Kommentare zu: Die Faust im Nacken https://www.film-rezensionen.de/2011/05/die-faust-im-nacken/ Popcornkino und Independent Tue, 05 Nov 2024 12:40:44 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Leon https://www.film-rezensionen.de/2011/05/die-faust-im-nacken/comment-page-1/#comment-1417552 Tue, 05 Nov 2024 12:40:44 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=9728#comment-1417552 Kürzlich hörte ich, dass ursprünglich nicht dieser Film, sondern eine Doku über die Gewerkschaften in den USA geplant war. Zwei Jahre Recherchen im Milieu gingen dem voraus! Warum enstand dann doch keine Doku? Zeitgenossen sagten, dass das Gewerkschaftsmilieu und die Lage der Arbeiter sehr gut dargestellt worden seien. Warum also Film statt Doku? Vielleicht weil dieses üble, mafiöse Milieu im Film doch mehr etwas Fiktionales hat und man außerdem dem Publikum den revolutionären Pfaffen unterjubeln konnte. Warum bedürfen die Arbeiter im Film eines Pfaffen? Vermutlich, weil in den USA ein antikommunistisches Hexenjagdmilieu herrschte. In solch einem Milieu kann es kaum sein, dass die Arbeiter in einem Film überhaupt irgendwelche eigenen Organisationen oder gar Parteiführer haben…
Jut. Damit sind wir bei der Aktualität. Waren die Gewerkschaften damals verkommen, sind sie heute nun Teil des Staatsapparates. Die Gewerkschaften bezeichnete jemand kürzlich als meine „NATO im Inland“. Sagte das Biden oder Trump? Zu Beiden passt es – was uns auch zu denken geben darf. Sie sind sich näher als man oberflächlich gesehen glaubt. Obama sprach vom „intramural scrimmage“ bezüglich des Verhältnisses der Demokraten und Republikaner.
Ich denke es war damals sehr mutig solche einen Film zu machen und es war eine schlechte Notlösung die Kirche da mit hineinzurühren. Dennoch ist das Anliegen des Films aktuell und das damalige Problem ist nicht historische Vergangenheit.
Der Film machte Marlon Brando weltweit zum Star. Soviel zu der Wirkung des Films und den Oskars, die der Kritiker (Stephan Eicke) nicht nachvollziehen kann. Es ist immer schwierig rückblickend so etwas nach Jahren nachzuempfinden. Mit der Musik und Malerei ist da ja ebenso. Uraufführungen von Theaterstücken und Musik, die „damals“ einen Skandal auslösten sind heute für uns ganz normale Stücke.

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