Dead Man
(“Dead Man” directed by Jim Jarmusch, 1995)
Ein Western der letzten Jahre von Jim Jarmusch mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Ein Buchhalter Namens William Blake reist in den Westen um dort in einer Stadt Namens Machine eine Arbeit anzutreten. Auf der Fahrt dorthin (meiner Meinung nach die Beste Szene im ganzen Film) sieht man wie sich die Umgebung und die Passagiere stets dreckiger, abgekommener, sündiger und verdorbener werden. Er kommt schließlich im Büro von Dickinson (Robert Mitchum), seinen neuen Arbeitgeber an, doch leider mit einer gewaltigen Verspätung von einem Monat. Der Posten ist bereits vergeben und somit befindet sich Blake ohne Job und ohne Geld in einer herabgekommenen Stadt. Er beschließt sich mit den paar Dollar die er noch hat, Schnaps zu kaufen und sich vollaufen zu lassen. Vor dem Saloon trifft er eine Ex-Prostituierte Namens Thel (Mili Avital), die auch noch die Tochter des Fabrikbesitzer Dickinson ist. Beide landen schließlich im Bett und der Film scheint eine positive Wendung zu bekommen bis plötzlich Thel’s Liebhaber erscheint und anfängt wie wild rum zu ballern. Dabei tötet er die Frau und verwundet Blake, der im Gegenzug den Mörder erledigt. Nun beginnt eine surreale Odyssee des Hauptdarstellers der aus der Stadt flüchtet und von einem Indianer Namens “Nobody” (Gary Farmer) verarztet wird und anschließend von ihm durch die Prärie geführt wird. Inzwischen setzt Dickinson, im Glaube Blake habe seine Tochter umgebracht, ein Kopfgeld auf ihn aus und schickt drei der übelsten Kerle los um den vermeintlichen Killer zur Strecke zu bringen. Die drei kommen sich aber auf der Suche in die Haare und bis zwei von den Bounty Killern sterben. Der Überlebende schafft es schließlich Blake zu töten, er selbst wird aber wiederum von Nobody erledigt. Eine verrückte, surreale Odyssee wie gesagt bei der mir die Worte fehlen um sie genauer zu beschreiben.Ein für mich nicht ganz einfacher Film, dessen Aussage ich nicht 100% verstanden habe. Trotzdem merkt man, dass Jarmusch mit seinen Bildern etwas ausdrücken möchte aber er spricht oft in für mich zu komplexen Metaphern. Insgesamt hat mir der Film aber recht gut gefallen, auch wenn eine Phase vorgekommen ist (zwischen Mittelteil und Ende) die recht fad war. Das genialste am Film ist sicherlich die Musik von Neil Young, der mit seinen Gitarren-Riffs für geniale Effekte sorgt. Die Musik wird immer ausgeklügelter, die Tracks länger und zum Schluss wird fast ein kompletter Song gespielt, anstatt wie am Anfang die kurzen Fetzen. Schon nur wegen der originellen Sound-Untermahlung sollte man den Film gesehen haben. Ich persönlich kenne nichts Vergleichbares.







Letzte Kommentare