Kommentare zu: Weiße Nächte https://www.film-rezensionen.de/2011/10/weise-nachte/ Popcornkino und Independent Sat, 03 Jan 2015 19:54:40 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2011/10/weise-nachte/comment-page-1/#comment-13401 Thu, 03 Nov 2011 14:56:00 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=11080#comment-13401 Als Antwort auf F.Fröhner.

Na das ist doch mal super, wenn große Literatur großes Kino hervorruft!

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Von: F.Fröhner https://www.film-rezensionen.de/2011/10/weise-nachte/comment-page-1/#comment-13393 Wed, 02 Nov 2011 23:04:55 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=11080#comment-13393 Ich finde, dass man den Film kaum mit der (selbstredend großartigen) Vorlage vergleichen kann, da Visconti die Liebesgeschichte fokussiert und in einen völlig anderen zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext bettet. Hätte Visconti versucht, den philosophischen Gehalt der Vorlage in den Film einzuflechten, wäre er fraglos gescheitert.

Großes Kino!

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2011/10/weise-nachte/comment-page-1/#comment-13346 Sun, 30 Oct 2011 11:00:10 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=11080#comment-13346 Einer meiner liebsten Erzählungen , die ich zufällig entdeckt, seitdem mehrfach gelesen und vielfach verschenkt habe, ist Dostojewskijs Weiße Nächte. Für mich ist Weiße Nächte das Kunstwerk, das die bitter-süße und tragisch-schöne Existenz des menschlichen Daseins in bester und schönster Form wiedergibt. Ich gestehe, dass ich sehr skeptisch bin, ob ein Film dieser Leistung Dostojewskijs gerecht werden kann, allerdings scheint der Streifen auf jeden Fall ein sehr guter Versuch gewesen zu sein.

Und zuweilen muß ich mich fragen: Wo sind denn deine Träume? Und ich schüttele den Kopf und sage: Wie schnell vergeht doch die Zeit! Und dann frage ich mich wieder: Was hast du mit deinen Jahren gemacht? Wo hast du deine beste Zeit begraben? Hast du gelebt oder nicht? Sieh nur, sag ich zu mir selbst, wie kalt es in der Welt wird! Noch einige Jahre, und dann kommt die traurigste Einsamkeit, kommt mit der Krücke das zitterige Alter, und mit ihnen Gram und Leid. Deine phantastische Welt wird verblassen, deine Träume werden absterben, verwelken und abfallen wie das gelbe Laub von den Ästen … Ach Nastenka! Es ist so traurig, allein, ganz allein zu bleiben und nicht einmal etwas zu haben, was man beweinen könnte, nichts, gar nichts! … Denn alles, was man verloren hat, war eigentlich nichts, eine absolute Null, ein Hirngespinst!

(Das ist allerdings eine weniger schöner Übersetzung als im kleinen Reclam-Büchlein.)

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