Kommentare zu: Warcraft: The Beginning https://www.film-rezensionen.de/2016/05/warcraft-the-beginning/ Popcornkino und Independent Mon, 27 Apr 2020 09:02:23 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Simon Stahlhofen https://www.film-rezensionen.de/2016/05/warcraft-the-beginning/comment-page-1/#comment-56758 Wed, 01 Jun 2016 05:42:17 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=47904#comment-56758 Als Antwort auf Oliver Armknecht.

Zuerst möchte ich sagen, das ich ein grosser warcraft fan bin. Ich spielte warcraft 1 und 2 als Kind und Jahre später spielte ich warcraft 3 bis der Arzt kam. Bei wow war ich seit der beta dabei und spiele es bis heute, seit cataclysm nicht mehr regelmäßig. Die Story, Geschichte, Lore und ihre Helden haben mich so fasziniert das ich sehr viel Romane gelesen habe um mir noch mehr Hintergrund anzueignen.
Von dem Film habe ich wenig erwartet bis kurz vor meinem Besuch im Kino, denn über Facebook und andere Medien gab es doch viel positives Feedback.
Der Besuch im Kino war da ernüchternd. Der Film hat viele Schwächen und wenig Stärken. Die orks hatten hübsche Gesichter aber die Körper waren oft von weniger Qualität. Die Proportionen sind ja, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Das kann ich unter fantasy ablegen aber dann soll man das auch konsequent durchziehen. Mal ist durotan so gross, das Menschenköpfe in seine Hand passen wie bei mir eine Mandarine, dann steht er in der Schlucht auf Augenhöhe mit dem menschenkönig.
Schauspielerich war ich in eine Welt aus GZSZ und Mitten im Brennpunkt versetzt. Overacting als gewolltes Stilmittel? Gerade Lothar fand ich befremdlich. Medivh hat mir auch nicht so gefallen, obwohl ich Ben Foster seit todeszug nach yuma sehr schätze.
Selbstverständlich gefiel es mir sehr die vielen eastereggs zu sehen, das perfekt gestaltete Gasthaus in goldshire, den Murloc, den wiederholten Auftritt von grom hellscream (den ein nicht fan sicherlich nicht mal bemerkt hat) und mein Favorite der doomhammer, eine wahrlich legendäre Waffe.
Die Änderungen an der Story fand ich OK und verständlich, einige Sachen hätten aber erklärt werden sollen. Garona ist ein halbork, zwangsgezeugt durch guldans Experimente, im Film war der Vater Mensch, in der Geschichte ein draenai.
Das die brennende Legion, bzw die Dämonenanführer, die für gul’dans und medivhs Macht und verderbtheit verantwortlich sind, wird wohl als grosse Enthüllung für Film 2 oder 3 aufgespart.
Auch der Konflikt in den orcs mit ihrem Wandel vom shamanismuss zur hexenmeisterei hätte wenigsten in einem Nebensatz Erwähnung finden können.
Es gibt noch so viel zu sagen, aber hier mache ich mal Schluss, Fazit: der Autor trifft ziemlich genau meinen Eindruck vom Film. 4,5/10. Leider

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2016/05/warcraft-the-beginning/comment-page-1/#comment-56753 Tue, 31 May 2016 13:32:18 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=47904#comment-56753 Als Antwort auf Franz Emilson.

1. „World of Warcraft“ hatte Ende 2010 noch 12 Millionen Abonnenten, fünf Jahre später waren es nur noch 5,5 Millionen. Seit letztem Herbst werden auch keine Abonnentenzahlen mehr bekannt gegeben. Warum können Sie sich sicher denken. Dieser extreme Popularitätsverlust bedeutet, dass das Franchise zwar noch erfolgreich, aber sehr wohl jenseits seiner ruhmreichen Tage ist. Die Branchenseite boxoffice.com rechnet bei dem Film in den USA auch nur mit einem Einspielergebnis von 60 Millionen Dollar. Das ist bei einem Film, der 160 Millionen Dollar gekostet haben soll, eine ziemliche Katastrophe. Gerettet wird der Film in erster Linie durch China.

2. Ja, die User auf imdb haben bislang eine Wertung von 8,1 abgegeben. Weiter links auf der Seite finden Sie die Bewertungen der Kritiker. Die liegt bei 36/100. Bei Rotten Tomatoes ist es dasselbe. 18 Prozent aller Kritiker fanden den Film gut, die Durchschnittswertung liegt bei 4,2/10. Es ist kein Zufall, wenn all diese Leute sagen, dass der Film missglückt ist. Bei der Pressevorführung war das Ergebnis auch sehr zwiegespalten. Fans der Spiele fanden ihn toll, der Rest konnte damit nichts anfangen. Es gab sogar Leute, die den Film während der Vorführung ausgelacht haben. Und das ist mir während der rund 150 Pressevorführungen, die ich in den letzten zwei Jahren gesehen habe, sonst nur bei „Jupiter Ascending“ und Pompeii“ passiert. Was kein sehr schmeichelhaftes Umfeld ist.

3. Ich habe in meiner Kritik mehrfach geschrieben, dass der Film sich an Fans richtet. Der Vergleich zu „Angry Birds“ hebt genau das hervor: „Angry Birds“ versucht Nicht-Fans anzusprechen, um den sinkenden Userzahlen zu begegnen, „Warcraft“ macht genau das Gegenteil. Es gehen aber nicht nur Fans in die Kinos. Das würde sich gar nicht rechnen, dafür ist die Fangruppe zu klein. Selbst wenn alle > 5 Millionen Abonnenten ins Kino gehen und jeder noch zwei Freunde mitbringt, wäre der Film ein riesiges Verlustgeschäft. Also müssen auch Nicht-Fans angesprochen werden, die durchaus ein Komplettpaket erwarten dürfen. „Warcraft“ ist das nicht. Zu einem gewissen Grad ist es natürlich legitim, auf Fanservice zu setzen. Das machen die Marvel-Filme und „Star Wars VII“ auch. Wer da keine Vorkenntnisse hat, wird die Filme nicht im selben Maße genießen können. Aber selbst wenn man diese Elemente und Passagen dort weg lässt, bleiben unterhaltsame Filme übrig. „Warcraft“ ist das nicht. Die Figuren sind langweilig, die Dialoge oft fürchterlich, es gibt den Hang zum Pathos, außerdem stimmt das Tempo oft nicht. Ja, es wird nebenbei gesagt, dass der Frostwolfclan das Fel nicht angenommen hat. Aber das hat nur Alibifunktion. Die Konflikte zwischen dem Clan und den anderen Orkgruppen müssen schon vor dem „Verrat“ deutlich gemacht werden. Das einfach nur so nebenbei begründen zu wollen, ist schlampig und überhastet, was eben an vielen Stellen im Film ein Problem ist. Das Fel beispielsweise wird nie befriedigend erklärt, auch nicht, wie Medivh damit in Berührung kam, gegen wen er es eingesetzt hat. Ich hatte einen Freund mit in die Vorführung genommen, der selbst ein großer Fan der Spiele ist, und habe ihn anschließend viele Sachen gefragt, die sich aus dem Film für mich nicht erschlossen haben. Das Ergebnis: Er konnte sich die Sachen selbst nicht erklären. Er war jedoch so hin und weg, die ganzen Sachen auf der Leinwand sehen zu können, dass ihm gar nicht bewusst wurde, wie unsinnig vieles war. Auch das ist natürlich in Ordnung. Wenn Leuten der Film Spaß macht, gut für sie. Das ändert aber nichts an den vielen Mängeln des Films, die einem vielleicht auch nur dann auffallen, wenn man das Ganze ohne Fanvorbelastung sieht. Anfangs mochte ich „Warcraft“ ja auch, als es eben nur um die Kämpfe ging. Aber je länger der Film ging, umso mehr wurde deutlich, wie unausgegoren er ist. Und das muss sehr wohl gesagt werden dürfen.

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Von: Franz Emilson https://www.film-rezensionen.de/2016/05/warcraft-the-beginning/comment-page-1/#comment-56743 Mon, 30 May 2016 08:24:26 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=47904#comment-56743 Der Vergleich zu Angry Birds hinkt gewaltig! Das Warcraft franchise ist keines falls jenseits seiner ruhmreichen Tage, ganz abgesehen davon, dass der Film bereits 2006 angekündigt wurde.
Weiterhin ist es nur logisch, dass von der Welt nur ein Ausschnitt gezeigt wird (und damit auch nicht alle vorhandenen Rassen, Völker etc.), da sich der Film größtenteils auf das erste Warcraft Spiel – Warcraft I, Humans vs Orcs – bezieht. Damals gab es keine Elfen, und keine Gnome etc. Höchstens noch die Zwerge wurden erwähnt.

Weiterhin: Der Sinneswandel des Frostwolfclans ist nachvollziehbar und nicht überhastet erklärt, da dieser Clan so ziemlich der letzte ist, der das Fel von Gul’dan noch nicht angenommen hat. Da, wie auch erklärt wird, Bedenken dagegen bestanden. Viele Details die Ihnen nichts sagen und Ihnen auch keine Emotion geliefert haben werden, können Fans im Film finden und freuen sich über ihre implementierung (Westfall, Redridge, Ironforge, Dalaran, Elwynn, Goldshire, etc).

Wie dem auch sei, auch wenn der Film nicht perfekt ist, verfehlt Ihre Kritik den Kern des Films, denn der Film ist vor allem auch für Fans der von Blizzard und des Warcraft Universums gemacht und diese werden mit dem Gebotenen sehr gut bedient (siehe auch IMDB ratings).

Wenn Ihre Kritik Fans von Warcraft abschreckt, dann verfehlt sie schlichtweg die des Pudels Kern.

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