Kommentare zu: Pans Labyrinth https://www.film-rezensionen.de/2007/10/pans-labyrinth/ Popcornkino und Independent Sat, 04 Jan 2020 14:14:19 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Lorenz Mutschlechner https://www.film-rezensionen.de/2007/10/pans-labyrinth/comment-page-1/#comment-724 Tue, 27 Jan 2009 16:38:08 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=499#comment-724 Ehrlich gesagt ist es mir damals nicht aufgefallen, nein.
Danke für diesen wertvollen Beitrag, der mein spärliches Review um vieles bereichert. Wenn ich endlich wieder mal Zeit finde, wird der Film bestimmt nochmals geguckt.

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2007/10/pans-labyrinth/comment-page-1/#comment-722 Tue, 27 Jan 2009 10:41:30 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=499#comment-722 Mittlerweile habe ich den Film bereits zweimal gesehen und beim letzten Mal fielen mir selbstverständlich mehr Aspekte auf als beim ersten Mal. Obwohl über diesen Film und seine Interpretationen schon sehr viel geschrieben wurde, muss ich eine Sache loswerden, die mir zu offensichtlich scheint, als dass sie Zufall sein könnte: Das Jesus-Pietà-Motiv am Ende des Films.

Wir erinnern uns: Ofelia, die zusammen mit ihrer Mutter Carmen zu Hauptmann Vidal fährt, ist nach Aussagen des Pans eine Prinzessin auf Erden. Um zurück zu kommen muss sie Aufgaben bestehen und am Ende des Films soll sie ihren kleinen Bruder opfern, denn es braucht Blut eines Unschuldigen, um von der Erde zurück in das Reich ihres wirklichen Vaters, des Königs, zu kommen.

Wenn wir bereits von Anfang an von der Entsprechung von Ofelia und Jesus ausgehen, wird klar, dass ihr Vater nie wirklich auftaucht. Lediglich ihre Mutter ist zu sehen.
Dann gibt es natürlich auch die Verheißung des Pans, Ofelia sei die Prinzessin, welche auf Erden sei. In einer anderen Welt warte ihr Vater, der König, auf sie.
Am eindrucksvollsten wird das Motiv aber am Ende des Films, denn sie entschließt sich dazu ihren Bruder nicht zu opfern und dafür auf eine Rückkehr zu verzichten. Schließlich jedoch wird sie von Hauptmann Vidal, der weltlichen Macht, erschossen. Ofelia, in einem weißen Kleid, fällt und mit ihr tropft Blut nach unten. Sie findet sich in einer großen Halle, die einer Kathetrale ähnelt, wieder, vor Ihr drei hohe Stühle, in der Mitte ihr Vater, der König. Dieser sagt: „You have spilled your own blood rather than that of an innocent.“ Ihre Mutter, die Königin, welche auf einem kleineren Stuhl neben dem König sitzt, fügt hinzu: „Come here with me and sit by your father’s side.“ Ein Stuhl neben dem König ist nämlich noch frei.
Schließlich, zurück in der Welt der Lebenden, erreicht Mercedes die sterbende Ofelia und beweint sie in einer ohne Zweifel als Pietà zu bezeichnenden Art und Weise.
Und zuletzt beschließt der Erzähler den Film damit, dass er von Ofelias weiterem Werdegang berichtet: dass sie mit Gerechtigkeit für viele Jahrhunderte regierte; dass sie von den Menschen geliebt wurde; und dass ihre Zeit auf Erden Spuren hinterlassen habe.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich dem im christlich geprägten Abendland die Parallelen mit dem biblischen Vorbild nicht weiter ausführen muss. Für mich ist der Zusammehang jedoch all zu ersichtlich.
Selbst wenn es keine 1:1-Entsprechung ist, denn die Heilige Dreifaltigkeit besteht nicht wie im Film aus Vater, Tochter und Mutter Maria, sondern aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Zu Letzterem ist zu bemerken, dass auch der Pan in der Gruppe der drei Stühle auftaucht. Die Rolle des Pan lässt sich womöglich mit dem Heiligen Geist vergleichen, denn einige der sog. Gaben des Heiligen Geistes lassen sich bei ihm erkennen: Rat, Prophetisches Reden, Weisheit, Wunderkräfte, etc. Und so weit wäre das auch gar nicht hergeholt, denn der Pan oder besser der Faun – el fauno – ist ja bereits ein mythologisches Wesen und somit nur einen Sprung vom Göttlichen entfernt.
Nagut, vielleicht fiel Euch das selbst schon auf und habt es keiner Erwähnung wert betrachtet, ich mag es jedoch in der Kunst aufgegriffene Motive zu erkennen. Und das wollte ich hiermit kund tun.

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2007/10/pans-labyrinth/comment-page-1/#comment-352 Wed, 17 Oct 2007 19:39:00 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=499#comment-352 Nichtmal das schaff ich ja. Aber Montag geht das Semester wieder los, ein guter Vorsatz also: Filme ausleihen, Filme ausleihen, Filme ausleihen. 😉

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Von: Lorenz Mutschlechner https://www.film-rezensionen.de/2007/10/pans-labyrinth/comment-page-1/#comment-351 Wed, 17 Oct 2007 18:50:00 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=499#comment-351 Hehe, das kenne ich. Geht mir bei Büchern, Filmen, Musik…bei fast allem so. Du kannst dir aber ja mal die Film zuerst in der Videothek leihen und dann erst kaufen, nur so als Tipp 😉

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2007/10/pans-labyrinth/comment-page-1/#comment-350 Wed, 17 Oct 2007 18:46:00 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=499#comment-350 Ah, Danke für den Artikel!
Hab nur einen Trailer gesehen aber der war schon ziemlich vielversprechend! Aber Du weißt ja wie das bei mir mit guten Filmen ist… sie stehen erstmal nur auf der Liste. Vielleicht hab ich mit 70 Jahren mal soviel Geld, dass ich mir dann bis zu meinem Lebensende alle Filme auf DVD holen kann, um sie in meinem Heimkino anzusehen. 😉

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