Kommentare zu: Kick-Ass https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/ Popcornkino und Independent Tue, 19 May 2020 19:43:45 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-8663 Wed, 13 Oct 2010 17:45:33 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-8663 Ok, jetzt haben wir uns verstanden wo der Schuh drück und so gesehen hast Du natürlich Recht, auch wenn ich mich immer noch verteidigend sagen muss, dass ich in der Besprechung auch andersweitig Kritik angebracht habe:

Millars Charaktere, die ein alteingesessenes Genre parodieren sollen, wirken zwar erfrischend die Story selbst weist allerdings so ihre Schwächen auf. So ergeht es „Kick-Ass“ sehr ähnlich wie „Wanted“ und endet als Aneinanderreihung von Mal mehr Mal weniger coolen Szenen bei denen man allerdings am Schluss nicht genau weiß was man davon halten soll. Gesellschaftliche Probleme denen niemand entgegensteht oder etwa die Web 2.0-Generation dessen Leben sich nur noch im Netz abspielt werden zwar offensichtlich angesprochen aber nicht zur Genüge verfolgt.

Zum Thema Comic-Pro: Besser so 😉

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-8650 Tue, 12 Oct 2010 16:34:10 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-8650 Als Antwort auf Candide.

Was ich damit sagen wollte war nichts anderes, als dass mir persönlich Millar bei anderen Thematiken besser gefällt, that’s it.

Eben nicht. Das ist mein Punkt, du trennst das persönliche Empfinden nicht von der Schublade in der du Millar sehn möchtest. Denn du schreibst weiter:

Mark Millar gehört nicht mehr zur klassischen British Invasion die die amerikanischen (Superhelden)comics quasi neu erfunden hat, […] Nun allerdings scheint er das Pulver irgendwie verschossen zu haben, deswegen auch meine Kritik an seine Werke.

Weswegen jetzt? Weil es dir persönlich nicht gefällt oder weil er nicht mehr zu Britsh Invasion gezählt werden kann?

Ein Gleichnis vom Musik-Sektor macht meinen Einwand vielleicht deutlicher:
Die Deftones sind immer noch eine Band die offenbar Spaß am spielen haben, trotz des tragischen Unfalls von Chi Cheng (andere Bands hätten sich vielleicht aufgelöst). Um die Jahrtausendwende wurden sie als „Nu Metal“ Band gehyped und von ihrem bisher erfolgreichsten Album „White Pony“ wurde der (unkommerzielle) Song „Elite“ sogar mit einem Metal-Grammy geehrt.
Mit jedem weiteren Album veränderten sie ihren Stil, fast jeder Member hat ein Side-Project am laufen, Chino Moreno behaupter sogar, dass er bei „Team Sleep“ seinen eigenen Ideen mehr Raum geben kann. Da du Band selbst magst, weist du wahrscheinlich wie irrational es wäre die Band heute noch in die Nu-Metal Schublade pressen zu wollen.

Für mich gibts bei Deftones als auch bei Kick-Ass nur eine Kritik die wirklich zählt: Der Stil gefällt mir nicht, weil [eigene Präferenz einsetzen] …

Alles andere verzerrt total das Bild. Du würdest ja auch nicht über „Eyes Wide Shut“ schreiben, dass der Film im Vergleich zu „Clockwork Orange“ oder „Full Metal Jacket“ zu wenig Gesellschaftskritik beinhaltet. Sondern du würdest vermutlich damit übereinstimmen, dass Kubrick hier ein Thema aufgreift, dass ihn schon seit seiner frühesten Karriere interessiert hat (und es genial umsetzt). Warum also nicht bei Mark Millar?

Zum Thema Comic-Pro: Kein Kommentar mehr 😉

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-8643 Mon, 11 Oct 2010 21:14:41 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-8643 Als Antwort auf Parker.

Ich weis nicht ob du das Bonusmaterial über die Entstehung des Comics gesehn hast, aber darin kommt eindeutig raus, dass der Mann ein totaler Nerd ist und quasi von Jugend an seine Hero-Phantasien hat.

Hab ich leider nicht gesehen, war damals im Kino, die BD werde ich mir aber vielleicht mal holen.

Vielleicht sprechen wir hier ganz aneinander vorbei, ich verstehe nämlich Deinen Einwand nicht so ganz. Was ich damit sagen wollte war nichts anderes, als dass mir persönlich Millar bei anderen Thematiken besser gefällt, that’s it.
Mark Millar gehört nicht mehr zur klassischen British Invasion die die amerikanischen (Superhelden)comics quasi neu erfunden hat, sondern gehört bereits einer neueren Generation an, die dafür verantwortlich war, dass der Comicsektor der Ende der Neunziger quasi Pleite war, wieder ordentlichen Zuwachs verzeichnen konnte, nicht zuletzt aufgrund der „reiferen“ Inhalte. Nun allerdings scheint er das Pulver irgendwie verschossen zu haben, deswegen auch meine Kritik an seine Werke.

Allerdings muss ich sogleich auch zugeben vor kurzem dann doch wieder die verpassten Ausgaben seines Ultimate Universe-Relaunch Avengers nachbestellt zu haben und meine Freude daran zu haben. Nach vier Ausgaben, ist es allerdings noch etwas früh um wirklich Schlüsse ziehen zu können, bisher gefällt es jedenfalls.

Was übrigens die Verfilmung der Rächer angeht, kann ich Dir nur teilweise beipflichten. Natürlich reagiert ein US-Publikum anders als die Leute vom alten Kontinent, allerdings muss selbst ich als mehrmaliger Verfechter der Adaptionen zugeben, dass die Bilder zum anstehenden Thor einfach nur Scheiße aussehen, der Trailer macht zum Glück da einiges weg (auch wenn er so gut wie alles rausholt was der Film wohl schlussendlich zu bieten haben wird). Da kann ich mir schon eher den Captain America Flick vorstellen, aber sprechen wir darüber wenn es soweit ist 😉

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-8641 Mon, 11 Oct 2010 20:35:57 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-8641 Als Antwort auf Candide.

Finde ich nicht, denn schließlich hat der Brite (bei mir) vor allem mit dieser Art von Comics gepunktet und sich einen Namen verschafft.Wanted oder auch Kick-Ass wirken da leider einfach zu konventionell, wenn auch doch sehr unterhaltsam.  

Ich weis nicht ob du das Bonusmaterial über die Entstehung des Comics gesehn hast, aber darin kommt eindeutig raus, dass der Mann ein totaler Nerd ist und quasi von Jugend an seine Hero-Phantasien hat. Ich empfinde deshalb Kick-Ass als absolut authentischen Film. Kick-Ass ist einfach „Back to the Roots“, als der junge Mark noch davon geträumt hat die bösen Jungs in seinem Kaff zu vermöbeln. Weg von Politik, Parallel-Universen und zu verschachtelten Storys, die wie man bei Watchmen gesehn hat den durchnittlichen Kino-Gänger überfordern.

Ich hab auch schon gehört, dass Marvel sich deshalb so viel Zeit mit dem Rächer-Movie lässt weil befürchtet wird, dass es (vor allem in Europa wo fast keiner Thor und Capain Amerika kennt) floppen wird.

P.S.: Im Gegensatz zum normalen Filmliebhaber bist du ein Comic-Profi. Ich kenne ausser dir nur eine Person die Ansatzweise so viele Comics hat bzw. so gut im Marvel-Universum bescheid weis.

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-8638 Mon, 11 Oct 2010 15:59:36 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-8638 Als Antwort auf Parker.

Candide: Ich glaube du bist durch deine Perspektive als Comic-Profi zu voreingenommen

Ich würde mich zwar selbst nicht als Profi bezeichnen, aber hier war ich sicherlich mit gewissen Vorkenntnissen „belastet“, ja.

Mark Millar hat mit Kick-Ass offenbar seine eigenen Jungendfantasien (er sprach selbst von 15+) umgesetzt, von daher ist Candides Kritik zur “Abkehr” von politischen Inhalten ein wenig fehl am Platz

Finde ich nicht, denn schließlich hat der Brite (bei mir) vor allem mit dieser Art von Comics gepunktet und sich einen Namen verschafft. Wanted oder auch Kick-Ass wirken da leider einfach zu konventionell, wenn auch doch sehr unterhaltsam.

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-8637 Mon, 11 Oct 2010 08:07:57 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-8637 Gestern ausgeliehen und gesehn und muss sagen, dass ich begeistert war (@ Candide: Ich glaube du bist durch deine Perspektive als Comic-Profi zu voreingenommen).
In den Gewaltszenen hab ich (und meine Frau die Gemetzel sonst nur toleriert) herzhaft gelacht. Die Szene in der Hit-Girl das erste mal aus dem Nichts auftaucht und die Dealer abschlachtet fand ich von der Komik durchaus mit Tarantino vergleichbar.

Der Plot war sehr gekonnt umgesetzt (kenne das Comic allerdings nicht).
Bei Defendor stand die Psyche des Anti-Heros im Vordergrund und die „Was-Wäre-Wenn“ Frage wurde so realisisch wie möglich behandelt.
Bei Kick-Ass wurde auf Realismus komplett verzichtet und von Anfang an war klar, dass es ein humorvoller Actioner wird. Dabei wirkte die Story nie lächerlich. Der Grad der Selbstironie blieb aber stehts so hoch, dass man nicht auf die Idee kam die Sache zu ernst zu nehmen.

Die Anleihen an US-Teen-Comedy hätten für meinen Geschmack auch weniger sein können, aber die Hauptzielgruppe (männlich, 14-20) wurde mit Sicherheit voll gefroffen, was auch ok ist.

Den Soundtrack fand ich übrigens auch sehr passend. Das Bonusmaterial gaben interessante Einblicke in die Enstehung des Comics und in die Gedankenwelt der Künstler. Mark Millar hat mit Kick-Ass offenbar seine eigenen Jungendfantasien (er sprach selbst von 15+) umgesetzt, von daher ist Candides Kritik zur „Abkehr“ von politischen Inhalten ein wenig fehl am Platz.

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-5182 Wed, 05 May 2010 16:11:56 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-5182 Enorme Abweichungen? Finde der Film hat den Kern durchaus getroffen, aber wie gesagt ich habe nur die ersten Hälfte gelesen.

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Von: Flibbo https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-5163 Tue, 04 May 2010 23:09:59 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-5163 Die Abweichungen vom Comic sind enorm, waren meiner Meinung nach aber eine gute Entscheidung. „Kick Ass“ kicks ass, dabei ist der Film sogar die nettere Version des Stoffs.

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-5136 Mon, 03 May 2010 08:46:06 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-5136 Als Antwort auf Dos Corazones.

Meiner Meinung nach sind die “cool wirkenden Elemente” aber auch tatsächlich cool.

Teilweise sicher, allerdings würde ich nicht sagen dass das Comic weniger cool ist nur weil es nicht fünf Seiten benötigt um einen Fight wiederzugeben, der Film hingegen hat dies bitte nötig um über die Runden zu kommen.

Übrigens, was ich ganz vergessen hatte: der Soundtrack war zwar ganz ok und oft auch stimmig aber schlussendlich bei weitem nicht so überragend wie dies gerne andere Kollegen aus der Blogosphäre sehen.

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Von: Dos Corazones https://www.film-rezensionen.de/2010/05/kick-ass/comment-page-1/#comment-5116 Sun, 02 May 2010 12:09:31 +0000 https://www.film-rezensionen.de/?p=5305#comment-5116 Meiner Meinung nach sind die „cool wirkenden Elemente“ aber auch tatsächlich cool. Schade ist es allerdings, dass die anfangs noch recht ausführlich vorgestellte Problematik, dass Menschen eher wegschauen als helfen, nach dem Auftreten von Hit Girl und Big Daddy aus den Köpfen gebrannt wird. Dafür stimmen Humor und Action.

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