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	Kommentare zu: Public Enemy No. 1 – Todestrieb	</title>
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		<title>
		Von: Erich Fischer		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Erich Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 May 2022 12:08:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Selten einen Film gesehen wie dieses Psychopathen-Biopic, wo mir fast sämtliche Personen unsympathisch und mir daher auch deren Schicksal egal war. Lediglich um die diversen Geiseln habe ich mich in unterschiedlichem Ausmaß und um den angeschossenen kleinen Hund wirklich sehr gesorgt. Daher war der technisch und schauspielerisch zweifellos sehr gut gemachte endlos lange Zweiteiler für mich trotz aller brutaler Action bald langweilig.
 
SPOILERALARM!
Auf Seiten des Staates ein &quot;Hochsicherheitsgefängnis&quot; mit einem besseren Schrebergartenzaun (warum nicht unter Strom?), Justizwachebeamte, die nicht das beliebte Waffenversteck Klospülkasten kontrollieren, eine Unzahl patscherter, unter Gefährdung von Passanten dauernd danebenschiessender Polizisten, die nicht auf die Idee kommen, ein Fluchtfahrzeug mit Nagelketten zu stoppen (die sind allein in Österarm verboten, wo man daher keine andere Wahl hat, als Polizeiautos in Hillbilly-Manier querzustellen), das gehört fast schon in einen Louis de Funès-Film. Warum wurde Mesrine übrigens nur für einige seiner zahllosen Kapitalverbrechen angeklagt, bekam anfangs offenbar nur Bagatellstrafen (z.B. 18 Monate für einen Banküberfall) und lief immer wieder frei herum? Warum das riskante und juridisch fragwürdige Manöver der Polizei mit dem getarnten Lastwagen, man hätte den Kerl doch gleich bequem vor seinem Haustor erschiessen können, wenn man das vorhatte? Und alle auf den Rüpel hereinfallende Frauen von der Prostituierten bis zur Rechtsanwältin waren idiotisch unbedarft, lediglich Jeanne benutzte ihn gleichermaßen.

Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sowohl viele Zeitgenossen als auch die meisten Filmkritiker diesen ultrabrutalen, zwar bauernschlauen, aber letztenendes primitiven Gewaltverbrecher als charismatisch und interessant betrachten konnten, nur weil er ein verlogenes großes Maul hatte und durch Deppen und Korrupte begünstigt immer wieder fliehen konnte. Der langatmige Zweiteiler war verzichtbar, eine 45-Minuten-Doku hätte es auch getan. Muss man so einem Ungustl ein Denkmal setzen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten einen Film gesehen wie dieses Psychopathen-Biopic, wo mir fast sämtliche Personen unsympathisch und mir daher auch deren Schicksal egal war. Lediglich um die diversen Geiseln habe ich mich in unterschiedlichem Ausmaß und um den angeschossenen kleinen Hund wirklich sehr gesorgt. Daher war der technisch und schauspielerisch zweifellos sehr gut gemachte endlos lange Zweiteiler für mich trotz aller brutaler Action bald langweilig.</p>
<p>SPOILERALARM!<br />
Auf Seiten des Staates ein &#8222;Hochsicherheitsgefängnis&#8220; mit einem besseren Schrebergartenzaun (warum nicht unter Strom?), Justizwachebeamte, die nicht das beliebte Waffenversteck Klospülkasten kontrollieren, eine Unzahl patscherter, unter Gefährdung von Passanten dauernd danebenschiessender Polizisten, die nicht auf die Idee kommen, ein Fluchtfahrzeug mit Nagelketten zu stoppen (die sind allein in Österarm verboten, wo man daher keine andere Wahl hat, als Polizeiautos in Hillbilly-Manier querzustellen), das gehört fast schon in einen Louis de Funès-Film. Warum wurde Mesrine übrigens nur für einige seiner zahllosen Kapitalverbrechen angeklagt, bekam anfangs offenbar nur Bagatellstrafen (z.B. 18 Monate für einen Banküberfall) und lief immer wieder frei herum? Warum das riskante und juridisch fragwürdige Manöver der Polizei mit dem getarnten Lastwagen, man hätte den Kerl doch gleich bequem vor seinem Haustor erschiessen können, wenn man das vorhatte? Und alle auf den Rüpel hereinfallende Frauen von der Prostituierten bis zur Rechtsanwältin waren idiotisch unbedarft, lediglich Jeanne benutzte ihn gleichermaßen.</p>
<p>Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sowohl viele Zeitgenossen als auch die meisten Filmkritiker diesen ultrabrutalen, zwar bauernschlauen, aber letztenendes primitiven Gewaltverbrecher als charismatisch und interessant betrachten konnten, nur weil er ein verlogenes großes Maul hatte und durch Deppen und Korrupte begünstigt immer wieder fliehen konnte. Der langatmige Zweiteiler war verzichtbar, eine 45-Minuten-Doku hätte es auch getan. Muss man so einem Ungustl ein Denkmal setzen?</p>
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