Death Proof
(“Death Proof” directed by Quentin Tarantino, 2007)
Endlich konnte ich mich selbst vom neuen Tarantino-Streifen überzeugen. Trotz der vielen schlechten Kritiken fand ich den Film sehr gelungen. Quentin Tarantino pfeift einmal mehr auf den Mainstream und setzt seinen Kopf durch.Das Ganze wie immer, wie ich finde, mit viel Style und Coolness. Sicherlich, “Death Proof” ist bei weitem kein Meisterwerk, aber dennoch funktioniert der Film sehr gut. Die Story ist dabei schnell erzählt:
Ein mysteriöser Stuntman namens Mike (Kurt Russel) der ein furchteinflössendes Auto fährt, hat es anscheinend auf junge hübsche Mädchen abgesehen. Ohne den wahren Grund dafür zu erfahren wird der Kinobesucher Zeuge einer wahnsinnigen Autojagd die für die Mädels (Vanessa Ferlito, Jordan Ladd, Sydney Tamiia Poitier und Rose McGowan) tödlich endet. Stuntman Mike entkommt jedoch den texanischen Behörden, Earl McGraw (Michael Parks) und seinem Sohn Nr.1 (James Parks).
Ein Jahr später in Lebanon, Tennessee: Wieder versucht Stuntman Mike eine Gruppe junger Mädchen (Rosario Dawson, Tracie Thoms, Mary Elizabeth Winstead und Zoe Bell) auf der Straße zu killen aber diesmal wird er sein blaues Wunder erleben…
Oft musste ich den letzten Wochen lesen, dass der Film zu wenig Action bietet. Nun kann ich mit Sicherheit sagen, dass dies nicht so ist. Der Film schaltet auf Action genau dann um, wenn es notwendig ist, ansonsten zeigt Tarantino einmal mehr warum seine Fans seine Charaktere und dessen Dialoge so sehr lieben. Der Film ist reichlich gespickt mit Zitaten, Anspielungen und Hommagen. Oft hat man das Gefühl dass der Regisseur damit regelrecht übertrieben hat. Nimmt man etwa die Szene in der Bar am Anfang so wird einem sehr schnell klar, dass man den Film x-mal ansehen muss um jedes Detail genießen zu können. Die Schauspieler leisten allesamt großartige Leistung, vor allem der “alte Hase”, Kurt Russel zeigt dass er noch längst nicht genug hat. So wie bei Tarantino üblich, bekommt man in ca. 110 Minuten Laufzeit einen genialen Soundtrack geboten der einem nicht mehr aus dem Ohr will.
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Danke für das Review. Hört sich für mich sehr vielversprechend an und gerade die verschachtelten Dialoge zeichnen Tarantino aus! DominikZitiere
Wie gesagt hat der Film für mich zu unrecht so viel schlechte Kritik erhalten. Wenn du dir aber ein Epos a la “Kill Bill” erwartest wirst du enttäuscht. Viel mehr ist es ein Film der durch die kleinen Dinge lebt.
Der Soundtrack ist echt Wahnsinn, habe ihn gerade zuvor nochmals gehört. Einfach genial. Der kleine CandideZitiere
Auch beim zweiten mal bleibe ich bei meiner Meinung. Der Film ist keineswegs lahm oder langweilig. Er ist in gewisser Weise genial und dürfte vor allem den weiblichen Zuseher gefallen, schließlich spricht Quentin das Thema “Gewalt gegen Frauen” auf seine Art und Weise an.
Volle Frauenpower und keine Gnade heißt es dann, auch wenn vielen männlichen Beobachtern wohl nur den Lapdance von Vanessa Ferlito hängen bleiben wird.
Die im Review schon erwähnen Hommagen sind wirklich Wahnsinn. Ich habe zwar ein paar neue Sachen entdecken können, aber ich denke es ist fast unmöglich alles zu sehen und verstehen. Der kleine CandideZitiere
Auch nach mehrmaligem Ansehen steigt der Film nicht in meiner Gunst.
Die Film-Hommagen sind plump, die Dialoge gekünstelt und der versuch einen Thriller
zu drehen geht dank fehlendem Spannungsbogen gründlich in die Hose, selbst der Soundtrack wirkte auf mich sehr seelenlos. Tja, da helfen auch keine “The Bird with the Crystal Plumage”- und “Sleepless”-Referenzen an meinen Lieblingsregisseur Argento, für mich ist “Death Proof” der schlechteste Film von Tarantino. Inspector SantiniZitiere
Bei einem Punkt gebe ich dir Recht: Es ist in der Tat der schlechteste Film von Tarantino, aber einer muss es ja sein oder nicht?
CandideZitiere
Ja, da muss auch ich zustimmen. Allerdings, sind viele coole Soundtracks über den Film verteilt, allein “The Coasters mit Down in Mexico” oder “Willy DeVille mit It’s so easy” einfach nur großartig. Tarantino hat in allen seinen Filmen einen ausgezeichneten Geschmack für groovige Musik bewiesen. Der Film hat auf jeden Fall seine Längen, bei der letzten Autofahrt, bei der die Mädels Smalltalk halten, fragt man sich nach spätestens drei Minuten, wieso es nicht endlich weitergeht. Man wird ungeduldig, aber dann geht es endlich los. Das Finale kann sich absolut sehen lassen, sehr cool gemacht, einfach mal Katz und Maus vertauscht und dahin ist der “coole Typ”
Lässig, ist das beste Wort für diesen Film. Da kann auch jeder hineininterpretieren was er mag, ich meine damit (bis eben auf die paar besagten Längen) nur Positives! movie-struckZitiere
“Auch nach mehrmaligem Ansehen steigt der Film nicht in meiner Gunst.”
Und das kommt von jemanden, der sich sonst nur filmischen Müll ansieht ? Sam SpadeZitiere
Lieber Sam Spade aka. Mr.(Turd)le,
vor ein paar Monaten warst du aber noch sehr interessiert an dem “filmischen Müll” und hast mich mit arschkriecherischen Mails bombadiert damit ich dir “Müll-Filme” empfehle.
Daher ist mir dein lächerliches Verhalten ein Rätsel? Sei es drum, ich weiss mich
wenigstens mit meinem Faible für “Müll-Filme” in guter Geselschaft, während du dich wie eine beleidigte Leberwurst verabschiedet hast. Ganz ehrlich!! Du tust mir irgendwo leid und ich hoffe du stolperst nicht irgendwann über deine eigene Borniertheit. Inspector SantiniZitiere