Kommentare zu: Oldboy https://www.film-rezensionen.de/2007/06/oldboy/ Popcornkino und Independent Fri, 03 Jan 2020 23:41:31 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Ijon Tichy https://www.film-rezensionen.de/2007/06/oldboy/comment-page-1/#comment-10625 Sun, 20 Mar 2011 11:35:01 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=493#comment-10625 Hat jemand die Manga-Vorlage zu Old Boy gelesen? Würde mich mal interessieren. Soll ja in einigen Punkten von dieser Adaption abweichen. Urprünglich spielt das alles in Tokio und nicht in Seoul. Auch der Held – im Manga ein Kämpfertyp – wurde koreanisiert.

Der Film fügt hinzu, daß Oh Dae-su des Mordes an seiner Frau angeklagt ist, was im Manga nicht vorkommt. Auch der Entführungsgrund wurde geändert: anstelle der „Banalität“ im Manga war es im Film die Entdeckung von Inzest. Auch die bekannte Kalmar-Szene am Ende des Filmes ist eine Neuerfindung von Park Chan-wook.

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2007/06/oldboy/comment-page-1/#comment-10624 Sun, 20 Mar 2011 08:55:42 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=493#comment-10624 Nur bin ich mir nicht sicher, welches Werk konsequenter und qualvoller ist. Denn gegenüber Kafkas Charakteren kann Oh Dae-su alle Zusammenhänge seines Schicksals aufklären. Ob das nun besser ist als sein Leben lang in Unwissenheit zu bleiben?

Es ist übrigens natürlich Vivaldi und nicht Verdi.

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2007/06/oldboy/comment-page-1/#comment-10622 Sat, 19 Mar 2011 22:54:41 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=493#comment-10622 Schön, dass Dir der Film auch so gut gefällt. Sein Gesamtwerk als „Kafkaesk“ zu bezeichnen passt übrigens vortrefflich zu Park Chan-wook, ich glaube mich sogar erinnern zu können wie er in einem Interview den Autor als Inspiration nannte.

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Von: Breakout https://www.film-rezensionen.de/2007/06/oldboy/comment-page-1/#comment-10621 Sat, 19 Mar 2011 22:32:20 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=493#comment-10621 Lange Zeit, vermutlich mehrere Jahre, nachdem ich den Film aufgrund dieser Rezension auf meine „Must see“-Liste geschrieben habe, konnte ich mir eben die DVD ansehen.
Ich kann mich Candide nur anschließen: Brillant! Allerdings hatte ich etwas anderes erwartet. Ich habe mit mehr Blut, mehr Gewalt gerechnet und weniger Anspruch, weniger Tiefgang erwartet. Aber das hat sich schließlich nicht als Manko herausgestellt. Ganz im Gegenteil..
Anfangs war ich stark an Kafka oder, weil ich gerade „Einladung zur Enthauptung“ lese, an Nabokov erinnert. Bei beiden wissen die Protagonisten auch nicht, warum sie eingesperrt sind. Bei den literarischen Werken ist gerade diese Tatsache die Qual. Im Film aber auch. Das Wissen um den Grund ist schließlich für den Protagonisten aber noch qualvoller. Wie wäre es wohl K. ergangen?
Mir stellt sich aber auch die Frage, warum diese „Wahrheit“, die durch das Schulfenster beobachtete und schließlich die im Fotoalbum dokumentierte, derart schlimm empfunden wird. Es hat sicher seine evolutionär-biologischen Gründe aber hätte zumindest im letzteren Fall die Sache nicht relativ einfach geklärt und die Wahrheit relativ leicht verkraftet werden können? Die im Film dargestellten Reaktionen darauf erscheinen mir irgendwie überzogen. Andererseits geht es ja nicht um mich, sondern um die Persönlichkeit des Charakters im Film. Insofern ist meine Meinung da nicht sonderlich relevant.
Der Soundtrack, v.a. die Verwendung von Verdi, gefällt mir wie Dir auch sehr. Ich mag solche Gegensätze in der optischen Darstellung und der musikalischen Untermalung ja. Hier hat das sehr gut harmoniert, gerade wegen dieser vermeintlichen Unvereinbarkeit.

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