(„The Revenant“ directed by D. Kerry Prior, 2010)

Als der Soldat Bart Gregory (David Anders) in einem kriegerischen Hinterhalt ums Leben kommt, erwacht er wenige Tage später in seinem eigenen, kalten Grab. Auf unerklärliche Weise ist er noch am Leben und lediglich sein Aussehen hat ein wenig gelitten. Als wandelnder Toter macht er sich auf den Weg zu seinem besten Kumpel Joey (Chris Wylde), um gemeinsam mit ihm auf Verbrecherjagd zu gehen. Dies geschieht nicht etwa aus Nächstenliebe, nein, Bart braucht frisches Blut um seiner Verwesung Einhalt zu gebieten. Als durch einen unglücklichen Zwischenfall auch Joey zum Zombie wird, fangen die beiden an ihre Rolle als Medienrächer etwas zu ernst zu nehmen und morgen ohne wenn und aber.

Bei dieser ungewöhnlichen Komödie handelt es sich um einen Zombie-Buddy-Streifen a la Shaun of the Dead, welcher mit seinem Vorbild leider nicht ganz mithalten kann. Nichts desto trotz versteht es der Film, den Zuschauer gut zu unterhalten und durch überraschende Wendungen bei Laune zu halten. Denn neben den gut ausgewählten Soundtracks und den zugegeben ordentlichen Darstellern, taucht Untote wie wir leider einige Male in überflüssige Längen ein, und steht sich somit selbst im Weg.

Vollkommen zu Recht trägt die DVD-Hülle dabei ein FSK 18 Symbol, denn die Gewaltdarstellungen sind nicht immer etwas für Zimperliche. Auch der Ekelfaktor spielt hier eine große Rolle, so sind hier die Untoten keine Unbekannten mordenden Bestien, viel mehr steigt man umgekehrt hinter deren Psyche und die normalsterblichen Opfer werden zu geistlosen Hüllen, doch auch wenn man die Jungs nach einiger Zeit ins Herz geschlossen hat, die Eigenschaft der Blutrünstigen Killer steht auch bei ihnen im Vordergrund.

Da die Story nichts grundlegend Neues in der Filmewelt ist, kann man trotz guter Einfälle die eine oder andere Reaktion oder Handlung voraussehen, aber in keinem Fall das Ende richtig vorhersagen. Hier hat D. Kerry Prior sich einmal an überhaupt keine „Richtlinien“ oder „Filmgesetze“ gehalten, sondern einfach dem verrückten Geist seine Freiheit gelassen, was ich als äußerst amüsant und abwechslungsreich empfunden habe. Warum muss denn auch bei einem Zombiestreifen immer die gesamte Menschheit aussterben, oder eine „Seuche“ in den Griff zu bekommen sein, wenn es doch so viele Möglichkeiten gibt.

Untote wie wir erscheint am 19. Januar auf Blu Ray und DVD

Untote wie wir – Man ist so tot wie man sich fühlt
3.8 (76%) 5 Artikel bewerten

Untote wie wir - Man ist so tot wie man sich fühlt
Interessante Abwechslung zur grauen Horrorwelt, gespickt mit schwarzem Humor, coolen Sprüchen und leider der einen oder anderen faden Minute. Man kann ruhig mal einen Blick in die Welt der beiden bestfriend Zombies Bart und Joey werfen und sich ordentlich wundern.
6von 10

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