Kommentare zu: Interstellar https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/ Popcornkino und Independent Sat, 25 Jul 2020 17:04:30 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-472224 Sat, 25 Jul 2020 17:04:30 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-472224 ACHTUNG SPOILER!

Ein dystopisches Weltraumabenteuer, in dem der Pilot/Astronaut Cooper (Matthew McConaughey) neue bewohnbare Planeten suchen soll, um die Weltbevölkerung dort anzusiedeln, denn die Erde wird zusehends unbewohnbar. Er verlässt mit Dr. Brand (Anne Hathaway, Tochter von Professor Brand: Michael Caine, der das Programm rechnerisch erdacht hat) und zwei Kollegen die Erde und seine zwei Kinder sowie Großvater Donald (John Lithgow), fliegt durch Schwarze Löcher und Wurmlöcher und gelangt in fremde Galaxien, wo eine Stunde wie sieben Jahre auf der Erde sind.
Es wird auffallend viel über Gravitation und Quantenmechanik geredet und dass die Liebe die Dimension von Zeit und Raum überwindet. Auch das ein dreidimensionaler Kreis eine Kugel ist, leuchtet ein. So weit, so gut. Erst als von Zeitdilatation die Rede ist wird’s kryptisch. Auch das bekannte Zitat von Dylan Thomas kommt mehrmals vor ‘Do not go gentle into that good night…‘ Als Cooper auf einem Planeten den Astronauten Dr. Mann (Matt Damon) trifft, beginnt der Strudel der Unwägbarkeiten und nur wer die Logikbrille abgesetzt hat, kann noch unterhalten werden. Da rührt einen der sterbende Michael Caine, sowie die erwachsenen Kinder von Cooper: Tochter Murphy (jung Mackenzie Foy, erwachsen Jessica Chastain) und Tom (Timothée Chalamet und Casey Affleck).
Mit der Rückkehr des124 Jahre alten Cooper erst in sein Wohnzimmer, dann in ein Krankenhaus hat Regisseur Nolan eine hollywoodreife Varieté-Lösung gefunden. Der Dystopie sei Dank. Unterwegs gab es immer wieder nachvollziehbare Passagen neben total abgespaceten Stellen. Nach fast drei Stunden sind die Zuschauer ganz schön geschlaucht.

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-37007 Wed, 19 Nov 2014 11:44:35 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-37007 Als Antwort auf Breakout.

Da hast du sicher recht. Und versteh mich nicht falsch: Ich hab bei der Vorstellung teilweise auch nur noch mit den Augen gerollt. Aber Nolan will bei aller suggerierter Ernsthaftigkeit letztendlich doch nur die Massen unterhalten. Was ja auch legitim ist. Und da stellt sich eben schon die Frage, hätte der Kinobesucher das überhaupt gewollt, einen wirklich realistischen Film über Reisen im All? Wäre das nicht viel zu langweilig? Wenn ich sehe, wie schlecht Europa Report oder Zero Gravity bei einem größeren Publikum ankommen, habe ich meine Zweifel, dass das wirklich funktioniert hätte.

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-37006 Wed, 19 Nov 2014 11:28:45 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-37006 In dieser Hinsicht war sicherlich auch die Beteiligung des Physikers Kip Thorne, von der man oft lesen konnte, irreführend. Zumindest suggerierte das doch eine relativ strikte Berücksichtigung physikalischer Gesetze.

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-36971 Mon, 17 Nov 2014 15:08:03 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-36971 Möglich, dass wir da einfach mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen rangegangen sind. Ich hatte mich vorher über so ziemlich jeden Nolan-Film, egal ob nun „The Prestige“, die Batman-Filme oder „Inception“ aufgeregt. Als ich dann hörte, dass er einen Film über interstellare Reisen mit Hilfe eines Wurmloches dreht, stand für mich von vornherein fest, dass das nur kompletter Unsinn werden kann. Und war dann eben positiv überrascht, als ich mich während der drei Stunden überhaupt nicht gelangweilt habe.

Meine Schmerzgrenze war erreicht, als – Achtung Spoiler – Liebe Zeit und Raum verändert. Da war es bei mir aus. Aber das war eben erst ganz zum Schluss, deswegen konnte ich darüber und die vorherigen Dümmlichkeiten gut hinwegsehen. Und auch darüber, dass der Twist mal wieder schon zur Mitte des Film verraten wurde.

Was mich vielmehr schockiert hat, waren die vielen Rezensionen, die von intelligenter Handlung gesprochen haben. Und davon, wie sehr der Film zum Denken anregt. Da will ich gar nicht wissen, was die sich sonst so anschauen, wenn sie „Interstellar“ als Positivbeispiel erwähnen.

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-36967 Mon, 17 Nov 2014 13:10:11 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-36967 Achtung, hier spoilert es gleich…

Nun war ich gestern auch endlich im Kino, seit langer Zeit mal wieder. Tatsächlich hat sich der Besuch auch gelohnt, ich muss mich manchen Kritikpunkten aber anschließen. Zwar sollte es von vorneherein klar sein, dass Nolan mit seinem Film keine 1+ in Physik bekommt, da er schließlich noch immer Filmemacher und kein Naturwissenschaftler ist. Trotzdem war ich wie Simon am Anfang angetan von der Stille im All, den doch kaum futuristisch anmutenden und eher an unsere aktuellen Raumschiffe erinnernden Außenaufnahmen von Coopers Schiff sowie einigen anderen Aspekten. Ein Wurmloch zu durchfliegen gehört bei mir zum völlig akzeptablen Bereich ebenso wie die Tatsache, dass Cooper zufällig die Raketenbasis findet und gleich am nächsten Tag in den Pilotensessel steigen darf, und so hatte ich bis zum letzten Drittel auch großen Spaß am Film. Danach wurde allerdings eine – sicherlich meine ganz persönliche – Grenze überschritten und man hätte mich die meiste Zeit wohl mit ungläubigem Blick im Kinosessel gesehen, hätte man sich von der nach wie vor fesselnden Handlung auf der Leinwand abwenden können. Da fallen Menschen in Wurmlöcher und kommunizieren dann mit ihren Töchtern in der Vergangenheit mittels aus dem Regal gestoßener Bücher? Echt? Irgendwo ist bei mir die Grenze überschritten, auch wenn ich nicht genau sagen kann ab wann sie das genau ist. Mir persönlich war das einfach zuviel. Deswegen hatte ich, um auf Oliver zu antworten, trotzdem Spaß, aber „nicht zu viel drüber nachdenken“ ist leichter gesagt als getan. Zumindest geht’s mir so. Handlung und Logik kann man in meinen Augen doch nicht ohne Rücksicht vernachlässigen ganz wie man möchte, nur um Ästhetik, Spannung und Aussage zu pushen. Über ein bisschen mehr Ausgewogenheit hätte ich mich daher gefreut.
Apropos Freude, die Roboter waren natürlich großartig!

P.S. Danke für eine Rezension, die ohne den Vergleich zu 2001: Odyssee im Weltraum auskommt.

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Von: Oliver Armknecht https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-36901 Fri, 14 Nov 2014 07:32:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-36901 Als Antwort auf Simon.

Deswegen hatte ich in meiner Rezension auch geschrieben: „Wer auch nur ansatzweise mit dem Anspruch den Kinosaal betritt, wirklich intelligent unterhalten zu werden oder eine plausible Geschichte zu hören, sollte sich das Geld fürs Ticket sparen.“

Der Film macht Spaß, wenn man nicht zu viel drüber nachdenkt. Und ganz ehrlich, ist das nicht bei jedem Nolan-Film so? Handlung und Dialoge waren noch nie seine Stärke. Ich verstehe deshalb nicht, warum die Leute sich bei „Interstellar“ plötzlich darüber aufregen.

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Von: Simon https://www.film-rezensionen.de/2014/11/interstellar/comment-page-1/#comment-36896 Fri, 14 Nov 2014 02:44:21 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=20265#comment-36896 Zu Beginn war ich amüsiert, da die Tatsache eingehalten wurde, dass es im Weltraum keinen Schall gibt und somit der Zuschauer in den Weltraumszenen nichts hört. Ich freute mich über die Kombination von Scifi und den Versuch Scifi möglichst an die Physik anzulehnen.

… aber dann…

Nichts für ungut, aber wenn man schon keine Ahnung von Physik hat, dann kann man auch unsinnige Dialoge über Physik weglassen!
(- Reise durch ein Wurmloch hat zeitlich keine Auswirkungen, hingegen das Landen auf fremden Planeten fällt umso mehr ins Gewicht, oder eben in die Zeit. Wegen starker Gravitation entspricht 1h auf fremden Planeten 7 J. auf Erde
Die Schwerkraft auf dem Planeten ist 30% stärker i.V. zur Erde und trotzdem gibt es 200m hohe Monsterwellen).
… einfach nur schwachmatisch!
Technisch ist der Film sehr gut umgesetzt. Der Film sieht richtig realistisch aus und die Szenen im Weltraum / an Bord des Raumschaffs lassen ein Scifi-Herz höher schlagen, da sie gut in Aktion gesetzt wurden.

Wenn du den Film „Instellar“ schaust, bekommst du eine dümmliche Handlung und sinnlose Gespräche, dafür aber ein Augenschmaus in bildlicher Umsetzung.

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