Kommentare zu: 300 https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/ Popcornkino und Independent Fri, 11 Jun 2021 14:24:52 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Von: Lukas https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-383709 Thu, 08 Aug 2019 18:17:52 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-383709 Schrecklicher Film.
Frauenfeindlich, patriarchalisch, generell wahnsinnig unangenehme Story.
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Von: movie-struck https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8130 Fri, 27 Aug 2010 08:55:13 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8130 Ich bewundere auf jeden Fall euer Durchhaltevermögen bei der Diskussion über etwas, dass mit großer Sicherheit gar nicht exisitert, zumindest nicht bei dem eigentlichen Thema -> 300!
Klar ist es sinnvoll und reizvoll die Politik mit einfließen zu lassen, wie langweilig wäre es denn auch ohne. Wir können ja selbst bei „made-in-Hollywood“ das wahre Geschehen nicht außen vor lassen. Bei 300 ist das ein Fass ohne Boden, da könnte man wochenlang über sinn, unsinn, Realität und Übertreibung philosophieren… aber wozu? 😉
Spitzen Film übrigens! „Da geht der Punk ab“, sozusagen. Bildgewaltig ist genau der richtige Ausdruck!

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Von: Inspector Santini https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8110 Thu, 26 Aug 2010 18:25:24 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8110 Als Antwort auf Ijon Tichy.

Faktisch selektieren die Spartaner im Film den Nachwuchs nach phänotypischen Merkmalen.  Zitiere

Was ja auch historisch korrekt ist und eher für den Film spricht.

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8113 Thu, 26 Aug 2010 18:03:25 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8113 Als Antwort auf Ijon Tichy.

Das ist nicht stichhaltig! Denn in Filmrezensionen kann/wird immer auch Filmanalyse betrieben.

Ich meinte mit meinem Kommentar nicht, dass keine Filmrezension über politische Filme geschrieben werden sollte. Das soll meiner Meinung nach sogar passieren!
Ich meinte nur, dass die angesprochenen Dinge in keiner Rezension ÜBER 300 vorkommen sollte, da man sonst das Thema verfehlt. Vielleicht hab ich mich da falsch ausgedrückt.

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8112 Thu, 26 Aug 2010 17:35:39 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8112 Als Antwort auf Ijon Tichy.

Aber Politik – auch Parallelen zur modernen Politik – íst trotzdem prinzipiell jederzeit in Filmrezensionen zulässig. Es sei denn man betreibt eine einseitig ästhetische oder semiotische oder andere Filmanaylse und verweigert sich dem soziologischen Zugang.  

Klar kann man das. Aber wenn ich 300 einer Gender- oder Macht-Frage analysiere dann bewege ich mich zwangsläufig auf das zu was Millar persiflieren will.

Ich meinte mir Politik eher die unnötige Fascho- und Nahostkritik. Die Spartaner waren nach heutigen Maßstäben brutale Schlächter, punkt. Da könnte man jeden Samuraifilm genau den selben Vorwurf machen. Wenn ich mir so einen Film ansehe, dann weis ich aber worauf ich mich einlasse und blende gewisse Kritikpunkte aus.

Zugespitzt formuliert: Snyder hat mit 300 ein Gender-Statement gesetzt. Ein Statement zum Nahen Osten mit 99.99 %iger Wahrscheinlichkeit aber nicht.

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Von: Ijon Tichy https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8111 Thu, 26 Aug 2010 17:28:48 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8111 Völlig richtig 😉 Dagegen hat hier auch niemand etwas gesagt! Mein Punkt war der, dass man Politik nicht aus Filmrezensionen verbannen darf/soll/kann.

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Von: Ijon Tichy https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8109 Thu, 26 Aug 2010 17:18:42 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8109 Als Antwort auf Parker.

Politik, schon gar nicht moderne Politik hat damit absolut nichts zu tun und sollte meiner Meinung nach aus sämtlichen Rezensionen rausgehalten werden.

Das ist nicht stichhaltig! Denn in Filmrezensionen kann/wird immer auch Filmanalyse betrieben.

Im Bereich der soziologischen Filmanalyse kann deshalb ausnahmslos JEDER Film auch auf seinen sozialen und politischen Gehalt abgeklopft werden.

Faktisch selektieren die Spartaner im Film den Nachwuchs nach phänotypischen Merkmalen. Wie man das nennt ist mir prinzipiell egal. Und über die politische Einstellung Millers lässt sich darüber auch noch nichts ableiten.

Aber Politik – auch Parallelen zur modernen Politik – íst trotzdem prinzipiell jederzeit in Filmrezensionen zulässig. Es sei denn man betreibt eine einseitig ästhetische oder semiotische oder andere Filmanaylse und verweigert sich dem soziologischen Zugang.

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Von: Inspector Santini https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8108 Thu, 26 Aug 2010 17:08:30 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8108 Öhm ja, da muss ich Parker eigentlich in allen Punkten beipflichten 🙂
Ist ja auch ein Film bzw. Comic über eine legendäre Schlacht aus der Antike und im antiken Griechenland waren Ehre, Stärke, Mut Männlichkeit und auch Kriegslist das A und O – man muss sich dazu doch nur mal die homerischen Epen durchlesen.

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Von: Candide https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8107 Thu, 26 Aug 2010 16:54:11 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8107 Historizität: deshalb hatte ich ja auch das Wörtchen „basiert“ im Review unterstrichen, aber ich fand Deinen Kommentar sehr amüsant, also mission accomplished 😉

Wie Du richtig schreibst geht es um ganz was anderes und ich bin der Meinung viele Kritiker haben das einfach ignoriert. Millar und auch Snyder (genauso wie Mel Gibson, ja!!!) haben aber nie behauptet irgendwie historisch korrekt sein zu wollen. Nachdem die Feministen ausgeknockt wurden haben sie den Geschichtsfetischisten auch noch „in die Eier getreten“.

Einziger Kritikpunkt der bei mir wirklich Fuß fasst, ist die Tatsache, dass dem Ganzen ein sehr dünner Handlungsstrang zu Grunde liegt und man somit diesbezüglich enttäuscht werden könnte (wenn man nicht auf optischen Schnickschnack steht kann das leicht passieren). Im Comic ist das aber nicht besser, sondern ja Parker, Leonidas wird hier viel brutaler aber vor allem gefühlloser gezeichnet. Auffalend ist aber, dass die (meisten) Fans dieses Mediums Millers Arbeit gut oder zumindest „cool“ finden.

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Von: Parker https://www.film-rezensionen.de/2007/04/300/comment-page-1/#comment-8104 Thu, 26 Aug 2010 16:02:06 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=481#comment-8104 Hab den Film jetzt auch endlich mal gesehn. An die Comicvorlage kann ich mich leider nur mehr schlecht erinnern, deshalb kann ich dazu auch nix sagen. Hab aber gelesen, dass Leonidas bei Millar noch brutaler und auch wortkarger dargestellt wird.

Zur Historizität (muss jetzt sein candide :-0): Im Film kommen zwar die Hilfstruppen vor, aber es wird verschwiegen, dass die Griechen insgesammt über 6000 Mann gestellt haben von denen um die 1000 gefallen sind.
Die bei den Athenern angesprochene „Knabenliebe“ kam ausserdem auch in Sparta vor. Natürlich stört das im Konzept und wurde deshalb weggelassen. Naja, darum gehts ja auch nicht im Film, trotzdem konnte ich es mir nicht verkneifen 😉

Zum storytelling muss ich sagen: Großes Kino, die Spannung wurde immer auf hohem Level gehalten und der Film lebte nicht nur (wie ich schon befürchtete) von den Kampfszenen. Der Plot ist, obwohl im vergleich zum Comic aufpoliert, trotzdem dünn und vorhersehbar. Sound und Bilderwelten ziehen den Zuseher aber dennoch in ihren Bann.

Meiner Meinung nach ist 300 ein gewaltiger Tritt in die Eier von Feministen (ja die männlichen) und Typen die sich vom androgynen Männerbild der Werbung haben brainwashen lassen. Die Medien gaukeln uns ja schon seit Jahren eine „Krise der Männlichkeit“ vor und Kampfemanzen proklamieren lautstark, dass alles Böse vom Mann ausgehe, da die meisten Gewalttäter Männern sind (was auch angezweifelt wird).
Millar geht mit 300, wie auch schon bei Sin City und Dark Knight aus der Defensive und sagt: SO WHAT? Das spaltet das Puplikum. Die einen jubeln, die anderen sind angepisst.

Meiner Meinung nach ist die Schlacht bei den Thermophylen nur eine Kulisse die auch ganz anders hätte aussehn können (z.B. fiktiv wie bei Sin City). Das Thema ist nämlich nicht Geschichte sondern Agressionsverhalten. Aggression ist ein Teil des Mannes und kann zum Guten wie auch zum Schlechten eingetzt werden. Millar und Snyder machen kein Statement ob sie die Spartaner bewundernswert finden (die „Faschismuskeule“ ist der Beißreflex derjenigen denen in die Eier getreten wurde), ihnen geht es nur um eins: Diese Seite des männlichen Egos ästhetisch darzustellen. Der angekündigte „Ruhm“ besteht darin, dass diese Aggression gepaart mit Mut und dem unbeugsamen Willen zu Überleben von den Menschen bewundert wird. Politik, schon gar nicht moderne Politik hat damit absolut nichts zu tun und sollte meiner Meinung nach aus sämtlichen Rezensionen rausgehalten werden.

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