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Wasted on the young

Drama, Drogen, Thriller , geschriebenam 29 Januar, 2012 von Keine Kommentare

(„Wasted on the young“ directed by Ben C. Lucas, 2010)

Eigentlich hatte Zack (Alex Russell) eine mehr oder weniger harmlose Abschlussfeier geplant, um sich elegant aus seiner Privatschule zu verabschieden, doch als er sich mit seinen Freunden über die völlig betrunkene und mit Drogen abgefüllte Xandrie (Adelaide Clemens) hermacht und diese am Ende in einem Straßengraben zurücklassen, beginnt ein grausames Spiel voller Intrigen und hemmungsloser Gewalt.
Dass Wasted on the young in Richtung Eiskalte Engel gehen würde, hatte ich auf Grund des Trailers irgendwie erwartet, doch mit einer wesentlich frostigeren Atmosphäre als in diesem Thriller habe ich nicht gerechnet. Die Darsteller sind natürlich wieder ein wenig zu makellos, fahren die tollsten Autos und haben vollkommene Narrenfreiheit fernab von Vormund und Gesetz. Doch die gesamte Machart dieses verwirrenden Werks lässt den Zuschauer an einigen Stellen fassungslos werden, um im nächsten Moment dessen Naivität auf die Schippe zu nehmen, und das gefällt!

Viele Rückblenden, ein ständiges hin und her, Szenen in denen Wunschdenken der Figuren präsentiert wird, der Betrachter diese aber für real hält und fasziniert ist. In der ersten Hälfte des Films kommt man kaum dazu Luft zu holen, aus Angst etwas Wichtiges zu verpassen und letzteres sollte man tunlichst vermeiden, um sich nachher nicht die Frage stellen zu müssen, wie denn jetzt alles zusammenhängt und warum gewisse Dinge geschehen.
Dieser moderne „Highschool-Thriller“ passt in die heutige Zeit, dafür sorgt nicht zuletzt die dominierende Musik mit einer Abfolge von penetranten Technobeats, sondern auch die Verwendung von einigen Videoeffekten und tollen Schnitten.

Auch am Ende bleibt man etwas verdutzt zurück, da man trotz voller Aufmerksamkeit das Gefühl hat, etwas verpasst oder doch nicht wirklich verstanden zu haben. Aber schließlich, wenn man noch einmal alles Revue passieren lässt, dann kann man sich beruhigt zurücklehnen und froh sein, den Streifen gesichtet zu haben.
Irgendwie ist ja alles gut geworden, obwohl doch eigentlich alles schiefgelaufen ist. Oder doch nicht?
Mehr kann und möchte ich über den Verlauf der Geschichte nicht verraten, ohne Interessierten das Vergnügen zu rauben. Lasst euch einfach überraschen. Die Extras der DVD beinhalten Interviews mit dem Regisseur und den Darstellern, sowie ein kurzes Making Of.

Fazit: Brrr, ganz schön eisig so ein Highschoolleben, da ist man doch froh auf der weichen Couch zu sitzen, weit weg von all den Bedrohlichkeiten der sorgenvollen Studenten. Gerade deswegen wird mir der Film wohl zugesagt und mich an vielen Stellen auch positiv überrascht haben. Zwar verliert Wasted on the Young in der zweiten Hälfte zunächst ein wenig an Spannung, doch der starke Anfang und das bittere Ende lassen die müde Phase sofort in Vergessenheit geraten. Spannend!

Wertung: 8 von 10

Wasted on the Young ist seit 2. Jänner auf Blu Ray und DVD erhältlich

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The Ledge – Am Abgrund

Thriller , geschriebenam 28 Januar, 2012 von 1 Kommentar

(„The Ledge“ directed by Matthew Chapman, 2011)

Der Polizist Hollis Lucetti (Terrence Howard) muss erfahren, dass er Zeugungsunfähig ist und zwar von Geburt an. Die damit einhergehenden Lügen seiner Frau belasten ihn schwer, da er bis zu diesem Zeitpunkt geglaubt hat, er sei der Vater seiner beiden Kinder.
Doch Hollis hat nicht viel Zeit darüber nachzudenken, denn Gavin Nichols (Charlie Hunnam) hat sich ein hohes Gebäude ausgesucht, von dem er zu springen plant. Dass hinter diesem offensichtlichen Selbstmord etwas viel Größeres und Subtileres lauert, erfährt der Detective erst als es schon fast zu spät ist. Bis punkt 12 muss sich Gavin entschieden haben ob er in den sicheren Tod springt, oder das Leben seiner Geliebten Shana (Liv Tyler) ausgelöscht wird.

The Ledge ist ein mit 97 Minuten viel zu langer Thriller, der es nicht schafft eine gesunde Balance zwischen Spannung und Entspannung aufzubauen. Zwar sind die beabsichtigt spannenden Stellen teilweise wirklich gelungen und fesselnd gestaltet, doch die zwar notwendigen, aber langweiligen Hintergrunderzählungen ziehen sich wie das seichte Harmoniegeplätscher in Rendevouz mit Joe Black bis ins Unerträgliche.

Liv Tyler scheint die Rolle der hübschen, zugekokst wirkenden Elbe Arwin aus Der Herr der Ringe so verinnerlicht zu haben, dass sie auch bei diesem Film nicht sonderlich anders agieren kann. Ruhig, ängstlich und stets eine ernste Miene im makellosen Gesicht lässt sie scheinbar alles mit sich machen.
Ihr Kollege Charlie Hunnam hingegen ist ein aufgewecktes Kerlchen mit Schalk im Nacken, der trotz vorhandener Leichtigkeit des Seins eine schwere Entscheidung treffen muss. Hier gelingt es auch eine gewisse Empathie zu entwickeln und ein wenig mit zu leiden.
Terrence Howard in seiner Rolle als entmannter Cop hätte an diesem Tag und mit einem wirklichen Selbstmordversuch das Leben des Gefährdeten vermutlich drastisch verkürzt, da er wohl so ziemlich jeden Fehler begangen hat, den man in einer solchen Situation begehen kann. „Entschuldigen Sie, meine Frau ruft an“ „Wenn Sie meinen Tag nicht noch schlimmer machen wollen, dann springen Sie bitte nicht.“
Patrick Wilson (Watchmen – Die Wächter) in seiner Rolle als Shanas Ehemann schafft es hingegen seiner Figur die nötige Glaubwürdigkeit und Bedrohlichkeit einzuhauchen. Als fanatischer Bibeljünger ist er zu allem bereit und das nimmt man ihm vollständig ab.

Die Story ist zeitlich versetzt inszeniert, dass bedeutet es beginnt mit der bedrohlichen Situation auf dem Dach und es folgen lange Phasen der Rückblende, welche erzählen, wie es überhaupt erst zu diesem Szenario kommen konnte. An sich keine schlechte Idee, die immer und immer wieder funktioniert. Der Zuschauer weiß worauf es letztendlich hinauslaufen wird, doch der endgültige Ausgang bleibt bis zum bitteren Ende ungewiss.

Fazit: Gute Performance von Charlie Hunnam und Patrick Wilson in einem Thriller, der nur halb so lang hätte sein dürfen, um die Spannung nicht zu gefährden und den Zuschauer nicht zu verlieren. Insgesamt ganz nett, aber nichts Besonderes.

Wertung: 5.5 von 10

The Ledge – Am Abgrund ist seit 20. Jänner auf Blu Ray und DVD erhältlich 

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Roller Girl

Komödie, Sport , geschriebenam 24 Januar, 2012 von 1 Kommentar

(„Whip It“ directed by Drew Barrymore, 2009)

Bliss (Ellen Page) wird von ihrer Mutter gegen ihren Willen zu Schönheitswettbewerben geschleppt und soll dort möglichst den ersten Platz machen. Wenn dies nicht gelingt, ist zu Hause dicke Luft angesagt. An dem Tag, als Bliss einen Flyer für das nächste Roller Derby in die Hand gedrückt bekommt, weiß sie wie ihre Zukunft aussehen soll. Mit ihrem chaotischen Team kämpft sie sich allmählich an die Spitze, doch ihre härteste Rivalin (Juliette Lewis) stellt sich einem Titel wortwörtlich in den Weg. Denn diese Sportart auf Rollschuhen ist alles andere als harmlos.
Eine nette Geschichte kombiniert mit hübschen Darstellerinnen und einer interessanten Sportart. Die recht normale amerikanische Familie mit einer herrischen Mutter und dem üblichen angestrebten Wunsch nach erfolgreichen Kindern entpuppt sich als herzlicher Clan, welcher für ein rührseliges Happy End sorgt.

Obwohl Drew Barrymore als Regisseurin, wie auch Darstellerin gute Arbeit geleistet hat, darf man hier keine Highlights erwarten, der Film ist sympathisch und sehr angenehm anzusehen. Zwischenmenschliche Beziehungen, die erste Liebe, Unstimmigkeiten mit den Eltern und der übliche Verlauf eines Teenie-Sportfilms. Nachdem die sportlich völlig unerfahrene Bliss ein paar Übungsstunden hinter sich gebracht hat, bricht sie bereits den bisherigen Geschwindigkeitsrekord und ist wesentlich besser als ihre Teamkolleginnen, die schon lange dabei sind. So ist der restliche Filmverlauf auch keine allzu große Überraschung mehr, funktioniert aber immer wieder.

Auch ich freue mich über solche Macharten, wenn Humor, sowie Stimmung zur Genüge vorhanden sind. Allerdings ist Roller Girl an vielen Stellen so seicht, dass man sich nicht lange daran erinnern wird. Für den Moment allerdings behalte ich einen durchaus positiven Eindruck zurück.

Wertung: 6.5 von 10

Roller Girl erscheint am 3. Februar auf Blu Ray und DVD

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Company Men

Drama , geschriebenam 23 Januar, 2012 von Keine Kommentare

(„The Company Men“ directed by John Wells, 2010)

Company Men erzählt die dramatische Geschichte über einer amerikanischen Firma, die sich von einer Großzahl ihrer Mitarbeiter trennen muss, um einen Bankrott zu verhindern.
Bobby Walker (Ben Affleck) ist einer von ihnen und bis lang in einer leitenden Position tätig gewesen. Durch die Kündigung ist es ihm nicht möglich seinen hohen Lebensstandard zu halten und er sieht sich gezwungen seinen Sportwagen, sowie das teure Haus zu verkaufen. Als Höhepunkt muss er mit seiner Familie zu seinen Eltern ziehen und wird bei einer Bewerbung nach der anderen abgelehnt. Auch sein ehemaliger Boss Gene McClary (Tommy Lee Jones) verliert aus heiterem Himmel seine Anstellung, fühlt sich aber dennoch verantwortlich für die ruinierten Leben seiner ehemaligen Mitarbeiter, hat aber gleichzeitig einen großartigen Plan.

109 Minuten mit vorrangig sanften Klängen hinter einer nachdenklich stimmenden Kulisse. Company Men ist definitiv kein Werbefilm für Amerika und präsentiert zur Abwechslung mal die weniger heldenhaften Seiten. Der Standardspruch „vom Tellerwäscher zum Millionär“ wird hier auf den Kopf gestellt und lässt einen Blick auf die gegenteilige Entwicklung zu.
Jede der fünf Hauptpersonen hat nicht schlecht verdient und anscheinend das gesamte Ersparte in Aktien, Häuser, Autos und andere Luxusgüter gesteckt. Als die Aktien dann in den Keller segeln und kein regelmäßiges Einkommen mehr da ist, kommt kaum einer von ihnen noch über die Runden. Hauptsache der äußere Eindruck stimmt und für den heilen Moment ist alles in Ordnung, sparen ist doch nur was für Weicheier.

Nicht nur die wahren Aspekte an diesem Drama überzeugen den gefesselten Zuschauer, auch die beeindruckende Auswahl der Darsteller ist ein Hinkucker. Neben Ben Affleck und Tommy Lee Jones sind noch Kevin Costner, Chris Cooper, Maria Bello und mehr mit von der Partie. Zudem verzichtet John Wells auf überflüssigen Klamauk oder herzzerreißende Attacken auf die Gefühle und trotzdem ist und bleibt Comapny Men ein mitreißendes gelungenes Drama. Obwohl ich ungern Dramen anschaue, bin ich überzeugt und keines Falls abgeneigt den Film ein weiteres Mal anzusehen.

Wertung: 7 von 10

 

Company Men ist seit 9. Dezember 2011 auf Blu Ray und DVD erhältlich

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Leitfaden für Seitensprünge

Komödie , geschriebenam 21 Januar, 2012 von Keine Kommentare

(“A Guide for the Married Man” directed by Gene Kelly, 1967)

A Guide for the Married Man“ ist – wie dem deutschen Verleihtitel zu entnehmen ist – eine ziemlich unmoralische Farce, die das sexuell gerade erst erwachte Amerika 1967 in die Kinos brachte und Frauen zu reinen Sexobjekten stilisiert. Männer allerdings auch. Einer dieser Männer ist  Paul Manning (Walter Matthau), der mit seiner Ehefrau Ruth (Inger Stevens) ein glückliches Leben führt, das von einer gemeinsamen Tochter gekrönt ist. Das hindert Paul freilich nicht daran, anderen Frauen hinterherzusehen – eine Schwäche, die zum Running Gag dieser wenig bekannten Komödie wird. Diese Gelüste werden allerdings nie derart hoch, dass Paul – so behauptet er zumindest – auch nur ansatzweise einen Seitensprung in Erwägung zieht. Er liebt seine Frau, seine Tochter, sein Haus und würde auf keinen Fall all das aufs Spiel setzen, auch wenn die Verlockungen des weiblichen Geschlechts – die prallen Brüste und wackelnden Hintern – allgegenwärtig sind und Paul das Leben erschweren; frei nach dem in Großbritannien beliebten Motto: das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Zauns. Sei es seine Nachbarin oder seine Sekretärin, der arme Angestellte hat es schwer, sich zu konzentrieren und bewundert seinen Freund und Kollegen Ed (Robert Morse) insgeheim, da dieser es mithilfe diverser Tricks immer wieder schafft, vergnügte Schäferstündchen mit attraktiven Damen seiner Wahl zu verbringen, ohne das seine Frau davon je etwas mitbekommt.

Trotz seines anfänglichen Zögerns braucht Ed nicht lange, um Paul davon zu überzeugen, dass Seitensprünge etwas Natürliches und keine Gründe für ein schlechtes Gewissen seien. Bevor man jedoch diesem zweifelhaften Hobby, zu dem es sich bei Ed entwickelt hat, unbesorgt nachgehen kann, muss man den Leitfaden für Seitensprünge perfekt beherrschen – und wer würde sich besser für eine Nachhilfestunde eignen als Ed, der gerne dazu bereit ist, seinem Freund Paul wichtige Lektionen mit auf den Weg zu geben, wenn es darum geht, das Objekt der Begierde stilgerecht und ohne großes Aufsehen zu erregen, verführen zu können. Dies geschieht nicht nur mit Weisheiten aus dem Erfahrungsschatz des frivolen Fremdgängers, sondern auch mit illustrierenden Episoden, besetzt mit jenen Stars, die in den 60er Jahren zu den gefragtesten und beliebtesten Komikern der USA zählten: Lucille Ball, Phil Silvers, Terry-Thomas oder Carl Reiner geben sich ein Stelldichein in diesem seichten Film, indem sie jene Charaktere verkörpern, die entweder als schlechte Beispiele für misslungene Versuche des Betrügens herhalten müssen oder in all ihrer Glorie triumphierten und nun zweifelhaftes Vorbild für den schüchtern Paul sein sollen.

In Teilen wirkt der episodenhafte „Guide for the Married Man“ wie eine Sitcom, was in diesem Fall nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss, denn trotz der amoralischen Tipps, die hier augenzwinkernd gegeben werden, vermag Gene Kellys Film zumindest bis zur letzten halben Stunde ganz hervorragend zu unterhalten, erwartet man keine tiefschürfende Philosophie oder anspruchsvollen Humor, der sich hier nicht scheut, in seinem albernsten Gewand aufzutreten, gerne als Quasi-Stummfilm, unterlegt von tänzelnder Musik des späteren Star-Wars-Komponisten John Williams. Das größte Kompliment, was man diesem späten Ausläufer der Screwball-Comedy wohl machen kann, ist jenes, dass die konsequent eingeschobenen, kurzen Episoden keineswegs den Fortgang der Hauptgeschichte um Paul Manning behindern. Im Gegenteil. Trotz der Vielzahl der kleinen Storys, die eingepflegt wurden, entwickelt sich – gerade durch die geschickte Konzeption der Episoden – die Suche nach dem perfekten Seitensprung für Paul geradezu prächtig, denn mit jeder neuen Geschichte, die ihm zu Ohren kommt, gelangt er einen Schritt näher zu seinem schlussendlichen Ziel, seine reizende und überaus attraktive Frau zu betrügen. So ist „Guide for the Married Man“ nicht derart peinlich und flach, wie ein derartiges Sujet hätte geraten können. Als leichte Unterhaltung funktioniert er ganz prächtig.

Wertung: 3,5 von 5

Leitfaden für Seitensprünge erscheint am 9. Februar auf DVD

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