Kommentare zu: Inception https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/ Popcornkino und Independent Tue, 26 Jul 2022 08:29:50 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-974318 Tue, 26 Jul 2022 08:29:50 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-974318 Vorsicht Spoiler!

Nach einer Eingewöhnungsphase kann man ahnen, dass es um Gedankenklau geht. Man muss wissen, dass der Traum die Wirklichkeit ist und umgekehrt. Manchmal kann der Traum aber auch eine Erinnerung sein, werden wir vom Azubi Ariadne (sic!) (Ellen Page) belehrt. Es ist ja auch ganz einfach, sich schlafend in die Gedanken des Träumenden einzuloggen und ihn zu beeinflussen. Um es noch einfacher zu machen, kommt es dann zu einem Traum im Traum (Dream sharing). Das ist das Geschäft von Leonardo DiCaprio und seiner Frau Marion Cotillard.
Das liefert ausgiebigen Spielraum für virtuelle Bilder: mit Spiegelungen und sich optisch aufrollenden Wolkenkratzern. Riesenballereien und Verfolgungsjagden wechseln sich mit endlos langen, erläuternden Gesprächen ab. Regie und Drehbuch waren sich wohl nicht sicher, ob ihr kruder Sci-Fi-Mix verstanden wird. Dafür sind die Szenen in der Schwerelosigkeit Komik-Kracher. Entschädigen tun uns die Cameos von Michael Caine, Tom Berenger oder † Pete Postlethwaite. Denn wer die Guten und wer die Bösen sind, bleibt etwas vage. Lediglich der familiäre Aspekt von Leos Frau und Familie ragt als verständlicher Fels aus der Brandung. Das bildet zwar angeblich den Motor für Leos Aktionen, hat aber inhaltlich damit so viel zu tun wie Apfel mit Apfelsine. Das Ganze ist doch nur eine Projektion des Unterbewusstseins! Ah ja! Bei dieser vagen Gemengelage ist es dann das einfachste, wenn am Ende alles auseinanderfliegt und sich in seine Bestandteile auflöst. Nur Leo kehrt gesund und munter endlich nach Hause zurück. Da hatte ich noch die Auferstehung seiner toten Frau erwartet. Das ist Edeltrash!

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Von: Cody https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-11376 Mon, 23 May 2011 14:03:20 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-11376 Der Film ist sehr gut gemacht!!

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Von: movie-struck https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-9230 Sun, 12 Dec 2010 11:24:01 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-9230 Auch ich habe es endlich geschafft mir den Film auszuleihen und muss sagen, gar nicht übel.
Eins ist klar: Langweilig wird es bei Inception nicht, denn ständig ist man auf der Hut um kein wichtiges Detail oder Wörtchen zu verpassen. Wo ich Candide recht geben muss, sind die zu klar strukturierten und ordentlichen Traumsequenzen. Ohne diese klare Linie, wäre zumindest die Theorie, dass der gesamte Film ein Traum sei hinfällig, denn theoretisch müsste man dass dann ja klr differenzieren können. Aber immerhin ist es absolut beeindruckend, was hinsichtlich des möglichen Endes gemunkelt wird. Wie kann uns der Regisseur nur so im Dunkeln lassen? Eine Frechheit, die wirklich klasse inszeniert ist.

Zu Zeiten Titanics hielt ich DiCaprio immer für einen kleinen überheblichen Bubi, der immer in diesen Schnulzerollen feststecken wird. Aber ich muss mich korrigieren, denn heutzutage steckt er in wahnsinnig cleveren Blockbustern fest, bzw. in Träumen fest.

Gratulation & ein Dankeschön an Christopher Nolan, der mich gerade mit dem neuen Batman vollkommen überzeugen konnte!

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-8837 Mon, 01 Nov 2010 10:37:57 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-8837 Endlich auch gesehen aber ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht. Natürlich ist Inception ein absolut sehenswerter Film und mitunter einer der besten den dieses magere Kinojahr bisher zu bieten hatte, aber so bahnbrechend war das Ganze dann wohl doch nicht wie manche glauben machen möchten.

Die Grundidee bietet dermaßen viel Spielraum und die einzigen Grenzen werden durch die eigene Phantasie gesetzt, doch Nolan entpuppt letztendlich als das was er wirklich ist: ein Blockbuster-Filmemacher.
So übertreibt man es z.B. im Schlussdrittel leider zu viel mit der Action anstatt die wahnsinnig geile Winterlandschaft besser auszunutzen, damit herum zuspielen, kurz gesagt das Potential eines Traums auszuschöpfen. Überhaupt wirkten mir die Träume hier zu „realistisch“, zu wenig sprunghaft, zu linear.

Di Caprio und Page konnten mich überzeugen, ebenso wie Musik von Zimmer (die sich erstaunlicherweise sehr zurückhält und erst im Abspann widerlich pathetisch wird). Die oft angebrochene Diskussion über die innere Logik des Films möchte ich mal außen vor lassen, allerdings bin ich der Meinung Nolan bietet hier ebenfalls genügend Angriffsfläche.

Werde ihn mir wohl nochmals im Heimkino als BD anschauen, man möchte ja schließlich das Weihnachtsgeschäft nutzen 😉

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-7642 Wed, 11 Aug 2010 21:23:30 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-7642 Also ich finde mit The Dark Knight kann Inception überhaupt nicht in einem Atemzug genannnt werden. Einzig allein vielleicht die Filmmusik und einige Kamerafahrten erinnert daran.

Mich hat die Psychoshow sehr an Memento erinnert, in dem es Nolan ja auch um Gedankengebäude ging die der Hauptcharrakter erschaffen hat um aus der Realität zu erfliehen. Es ging auch um Schuld, Tod, Liebe und Abschied UND ebenso war der Schluß offen und ließ einen unbefriedigten, gedankenschwangeren Zuseher zurück.

Meiner Meinung nach wird der Film zu sehr gehyped, wobei ich vielleicht durchaus noch mal ins Kino gehn werde um alles einwandfrei mitzubekommen. Denn Eines hat Nolan schon drauf: Man weis nicht ob man verärgert sein oder sich lieber freuen soll verwirrt worden zu sein.
Wenn ein Hauptkriterium für „Großes Kino“ ist, dass es die Phantasie anregen soll, dann gehört Inception auf jeden Fall dazu.

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Von: Ijon Tichy https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-7630 Wed, 11 Aug 2010 11:19:28 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-7630 @ C.H. „Was mich nur ein wenig stört ist, dass – und das ist weniger auf deine Kritik gemünzt als genereller Eindruck – fast jede Kritik diese “Erlöser Nolan, der das Blockbusterkino befreit hat”-Metapher benutzt, und dann dabei stehen bleibt.“

Ah, okay ich sehe dir geht es um die Nolan-Rezeption 🙂 Darin kann ich dir nur beipflichten. Zur guten Filmkritiken gehört natürlich mehr dazu, da hast du vollkommen recht!

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Von: Dos Corazones https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-7628 Wed, 11 Aug 2010 11:04:11 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-7628 Ich habe ja auch bereits geschrieben, dass der Film zumindest zu den besten des Jahres gehören wird. Die Erzählstruktur birgt eine enorme Spannung mit sich, was Nolan nahezu perfekt beherrscht: Den Zuschauer am Ball halten, auch wenn es etwas wirrer wird – das ist schon eine bemerkenswerte Leistung.

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Von: C.H. https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-7624 Wed, 11 Aug 2010 08:55:28 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-7624 Warum sollte man Lynch und Nolan auf rein filmtechnischer Ebene nicht miteinander vergleichen dürfen, frage ich mich? Was natürlich völlig richtig ist: Lynch ist kein „Blockbusterregisseur“ – und das meinte ich auch damit, dass es ihm wahrscheinlich egal ist, wenn die Filme aus seinen Filmen wieder herausrennen… 😉 Wenn es aber um die Darstellung von Träumen in Filmen geht, dann ist ein Vergleich sehr wohl zulässig, und Nolan muss sich diesbezüglich auch mit Arthaus-Kino messen lassen.

PS: Man (bzw. du) darfst du „Inception“ gerne als Meisterwerk bezeichnen. Dafür gäbe es gute Gründe. Was mich nur ein wenig stört ist, dass – und das ist weniger auf deine Kritik gemünzt als genereller Eindruck – fast jede Kritik diese „Erlöser Nolan, der das Blockbusterkino befreit hat“-Metapher benutzt, und dann dabei stehen bleibt.

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Von: Ijon Tichy https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-7620 Wed, 11 Aug 2010 07:15:18 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-7620 @Candide:
zur Überbrückung ein Inception-Comic (The Cobol-Job) 🙂
http://movies.yahoo.com/feature/inception-comic.html

@ C.H.:
„Eigentlich ist es traurig genug, dass dieser Film nun als die ach so zu rühmende Ausnahme empor gehalten wird.“

Nun ist es im Blockbuster-Bereich leider nunmal flach. Und da stellt Inception sehr wohl eine große Ausnahme dar. Lynch ist alles – nur kein Blockbuster-Regiesseur und von daher ein Vergleich mit ihm unzulässig. Man kann ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen 😉

„Eigentlich sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein, und wie der Film nun zeigt, ist dies mitnichten per se ein Kassengift.“

Da hast du natürlich Recht 😉 Die Realität ist (und wird) aber leider umgekehrt sein. Und dass Inception kein Kassengift ist, liegt an DiCaprio, der als Publikumsmagnet auch die Zahnspangen- und Teenie-Fraktion ins Kino lockt – die übrigens z.T. tatsächlich wieder aus dem Kino geht, aber dann ist das Kinoticket ja wieder gelöst worden.

„Nun ist die Frau Cotillard aber kein Neuling mehr.“
Das war missverständlich. Damit meinte ich, dass sie ein Neuling im Nolan-Cast darstellt.

Natürlich ist der Film kein makelloses Meisterwerk (vgl. meine Kritik an der Musik). Er stellt aber innerhalb des Mainstream-Kinos (wie ich mehrfach betont hatte) eine perfekte Symbiose aus Kunst und Kommerz da.

Dass es dagegen zahlreiche bessere Filme aus dem reinrassigen Autoren- und Kunstkino gibt ist natürlich zweifellos. Sieht man sich dagegen mal die aktuellen Teaser zu den kommenden (oder laufenden) Blockbusterfilmen mal an, wird einem Angst und Bange – das ist alles austauschbar und so daneben, dass alles zu spät ist.

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Von: C.H. https://www.film-rezensionen.de/2010/08/inception/comment-page-1/#comment-7616 Wed, 11 Aug 2010 04:42:30 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5765#comment-7616 Trotzdem erschafft Nolan ein bis dato ungekannte ausgeklügelte Darstellung des Themas.

Da möchte ich aber dafinitiv ein Veto einlegen. Ich bin der Meinung das ein David Lynch mit seiner expressionistischen und surrealen Bildsprache da um einiges weiter ist. Aber der muss sich ja auch nicht darum kümmern, ob die Leute aus seinen Filmen in Scharen wieder rausrennen oder eben nicht. Ansonsten tu ich mich ein bißchen schwer damit „Inception“ ausgerechnet für seine ausgeklügelte Handlung zu loben. Ich habe es bei Flo ja schon anklingen lassen: Eigentlich ist es traurig genug, dass dieser Film nun als die ach so zu rühmende Ausnahme empor gehalten wird. Eigentlich sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein, und wie der Film nun zeigt, ist dies mitnichten per se ein Kassengift. Aber wie dem auch sei, welche Gründe man auch anführen mag: Inception ist ein toller Film; da sind wir uns völlig einig. Außerdem ist es schön Ken Watabane mal wieder auf der Leinwand zu sehen.

überrascht bei den Neulingen vor allem Cotillard

Nun ist die Frau Cotillard aber kein Neuling mehr. Spätestens seit „La vie en rose“ ist die Frau ja nun in aller Munde, und selbst im desaströsen „Public Enemies“ war sie die einzige Lichtgestalt.

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