Kommentare zu: Lucky#Slevin https://www.film-rezensionen.de/2007/02/lucky-number-slevin/ Popcornkino und Independent Thu, 28 Sep 2023 17:51:45 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Martin Zopick https://www.film-rezensionen.de/2007/02/lucky-number-slevin/comment-page-1/#comment-1262233 Thu, 28 Sep 2023 17:51:45 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=475#comment-1262233 Vorsicht Spoiler!

Ein sehr komplexer, teilweise kryptischer Thriller, in dem die Hobbydetektivin Lindsey (Lucy Liu) und ihr Freund Slevin (Josh Hartnett) zwischen die Fronten zweier Mafia Clans geraten. Angeführt vom Boss (Morgan Freeman) und dem Rabbi (Ben Kingsley) werden deren Söhne ermordet, wobei Mr Goodcat (Bruce Willis) den Auftragskiller gibt. Der Rabbi kommt etwas philosophisch daher “mit den beiden Seiten des Zauns, wo er frisst . Daher ist sein Gras immer grün.“. Der Boss ist nur ganz rächender Vater.
Der Verbrauch von roter Farbe erinnert mit der Baller Orgie an Tarantino. In diesem rechtsfreien Raum spielt die Polizei unter Stanley Tucci eher eine Nebenrolle. Teils pfiffige, teils sachkundige Dialoge z.B. über Filme begleiten die bleihaltige Handlung. Der Titel ist der Name eines toten Rennpferdes, den Slevin Kelevra – eigentlich Nick Fisher – übernimmt, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort ist in diesem klassischen Verwechslungsfall.
Es ist etwas verwirrend, wenn am Ende die totgeglaubten plötzlich wieder munter in Aktion treten. – ach dann war’s ja wohl ne Rückblende -. Ein Höhepunkt ist es, wenn beide Bosse gefesselt und aneinander gebunden hautnah mit einander abrechnen. Die Verwirrung schafft Spannung. Und ein wenig jüdische Symbolik kommt neben einer klitzekleinen Love-Story hinzu.
Und wenn am Ende die Aufklärung der tödlichen Bekanntschaften kommt, ist das ziemlich spät nachgereicht. Und der Zuschauer ist betroffen, der Vorhang zu und ein paar Fragen offen. Aber nie gelangweilt…

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Von: nsch https://www.film-rezensionen.de/2007/02/lucky-number-slevin/comment-page-1/#comment-23052 Thu, 17 Jan 2013 15:06:35 +0000 http://film-rezensionen.de/?p=475#comment-23052 Der Film Lucky Number Slevin (auch Lucky # Slevin) kam 2006 in die Kinos. In dem Mystery-Drama mit Tendenz zum Thriller geht es um eine Verwechslungsgeschichte, die mit Verbrechen in Verbindung steht. Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu, Morgan Freeman und Ben Kingsley spielen unter der Regie von Paul Mc Guigan, nach dem Drehbuch von Jason Milovic. Was den meisten Betrachtern während des Films nicht bewusst auffallen dürfte, ist die Maximierung des Filmerlebnisses durch den Soundtrack.

Joshua Ralph komponierte den Original Soundtrack (OST) für diesen Film. Ralph war vorher überwiegend im Werbegeschäft tätig, mit diesem Projekt gewann er Ansehen im Filmgeschäft. Ganz gleich, ob der OST den persönlichen Geschmack trifft, lässt sich nicht bestreiten, dass ihm eine Intensivierung der Films gelungen ist.

Ralph hat ein gutes Gefühl für die filmerische Situation, wie die Emotion durch Musik gesteigert werden kann. Er arbeitet mit orchestralen Sounds, wie Streichern, Pauken, Bläsern, Flöten oder auch Klavier und Gongs. Gleichzeitig schafft er es, mit diesen Sounds low-frequency-effects ähnliche Zustände beim Zuhörer zu wecken. Hier hat eine bewusste Abmischentscheidung für basslastige Streich-und Blasinstrumente stattgefunden. Lediglich in 2 Stücken sind Sänger und Sängerinnen zu hören. In manchen Passagen kommen Sounds zum Einsatz, die stark an Sounddesign grenzen.

Die Anlehnung des OST an die jüdisch geprägte Klezmer Musik ist auffällig. Das ist zurückzuführen auf einen Hauptcharakter des Filmes, den Rabbi (gespielt von Ben Kingsley). Dieser verkörpert auf eine skurrile Art und Weise einen gläubigen Rabbi und gleichzeitig einen skrupellosen Verbrecher. Dieser faszinierende Charakter hat den Soundtrack massgeblich beeinflusst.

Von fröhlich über aufregend bis hin zu bedrohlich und mystisch gelingt es Ralph den Film zu unterlegen. Trotzdem bleibt er der Hauptmelodie treu. Durch schwerfällige Rhythmen gelingen immer wieder Passagen mit Spannungsaufbau. Aber auch leichte, jazzige Lieder finden ihren Einzug in den OST. Nicht nur Fans des Films und Tonschaffenden ist es empfehlenswert, sich dieses Album anzueignen oder zumindest mal reinzuhören.

Der OST zum Film Lucky Number Slevin erschien am 28. März 2006 auf dem Label vom Barnes&Noble (www.BN.com) in den Vereinigten Staaten. Das Album enthält 20 Musikstücke. Erhältlich ist es als Compact Disc oder Download für ca. 10,- Euro.

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