es gefreut, dass der Film ins Kino kam. Das ändert aber nichts daran, dass auch diese Einspielergebnisse nicht gut waren. Derselbe Verleih hat letztes Jahr die Komödie „Girls Trip“ in die deutschen Kinos gebracht, weil sie in den USA gut lief. In Deutschland wollte den aber keiner sehen. Auch da war es die falsche Entscheidung gewesen.

Hinzu kommt: Einen Film ins Kino zu bringen, bringt nicht nur Geld, es kostet auch eine ganze Menge. Gerade Marketing ist teuer. Oft muss ein Verleih zwischen mehreren Filmen abwägen, welchen sie ins Kino bringen wollen. Sie nehmen dann den, von dem sie sich am meisten versprechen. Die Konkurrenz ist groß, in den meisten Wochen starten 10 bis 15 Filme gleichzeitig. Da ist es gerade bei kleineren Filmen schwierig, Kinos zu überzeugen, ihn ins Programm aufzunehmen. Die Verleihe und die Kinos sind keine Wohltätigkeitsvereine, sondern wollen Geld verdienen. Und das ist in dem Bereich sehr viel schwieriger, als den meisten bewusst ist …

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Von: Joanna https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-79149 Thu, 15 Feb 2018 00:53:25 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-79149 Als Antwort auf joanna.

Hallo,
interessant… wenn sich die Distributoren von Filmen alles so gründlich alles überlegen, dann wieso so viele von richtig Flopp Filme (diese haben richtig riesen Verluste generiert und nicht nur „eher wenig verdient) wurden trotzdem in Deutschland in Kinos gezeigt… wie z.b „the Promise“ ( production Budget 90 000 000 Usd, Box Office in US 8 226 000 Usd) oder „the Lone Ranger“ (31% bei Rotten Tomatoes, production Budget 275 000 000 Usd, Box Office in US 89 000 000 Usd) oder „King Arthur, Legend of the Sword“ (bei Rotten Tomatoes auch nur 29%! und finanziel auch Verluste…. ) und bestimmt auch viele viele andere Filme…
Sehr Viele Filme mit ernüchternden Ergebnissen und schlechten Rotten Tomatoes Bewertungen werden in Deutschland gezeigt… (Sie müssen das auch wissen…) ich zweifle also an, dass es ein Wahre Grund für diese Entscheidung war…

Ich will hier keine Politischen Entscheidungen unterstellen… aber es gibt bestimmt sehr viele Marketing Gründe, Interessenkonflikte, Interessenprioritäten usw, von den Ernüchternden Ergebnissen, so zu sprechen, als wäre es bei allen anderen Filmen ganz anders ist aber unfair und stellt den Film vor als einen Flopp, obwohl es kein Flopp war…im Vergleich zu vielen anderen Filmen…

Ich sehe auch in der Aufstellung dass der Film in Italien 976 000 Usd, in Polen 826 000 Usd und in Spanien auch 906 000 Usd, In Holland 406 000 Usd verdient hat, es lohnt sich also nicht ihn noch in Deutschland zu zeigen, schliesslich halbe bis fast eine Million Dollar machen doch keinen Unterschied …. das ist nur kleingeld… wenn man daran denkt dass der Verleih „nur“ die Hälfte bekommt…

mfG
Joanna
Quelle:
https://www.the-numbers.com/movie/Zookeepers-Wife-The#tab=international

http://www.the-numbers.com/movie/budgets/

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-79103 Tue, 13 Feb 2018 17:08:45 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-79103 Als Antwort auf joanna.

Du darfst dann aber auch gern das Budget des Films zitieren, das bei 20 Millionen Dollar lag. Wenn ein solcher Film nur 23 Millionen Dollar einspielt, ist das eine ziemliche Enttäuschung. Nur weil jemand bei Wikipedia noch ein paar irreführende PR-Statements platziert hat, ändert das nichts an den blanken Zahlen. Es hat schon seine Gründe, warum der bereits für einen deutschen Kinostart angekündigte Film wieder gestrichen wurde. Ein Kinostart ist teuer. Und der Verleih meinte nach den ersten Einspielergebnissen, dass sich das nicht rentieren wird.

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Von: joanna https://www.film-rezensionen.de/2017/09/die-frau-des-zoodirektors/comment-page-1/#comment-79102 Tue, 13 Feb 2018 16:57:54 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=72491#comment-79102 „Lange wurde hin und her überlegt, am Ende blieb Die Frau des Zoodirektors der deutsche Kinostart jedoch verwehrt und muss sich mit einem reinen DVD-Start zufriedengeben. Das mag sicher auch an den ernüchternden Einspielergebnissen in den USA zu tun gehabt haben. “
hmm wie soll ich das verstehen… ironish?

was sagt Wikipedia zu den ernüchternden Einspielergebnissen:

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Zookeeper%27s_Wife_(film)

Film grossed $17.6 million in the United States and Canada and $5.7 million in other territories for a worldwide total of $23.3 million.
In North America, the film grossed $3.3 million in its opening weekend from 541 theaters (a per-theater average of $6,191), finishing 10th at the box office. It remained the top grossing indie film in its second, third and fourth weeks of release.

The film remained the #1 best selling war film for the first three months of its DVD/streaming release.

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