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O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee

geschrieben von Candide am 11 April, 2007 Abenteuer, Komödie 6 Kommentare
/2009/10/Ethan-Joel-Coen.jpg Review 3 von 6 von Die Coen Brüder und ihr Werk [«Vorherige Rezension Nächste Rezension»]

Ethan & Joel Coen sind bekannt für ihre eigene Handschrift. In ihren uramerikanischen Filmen zeigen sie skurrile Figuren in bitterbösen Filmhandlungen. Ihren rabenschwarzen Humor verbinden sie nicht selten mit einer sozial-psychologischen Beobachtungsgabe für das menschliche Wesen.

(“O Brother, Where Art Thou?” directed by Joel & Ethan Coen, 2000)

Wow. Die Coen-Brüder können mich von Neuem begeistern. In nur 105 Minuten Laufzeit bringen sie es fertig mich wieder auf höchstem Niveau zu amüsieren. Ihre Verschmelzung von Humor, Kritik und guter Story ist man bereits gewöhnt und man kommt auch bei diesem Streifen voll auf seine Kosten.
Die Geschichte dreht sich um drei Häftlinge die es schaffen aus einem Straflager in Mississippi zu flüchten. Es erwartet sie eine mal mehr, mal weniger surreale Odyssee, die sie durch die 30er des amerikanischen Südstaates wandern lässt.
Der Anführer der Bande, Ulysses Everett (George Clooney), gaukelt seinen beiden Gefolgsleuten, Pete (John Turturro) und Delmar (Tim Blake Nelson), vor, dass sie auf der Suche eines wertvollen Schatzes sind den er versteckt hat bevor er ins Gefängnis musste. In Wirklichkeit aber möchte er nur seine Frau  (Holly Hunter) wiederfinden, die drauf und dran ist einen anderen Mann (Ray McKinnon) zu heiraten.
Die drei skurrilen Gestalten treffen auf ihrer Irrfahrt auf witzige Momente und Charaktere wie etwa einen psychisch gestörten Bankräuber (Michael Badalucco) auf der Flucht vor der Polizei oder einen einäugigen Riesen namens Big Dan Teague (John Goodman) der sie ihres letzten Geldes berauben wird. Nebenher werden die Gauner stets von den skrupellosen Autoritäten (Daniel von Bargen) verfolgt und zu allem Überfluss geraten sie im Schlussdrittel auch noch in den hitzigen Gouverneurs-Wahlkampf und einem okkulten Ku-Klux-Klan Treffen.
Was die Coens hier wieder auf die Beine gestellt haben, lässt sich schwer in Worte fassen. Am besten man sieht sich den Film selbst an, er lohnt sich auf jeden Fall!

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6 Kommentare zu “O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee”

  1. movie-struck sagt:

    Das John Goodman immer exzellent ist, lassen wir mal dahingestellt. O Brother where art thou? ist es auf jeden Fall. Eine richtig schöne, amüsante “Gaunergeschichte” die gar nicht anders kann als gute Laune zu bereiten. Ich amüsiere mich jedesmal von Neuem über diesen Streifen. Super!  Zitiere

  2. Candide sagt:

    Wo fandest du Goodman beispielsweise schlecht?  Zitiere

  3. movie-struck sagt:

    In Blues Brothers 2000 -.-  Zitiere

  4. Candide sagt:

    Ok da muss ich dir Recht geben, die Rolle war schon sehr schwach, wobei “Blues Brothers 2000” insgesamt ja miserabel ist und John Goodman lediglich einen kleinen Part hatte. Eklatanter finde ich allerdings, dass sich Dan Aykroyd für das hirnrissige Sequel verkauft hat, aber wir schweifen ab  Zitiere

  5. movie-struck sagt:

    Da können wir ruhig abschweifen, denn das geht mir auch gehörig auf den Sender. Dan Aykroyd hat in einem so genialen Film mitgewirkt und gibt sich (selbst wenn es bei ihm an Angeboten oder Geld fehlte, was ich mir nicht vorstellen kann) für so eine billige “Fortstzung” her. Zum übel werden.  Zitiere

  6. Candide sagt:

    Hab ihn jetzt nochmals gesehen.
    Es fällt mir immer noch schwer den Film oder besser gesagt den wahren Inhalt in Worte zu fassen. Zum einen beackern die Coens doch recht hartnäckig das Glaubensthema zum anderen werfen sie am Ende einfach ein schräges Licht auf die uns bekannte Modernisierung. Diese wird hier als das Allheilmittel für die damalige, zumindest für die Filmfiguren, fürchterliche Zeit porträtiert. Für den Zuschauer stellt es aber gleichzeitig die Büchse der Pandora dar, denn wir, als distanziertes und modernes Publikum, wissen ja was aus Everetts Träumen schlussendlich geworden sind.

    Find ihn immer noch gelungen, vor allem mag ich wie außerordentlich gut das Trio Clooney, Turturro (hier vielleicht sogar etwas unter seinem Können) und Tim Blake Nelson harmoniert.  Zitiere

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