Dead Man

Drama, Western , geschriebenam 25 September, 2006 von 5 Kommentare
Dieser Artikel ist Teil 2 von 6 der Serie Mr. Independend

(“Dead Man” directed by Jim Jarmusch, 1995)

Ein Western der letzten Jahre von Jim Jarmusch mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Ein Buchhalter Namens William Blake reist in den Westen um dort in einer Stadt Namens Machine eine Arbeit anzutreten. Auf der Fahrt dorthin (meiner Meinung nach die Beste Szene im ganzen Film) sieht man wie sich die Umgebung und die Passagiere stets dreckiger, abgekommener, sündiger und verdorbener werden. Er kommt schließlich im Büro von Dickinson (Robert Mitchum), seinen neuen Arbeitgeber an, doch leider mit einer gewaltigen Verspätung von einem Monat. Der Posten ist bereits vergeben und somit befindet sich Blake ohne Job und ohne Geld in einer herabgekommenen Stadt. Er beschließt sich mit den paar Dollar die er noch hat, Schnaps zu kaufen und sich vollaufen zu lassen. Vor dem Saloon trifft er eine Ex-Prostituierte Namens Thel (Mili Avital), die auch noch die Tochter des Fabrikbesitzer Dickinson ist. Beide landen schließlich im Bett und der Film scheint eine positive Wendung zu bekommen bis plötzlich Thel’s Liebhaber erscheint und anfängt wie wild rum zu ballern. Dabei tötet er die Frau und verwundet Blake, der im Gegenzug den Mörder erledigt. Nun beginnt eine surreale Odyssee des Hauptdarstellers der aus der Stadt flüchtet und von einem Indianer Namens “Nobody” (Gary Farmer) verarztet wird und anschließend von ihm durch die Prärie geführt wird. Inzwischen setzt Dickinson, im Glaube Blake habe seine Tochter umgebracht, ein Kopfgeld auf ihn aus und schickt drei der übelsten Kerle los um den vermeintlichen Killer zur Strecke zu bringen. Die drei kommen sich aber auf der Suche in die Haare und bis zwei von den Bounty Killern sterben. Der Überlebende schafft es schließlich Blake zu töten, er selbst wird aber wiederum von Nobody erledigt. Eine verrückte, surreale Odyssee wie gesagt bei der mir die Worte fehlen um sie genauer zu beschreiben.
Ein für mich nicht ganz einfacher Film, dessen Aussage ich nicht 100% verstanden habe. Trotzdem merkt man, dass Jarmusch mit seinen Bildern etwas ausdrücken möchte aber er spricht oft in für mich zu komplexen Metaphern. Insgesamt hat mir der Film aber recht gut gefallen, auch wenn eine Phase vorgekommen ist (zwischen Mittelteil und Ende) die recht fad war. Das genialste am Film ist sicherlich die Musik von Neil Young, der mit seinen Gitarren-Riffs für geniale Effekte sorgt. Die Musik wird immer ausgeklügelter, die Tracks länger und zum Schluss wird fast ein kompletter Song gespielt, anstatt wie am Anfang die kurzen Fetzen. Schon nur wegen der originellen Sound-Untermahlung sollte man den Film gesehen haben. Ich persönlich kenne nichts Vergleichbares.

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Die Rechnung wird mit Blei bezahlt

Western , geschriebenam 21 September, 2006 von Keine Kommentare

(“Da uomo a uomo” directed by Giulo Petroni, 1967)

Der wunderbare Spaghetti-Western von Giulio Petroni konnte mich nur teilweise überzeugen. Zum einen ist es ein wirklich guter Western aber zum anderen bietet er nicht wirklich viel neues. Dank einer, wie immer, hervorragender Leistung von Lee Van Cleef als Ryan und einer nicht zu unterschätzenden Darbietung des jungen John Phillip Law als Bill, ist mein Urteil über dem Film jedoch mehr als positiv. Die Story wie gesagt bietet nicht unbedingt viel: Bill sieht als Kind zu wie seine Familie von vier Banditen niedergemetzelt wird worauf er sich Rache schwört. Er merkt sich besondere Merkmale der Verbrecher, wie z.B. eine auffallende Tätowierung, eine Narbe im Gesicht usw. Eines Tages wird in seiner Stadt ein Mann umgebracht der ein Mörder seiner Eltern und Schwester zu sein scheint. Bill trifft auf dessen Meroder, Ryan, der soeben von einer 15 jährigen Haftstrafe entlassen wurde. Es stellt sich heraus dass beide die selben Banditen verfolgen, mit jedoch verschiedenen Zielen: Ryan will von jedem der vier Banditen 15.000 Dollar, nämlich 1000 Dollar für jedes abgesessenen Jahr. Bill hingegen interessiert lediglich die Schurken umzulegen. Deshalb beschließt Ryan den jungen Bill reinzulegen und holt somit einen Vorsprung heraus der ihm reichen sollte das Geld der Banditen zu kassieren bevor Bill sie umlegt. Es beginnt somit ein Wetteifern um die Banditen bei der Ryan jedoch zu keinem einzigen Dollar kommt. Schlussendlich landen die beiden in einem Dorf in Mexiko, wo sie ihre Kräfte zum großen Showdown vereinen. Zuvor erfährt aber Bill, dass es eigentlich fünf Banditen waren die seine Familie umgebracht haben und Ryan der Fünfte war der ihn dann aus dem brennenden Haus gerettet hatte.
Nichts desto trotz treten sie gemeinsam mit der mexikanischen Bevölkerung des Dorfes gegen die Bösewichte an und gewinnen den Kampf.
Der Schluss scheint noch einen Mexican Standoff zwischen Ryan und Bill zu zeigen, doch dem ist nicht so und Ryan reitet davon, gefolgt von der Schrift “The End”.
Filmtechnisch bietet der Film nicht sehr viel, bis auf einige interessante Zooms und Nahaufnahmen der Augen der Protagonisten. Die Musik jedoch ist einsame Spitze und wie so oft in diesem Genre vom Meister Ennio Morricone komponiert. Die Laufzeit von ca. 100 Minuten ist genau richtig um nicht Langeweile aufkommen zu lassen und die dünne Story nicht unnötig zu strapazieren.

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Der ewige Gärtner

Drama , geschriebenam 19 September, 2006 von 1 Kommentar

(“The Constant Gardener” directed by Fernando Meirelles, 2005)

Der Film von Fernando Meirelles kann zwar nicht mit seinem Meisterwerk “City Of God” mithalten, man erkennt aber doch sehr schnell am Stil des Films dass es ein Film von ihm ist. Ralph Fiennes konnte mich nach “Roter Drache” ein zweites mal beeindrucken und ich finde der Mann ist mehr als unterbewertet. Er spiel den britischen Diplomaten Justin Quayle der in Afrika stationiert ist. Seine Frau Tess (Daniele Harford) reist mit ihm mit und versucht die dunklen Machenschaften eines Pharmakonzerns aufzudecken. Der Film selbst beginnt eigentlich mit dem Tod von Tess und den Erinnerungen von Justin an seine Frau. Dabei stellt sich heraus dass diese eine sehr revolutionär Denkweise hatte und hinter dem Rücken ihres Mannes sehr kompromittierende Beweise gegen besagten Pharmakonzern gesammelt hatte. Der Konzern testet nämlich neue Medikamente gegen AIDS auf illegale Weise an afrikanischen Patienten die dabei armselig verrecken. Höhere Mächte jedoch besiegeln Tess’s Tod, da sie zu viel weiß.
Von nun an, beginnt Justin Quayle ihre Recherchen fortzusetzen und deckt dabei eine Verschwörung auf, in der sich die britische Regierung sowie ein weiterer Konzern mit den Medikamentehersteller verbündet haben um gemeinsame Interessen zu verfolgen.
Der Film ist es allemal Wert gesehen zu werden, da er eine sehr interessante Story bietet und diese mit Aktualität vereint. Einige Aufnahmen sind wirklich wunderbar, ja ich würde sogar wagen zu sagen brillant. Die Story ist ordentlich erzählt und glaubwürdig. Die Musik ging hingegen ein wenig unter und war versteckt irgendwo im Hintergrund.

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Kino

Superman Returns

Action, Comicadaption, Science Fiction , geschriebenam 7 September, 2006 von 1 Kommentar

(“Superman Returns” directed by Bryan Singer, 2006)

Der neue Superman von Bryan Singer kommt mit sehr viel CGI-Effekten daher, die jedoch sehr gut aussehen. Der ehemalige X-Men-Regisseur widmet sich nun der Marvel-Konkurenz, den DC Comics und macht das sehr gekonnt, wenn meiner Meinung auch nicht so genial wie mit den X-Men. Dennoch bietet “Superman Returns” sehr viel und das Comeback des Mann aus Stahl ist gesichert. Die schauspielerischen Leistungen jedoch lassen mehr als zu wünschen übrig und sind meiner Meinung nach nicht sehr gut besetzt. Brandon Routh als Clark Kent aka Superman und Kate Bosworth als Loise Lane scheinen nicht die beste Wahl gewesen zu sein. Für den Bösewicht Lex Luthor hat man sich für den genialen Kevin Spacey entschieden, der mich in “Superman Returns” jedoch nicht zu überzeugen wusste.
Die Story bietet nicht viel Neues, aber viel aufgewärmtes, Altbekanntes: Der Bösewicht Lex Luthor hat die Macht der Kristalle in Supermans Versteck erkannt und will diese nutzen um eine neue Weltordnung zu schaffen. Superman muss dies natürlich verhindern und ist schlussendlich auch Sieger über Lex, auch wenn dieser in ihn fast mit einem Kryptonitstein den er ihn in die Seite rammt, umbringt. Der Film dient mehr oder weniger als Einführung des Superhelden, daher auch der Titel “Returns”. Ich denke in den kommenden Jahren werden noch einige Filme folgen, wobei ich auf eine erhebliche Steigerung der Storys sowie Schauspieler hoffe.
Was mich besonders am Film gestört hat war die Länge: Ich verstehe nicht wie man für eine solche Story über 2 Stunden Laufzeit benötigt. Ich hatte mehrmals das Gefühl “So jetzt ist aber Schluss” doch es ging immer weiter. Die musikalische Untermalung bietet nichts neues sondern das typische Superman-Theme gepaart mit Hollywood-Sound.

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Todesmelodie

Western , geschriebenam 7 September, 2006 von Keine Kommentare

(“Giù la testa” directed by Sergio Leone, 1971)

Der zweite Teil der großen Amerika-Trilogie von Sergio Leone, handelt zur Zeit der mexikanischen Revolution. Der irische Sprengstoffexperte John H. Mallory (James Cobrun) und der mexikansiche Bandit Juan Miranda (Rod Steiger) wollen gemeinsam nach Amerika flüchten denn in Mexiko herrscht Krieg: Die mexikanische Revolution. In 2 ein halb Stunden Laufzeit, erleben die beiden Hauptdarsteller so einiges und sehen sich schlussendlich konfrontiert mit dem General Huerta (Franco Graziosi) der auf Befehl des Diktators Santerna (Rik Battaglia) handelt. Den beiden gelingt es zwar General Huerta sowie den Diktator zu eliminieren, doch Mallory schafft es nicht nach Amerika und stirbt in einer riesigen Dynamit-Explosion. Juan hingegen wird als großer Held der Revolution gefeiert und seine Zukunft ist ungewiss, denn hier endet der Film.
Die Story ist eigentlich sehr simpel, doch Sergio Leone schafft es wie immer, dass in der gesamten Spielzeit keine Langeweile aufkommt und der Zuschauer sehr gebannt vom Treiben auf dem Bildschirm ist. Ich persönlich finde den Film sehr gelungen, jedoch ist er in meinen Augen der schwächste Western aus dem Hause Sergio Leone.
Die musikalische Untermalung wurde wie immer von Ennio Morricone komponiert und ist einfach wunderbar, wenn auch etwas eigenartig und ungewohnt für einen Spaghetti-Western. Besonderes Lob gebührt einmal mehr, den wunderbaren Weitwinkel-Aufnahmen von Sergio Leone, die meines Erachtens bis heute unerreichbar sind.

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