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	<description>Popcornkino und Independent</description>
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		<title>Centurion</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 05:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Candide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic West]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Fassbender]]></category>
		<category><![CDATA[Neil Marshall]]></category>
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		<description><![CDATA[Allein eine innovative Story hätte Centurion wohl definitiv vom Mainstream abgehoben, so hingegen bleibt eigentlich nur der außergewöhnlich hohe Brutalitätsfaktor als Grund übrig warum man ihn zukünftig nicht in einem Atemzug mit seinen vielen Genrekollegen nennen wird.
<br>
Das könnte Dich vielleicht auch noch interessieren:<ol><li><a href='http://www.film-rezensionen.de/?p=1566' rel='bookmark' title='Permanent Link: James Bond 007 &#8211; Ein Quantum Trost'>James Bond 007 &#8211; Ein Quantum Trost</a></li>
<li><a href='http://www.film-rezensionen.de/?p=1444' rel='bookmark' title='Permanent Link: Doomsday &#8211; Tag der Rache'>Doomsday &#8211; Tag der Rache</a></li>
<li><a href='http://www.film-rezensionen.de/?p=429' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zeit des Erwachens'>Zeit des Erwachens</a></li>
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Centurion“ directed by Neil Marshall, 2010)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Centurion.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6185" title="Centurion" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Centurion-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Nachdem er vor nunmehr fünf Jahren eine Lobeshymne der Horrorfans für sein <a href="../../../../../?p=1184"><em>The Descent</em></a> erhielt und später mit <a href="../../../../../?p=1444"><em>Doomsday</em></a> einen interessanten, wenn auch nicht weltbewegenden Streifen nachlegte, gilt <strong>Neil Marshall</strong> als aufgehender Stern am Filmhimmel, allerdings mit kleinen Antriebsproblemen. Auch bei seinem aktuellen Film <em>Centurion</em> packt der Brite vieles richtig an, am Ende reicht es aber nur für Durchschnittware mit schnuckeliger Optik.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie schon zuvor wechselt Marshall auch diesmal komplett die Tapeten. Weit weg von unheimlichen Höhlen und verbarrikadieren Quarantänezonen beschäftigt er sich diesmal lieber mit einem historischen Thema.<br />
 Das antike römische Reich führt im hohen Norden einen verbitterten Kampf gegen die aufwieglerischen Pikten. Schnell wird um General Titus Flavius Virilus (<strong>Dominic West</strong>) eine 3000 Mann-Armee aufgestellt und mit der Überläuferin und Fährtenleserin Etain (<strong>Olga Kurylenko</strong>) an die Front geschickt. Auf ihren Marsch treffen sie auf den Centurio Quintus Dias (<strong>Michael Fassbender</strong>), der irgendwie der Gefangenschaft der Barbaren entfliehen konnte und fortan das Regiment begleitet.<br />
 Dumm nur dass die Armee in einen Hinterhalt gerät und bis auf eine handvoll Römer brutal abgeschlachtet wird. Die Überlebenden beschießen den gefangengenommenen General zu befreien, doch die Jäger werden ehe sie sich versehen zu den Gejagten.</p>
<p style="text-align: justify;">Marshall tut gut daran seine Geschichte in etwa 90 Minuten über die Bühne zu bringen, denn bis auf die wirklich tollen Bilder bietet er uns nur sehr wenig. Sein Film unterhält zwar durchaus gut, erfindet aber weder das Rad neu, noch brilliert er mit Originalität. Was allerdings gut gefällt ist die Tatsache, dass <em>Centurion</em> im Gegensatz zu Genrekollegen wie <em>Gladiator, <a href="../../../../../?p=487">Alexander</a></em> oder <em><a href="../../../../../?p=5293">Braveheart</a> </em>(fast) nie episch ausartet, sondern sehr zielgenau und kompromisslos brutal seinen Plot vorantreibt.<br />
 Michael Fassbender in der Hauptrolle fällt neben seinen Kollegen weder positiv noch negativ auf und erbringt am Ende eine akzeptable Leistung. Bondgirl Kurylenko (<em><a href="../../../../../?p=1566">Ein Quantum Trost,</a> <a href="../../../../../?p=530">Hitman</a></em>, <em><a href="../../../../../?p=1949">Max Payne</a></em>) hingegen wird ihrem Ruf als Femme fatale gerechter als je und darf sich hier als stumme Amazone austoben. Wenn sie mit ihren Kriegern über die abwechslungsreichen Landschaften Schottlands reitet hat das durchaus seinen Reiz, doch leider bleiben solche Momente dann wirklich die einzigen Höhepunkte, eines ansonsten sehr durchschnittlichen Filmerlebnis.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn das Endprodukt deshalb sehr enttäuschend ist, schafft es Marshall trotzdem eine eigenständige Atmosphäre zu schaffen, die Schwächen sind dann ab der zweiten Hälfte einfach nicht mehr mit hübschen Montagen kaschierbar. Allein eine innovative Story hätte <em>Centurion</em> deshalb wohl definitiv vom Mainstream abgehoben, so hingegen bleibt eigentlich nur der außergewöhnlich hohe Brutalitätsfaktor als Grund übrig warum man ihn zukünftig nicht in einem Atemzug mit seinen vielen Genrekollegen nennen wird.<br />
 Wenigstens einmal sollte man ihn dann aber auf alle Fälle gesehen haben, denn schon alleine die wunderschönen Kamerafahrten durch die Highlands sind sein Geld wert.</p>
<p style="text-align: right;"> </p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: xx-small;">Der Film erscheint am 30. September auf Blu Ray und DVD</span></p>
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		<title>Die Fremde</title>
		<link>http://www.film-rezensionen.de/?p=6176</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 10:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Candide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Filmtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Derya Alabora]]></category>
		<category><![CDATA[Feo Aladağ]]></category>
		<category><![CDATA[Nizam Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Settar Tanriogen]]></category>
		<category><![CDATA[Sibel Kekilli]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit Feo Aladağ und der jungen Sibel Kekilli gibt es zwei hochinteressante Künstlerinnen bei denen es mich nicht wundern würde wenn ich sie in der einen oder anderen größeren, oder sagen wir international bedeutungsvolleren, Produktion wiederfinden würde.]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Die Fremde“ directed by Feo Aladağ, 2010)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Die-Fremde.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6177" title="Die Fremde" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Die-Fremde-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Während die Filmindustrie in Deutschland sehr oft und sehr gerne verhöhnt wird, und ich bin da wahrlich kein Unschuldslamm, bringt sie ab und zu dann aber doch noch kleine Juwelen zum Vorschein. Mit <em>Die Fremde</em> feiert die Österreicherin <strong>Feo Aladağ</strong> ihr Regiedebüt und weißt damit von der ersten Minute weg zu überzeugen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ihre Themenwahl, die tragischen Ehrenmorde in islamischen Kulturkreisen denen man schon längst auch in Europa begegnet, ist dabei gar nicht so einfach. Dieses Phänomen in einem zweistündigen Spielfilm zu beleuchten ohne dabei auf irgendwelche publikumsorientierten Kompromisse einzugehen zeugt von Mut aber, spätestens nachdem man den Film gesehen hat, auch von Intelligenz, denn die Geschichte wirkt dadurch authentisch, auch ohne den (Werbe)Zusatz „basierend auf einer wahren Geschichte“.</p>
<p style="text-align: justify;">Wirklich grandios ist aber weniger die Montage des Streifens, die alleine betrachtet unspektakulär und sehr eintönig daherkommt, sondern die formidable Leistung der Hauptdarstellerin <strong>Sibel Kekilli</strong>. Sie spielt Umay, eine gebürtige Berlinerin mit türkischen Wurzeln, die mittlerweile mit ihrem Mann Kemal (<strong>Ufuk Bayraktar</strong>) und ihren Sohn Cem (<strong>Nizam Schiller</strong>) in Istanbul wohnt.<br />
 Ihre von Angst und Gewalt dominierte Ehe veranlasst die Fünfundzwanzigjährige zurück nach Deutschland zu ihren Eltern zu fliehen, doch anstatt auf Verständnis und Mitgefühl zu stoßen erwartet sie ein um seine Ehre besorgter und verärgerter Vater (<strong>Settar Tanriogen</strong>) und eine unerwartet, kühle reagierende Mutter (<strong>Derya Alabora</strong>). Ihre Geschwister sind zwar gespaltener Meinung, doch schnell wird klar über die Meinung des Familienoberhaupts wird nicht diskutiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Film vermittelt sehr gut die Hoffnungslosigkeit Umays, dessen Einzelschicksal den Zuschauer nahegeht und berührt. Die Suche nach Schutz und Halt, zuerst bei Familie, dann bei Freunden und schließlich bei den Behörden, zieht sich durch die gesamte Spielzeit und sorgt für eine beklemmende Atmosphäre, hier allerdings im positiven Sinne. Dass der Großteil der Dialoge auf Türkisch gesprochen und nur Deutsch untertitelt wird, verdeutlich nochmals Aladağs Verlangen nach Authentizität.<br />
 Wenn der Film an einer Stelle nicht konsequent genug ist, dann ist es wohl die Darstellung der Staatsgewalt. Schön und gut, dass die Polizei Freund und Helfer aller Bürger ist, doch man hätte hier ruhig auch ein paar weniger verständnisvollere Cops zeigen oder zumindest die einhergehende Komplexität rechtlicher Schritte hervorheben können.</p>
<p style="text-align: justify;">Wo sich die Österreicherin als äußerst geschickt erweist ist das Vermeiden von billigen Vorurteilen. Zwar lässt meine kurze Inhaltsangabe alles andere vermuten, aber die Regisseurin und Drehbuchautorin verallgemeinert hier an keiner Stelle, verfolgt das Ganze strikt auf der Mikroebene, aber was noch viel wichtiger ist: sie verpasst all ihren Charaktere menschliche Züge was ihr Handeln zwar nicht für Gut heißt aber wenigstens nachvollziehbar macht. Dass sie natürlich Nichts für arrangierte Hochzeiten, starre Familienstrukturen und Ehrenmorden übrig hat, bleibt natürlich kein Geheimnis und ist auch gut so, doch nie hat man das Gefühl die Intention sei die Verurteilung einer Kultur und/oder Religion. Sie stellt vielmehr gezielt einige, die Generationen überlebende, Bräuche und Sitten in Frage. Die Figuren wirken dabei so als seien sie Gefangene eines Systems das kaum wer in Frage zu stellen wagt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man so will ist <em>Die Fremde</em> abseits von kulturellen und religiösen Fragen (die streckenweise überhaupt eine Rolle spielen, was an einer Stelle sogar wörtlich mit „<em>Lassen Sie Gott aus dem Spiel, der hat damit überhaupt nichts zu tun</em>“ bekräftigt wird) ein Film über die Freiheit des Einzelnen, primär die der emanzipierten Frau.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Feo Aladağ und der jungen Sibel Kekilli gibt es zwei hochinteressante Künstlerinnen bei denen es mich nicht wundern würde wenn ich sie in der einen oder anderen größeren, oder sagen wir international bedeutungsvolleren, Produktion wiederfinden würde.</p>
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		<title>Bangkok Adrenalin</title>
		<link>http://www.film-rezensionen.de/?p=6164</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 09:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>movie-struck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel O'Neill]]></category>
		<category><![CDATA[Raimund Huber]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.film-rezensionen.de/?p=6164</guid>
		<description><![CDATA[Einige richtig lässige Sprüche, harte Kämpfe, gute Choreographien, witzige Charaktere und miese Synchronisation.
<br>
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		</div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Bangkok Adrenalin“ directed by Raimund Huber, 2009)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Bangkok-Adrenalin.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6165" title="Bangkok Adrenalin" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Bangkok-Adrenalin-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a>Vier Amerikaner sind dabei ihren Spaßurlaub in Thailand zu verleben, als schließlich nach etlichen Diskobesuchen und Saufeskapaden das Geld ausgeht. Sie beschließen durch Pokern ein wenig Geld zu erspielen, doch geschieht genau das Gegenteil, sie stehen von nun an mit 1.000.000, in der Kreide eines skrupellosen Gangsterbosses, der ihnen nicht viel Zeit zur Beschaffung des Geldes lässt. Ihr nächster Einfall übertrifft ihren ersten bei weitem, denn sie beschließen die Tochter eines Milliardärs zu entführen und ein unverschämt hohes Lösegeld zu fordern.<br />
 Dass der Gangsterboss dies so nicht mit sich machen lässt und ihm der Tot seiner eigenen Tochter auch noch gelegen kommt, konnte ja keiner von den Freunden ahnen…</p>
<p style="text-align: justify;">Aufgrund des Namens hatte ich irgendwie schon etwas Lustiges, gespickt mit einer Masse von Kampfsporteinlagen erwartet und wurde eigentlich nicht enttäuscht. Die Charaktere sind alle einzigartig und jeder überzeugt mit seiner ganz eigenen Spezialmethode, sowohl was das Kämpfen, als auch was das Denken betrifft.<br />
 Die Kampfszenen sind wirklich eine Augenweide und bei den ersten Actionszenen fühlte ich mich ein wenig an <strong>Jackie Chan</strong> erinnert. Als dann die Kampfszenen hinzukamen, erinnerten diese bei dem Stil von <strong>Daniel O’Neill</strong> besonders an den guten alten Eddy, aus dem Fighting-Game <em>Tekken</em>. Die Stunts sind bei <em>Bangkok Adrenalin</em> alle handgemacht und das sieht man auch, alles ist echt, bis ins kleinste Detail choreographiert und bringt wahnsinnig Spaß beim zuschauen.<br />
 Wichtig ist eben auch, dass die Handlung nebensächlich ist, das Hauptaugenmerk auf den Stunts liegt, aber eben auch auf der Komik die von diesem Film ausgeht. Manche Aktionen oder Sprüche kommen so unerwartet, dass man auf einmal laut loslachen muss. Stellenweise etwas trockener Humor, aber für mich genau das Richtige.</p>
<blockquote><p style="text-align: justify;"><em>„Aber es könnte ganz schön gefährlich werden!“ &#8211; „Gefährlich ist mein Stuhlgang, worum geht’s?“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Leider gibt es auch einen dicken Minuspunkt an die Synchronisation zu vergeben, welche mir stellenweise schwer auf die Nerven ging. Man konnte die Figuren, die man eigentlich ernst nehmen sollte nur belächeln, das zwang mich dazu, hin und wieder zum Originalton zu schalten, um mich zu vergewissern, wie es denn nun gemeint sei. Und siehe da, es funktionierte, aus Donald Duck wurde ein ernstzunehmender Darsteller, mit passender Stimme.<br />
 Die DVD bietet an Extras ein Making Of und ein paar entfallene Szenen im Originalton.<br />
 Der Soundtrack, den man zu Beginn um die Ohren gehauen bekommt, ist gewöhnungsbedürftig, aber zum Abspann hin noch einmal richtig nett. Hier handelt es sich um Thailändischen Hard Rock, so würde ich es deklarieren: „lustig und fetzig“, also passend zum Film.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Einige richtig lässige Sprüche, harte Kämpfe, gute Choreographien, witzige Charaktere und miese Synchronisation. Die Pluspunkte überwiegen klar und der Minuspunkt verliert letztendlich absolut an Bedeutung. Mir hat <em>Bangkok Adrenalin</em> gut gefallen und er wird in meinem DVD Regal definitiv nicht vor sich hin stauben. Kaufempfehlung? … Ja.</p>
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		<title>Ice Road Truckers &#8211; Staffel 1</title>
		<link>http://www.film-rezensionen.de/?p=6154</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 10:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>movie-struck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Reality-TV]]></category>
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		<description><![CDATA[Obwohl es länger her ist, dass ich die Ice Road das letzte Mal betrachtet habe, wurde ich nun schon wieder ebenso in ihren Bann gezogen, wie einst. In jeder Folge passiert etwas Neues, die Trucks werden schwerer und das Eis wird dünner.
<br>
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(&#8220;Ice Road Truckers&#8221;, TV-Serie, 2007)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Ice-Road-Trucker-Season-1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6155" title="Ice Road Trucker Season 1" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Ice-Road-Trucker-Season-1-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Jedes Jahr findet für zwei Monate eine Gruppe außergewöhnlicher Männer ihren Weg in die kanadische Tundra, um einen der gefährlichsten Jobs der Welt anzutreten. Die mitten in der Eiswüste gelegenen, millionenschweren Diamantenminen müssen mit Ersatzteilen, Nahrung und vor allem Diesel versorgt werden damit die Förderarbeiten nicht einbrechen. Da die großen Ladungen von bis zu 60 Tonnen nicht per Flugzeug transportiert werden können, ruht die letzte Hoffnung auf den Ice Road Truckern. Die Straßen auf denen sie die vielen hundert Kilometer zurücklegen müssen, bestehen zu einem Großteil aus purem Eis, welches stellenweise nur 70 cm dick ist! Die gefrorenen Seen sind für die Schwergewichte allerdings nur etwa 60 Tage lang befahrbar, bevor die Schmelze beginnt. Schaffen es die rund 700 Trucker die 10.000 Ladungen in der gebotenen Zeit zu transportieren und das Überleben der Minen und ihren Bergleuten zu sichern?</p>
<blockquote><p style="text-align: justify;">„<em>Diese Männer verdienen ihr Geld buchstäblich auf dünnem Eis</em>“</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Als die ersten Folgen der <em>Ice Road Truckers </em>im Free TV anliefen war ich sehr angetan von dieser neuen Art von Reality-Doku. Gezielt eingeschaltet habe ich zwar nie um mir die Sendung anzusehen, aber immer wenn ich zufällig darüber gezappt hatte, wurde ich sofort in den Bann der Ice Road gezogen. Mit dieser ersten Staffel konnte ich nun in den vollen Genuss jeder einzelnen Folge kommen und logischerweise dabei selbst bestimmen, wann und ob ich eine weitere anschauen möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Dokumentation berichtet in erster Linie über 6 Hauptcharaktere verschiedenster Art, um die Beweggründe der Trucker zu beleuchten, erhält der Zuschauer immer wieder kleine Einblicke in die private Welt der Männer. Hugh „The Polar Bear“ Rowland hat ein kleines Unternehmen mit insgesamt vier Zugmaschinen, Rick Yemm ist schlicht vom Ehrgeiz gepackt, seinen alten Kumpel und Boss Hugh zu schlagen, in dem er mehr Ladungen ans Ziel bringt und Alex Debogorski hat eine Großfamilie zu ernähren.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter den Top-Fahrern entfacht jedes Jahr eine wahre Ice-Road-Challenge. Derjenige, welcher die meisten, schwersten und teuersten Fahrten abfertigt, ist der Sieger und hat nebenbei in nur acht Wochen ein Jahresgehalt verdient. Die raubeinigen Männer schenken sich nichts, sind aber dennoch besorgt umeinander, denn niemandem ist es gegönnt, bei minus vierzig Grad Außentemperatur in das Eis einzubrechen und in sekundenschnelle zu erfrieren.<br />
 Neben den miesen Wetterbedingungen, haben die Jungs mit Müdigkeit und maschinellem Versagen zu kämpfen. Während der eine mehr als siebzehn Touren ohne Heizung erledigen muss, hat der andere jede Stunde auszusteigen, um eine undichte Luftleitung zu stopfen.<br />
 Somit boomt auch das Geschäft der Reparaturwerkstätten. Das geringe Übel daran, jeder Tag, den ein Truck nicht fahren kann, kostet den Besitzer etwa eintausend Dollar.<br />
 Neben dem Verlangen, zu sehen wie die Kerle ihr Ziel erreichen und wer letztendlich der Sieger wird, bekommt der Zuschauer einmalige Bilder zu Gesicht. Die Landschaftsaufnahmen bestätigen das ungute Gefühl, welches einem die Trucker vermitteln, das knackende Eis wirkt dabei nur noch wie das Tüpfelchen auf dem „i“.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Betrachter kann im, Ice-Road würdig gestalteten Hauptmenü, zwischen Originalton und einer deutschen Synchronisation wählen. Die Stimme des Erzählers ist sehr angenehm und glücklicherweise unaufdringlich. Auch ist es in diesem Menü möglich, alle Folgen hintereinander abspielen zu lassen, oder die Episoden einzeln anzuwählen.<br />
 Wenn man sich allerdings dafür entschließt, alle Episoden hintereinander, oder mit wenig Unterbrechungspause zu schauen, ist man recht schnell von dem ewig gleichen Intro genervt und hat das Gefühl, nach der dritten Folge mitsprechen zu können.<br />
 Der Vorteil hier von ist allerdings wieder, dass ein Quereinstieg jeder Zeit möglich wäre, da auch in jeder Folge zu passender Zeit die wichtigsten Vorkommnisse wiederholt werden, hier wiederum sehr abwechslungsreich.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Bonus Disc befinden sich 3, sehr interessante Extra-Episoden. Die erste beschäftigt sich mit der Ice Road heute und mit den Anfangstagen der selbigen, die zweite und dritte zeigen die Hauptcharaktere in einer gemütlichen Runde, bei der sie einige Szenen der Serie reflektieren, sowie Zuschauerfragen beantworten und sich ein wenig gegenseitig auf die Schippe nehmen. <br />
 Des Weiteren beinhaltet diese Disc, vier History TV Trailer und hinter dem Punkt „Extras“ verstecken sich zusätzliche DVD Empfehlungen und Bonusmaterial im O-Ton, mit den Unterpunkten „Meet the Truckers“, in dem noch einmal die Meinungen und Hintergründe jedes einzelnen Fahrers beleuchtet werden; „Overcoming the Challenges“, mit einer Art „Making of“ mit weiteren Hintergrundinformationen zur Ice Road und „Perils of the Ice Road“, mit den möglichen Gefahren und Maschinenausfällen, mit denen die Fahrer zu kämpfen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Obwohl es länger her ist, dass ich die Ice Road das letzte Mal betrachtet habe, wurde ich nun schon wieder ebenso in ihren Bann gezogen, wie einst. In jeder Folge passiert etwas Neues, die Trucks werden schwerer und das Eis wird dünner. Auch das Bonusmaterial ist spannend und informativ zusammengetragen worden, also jede Minute wert. Den einzigen Minuspunkt bekommt die Sammlung für die ständig gleiche Einleitung, denn wenn ich mir eine Staffel kaufe, möchte ich wenigstens nach dem ersten Mal ansehen, nicht wieder hören, dass es einen einzigartigen Außenposten gibt und worin die Herausforderung besteht usw., vor allem nicht bei jeder einzelnen Folge.<br />
 Ansonsten möchte ich jedem, der auf Reality-Dokus steht, die <em>Ice Road Truckers</em> wärmstens empfehlen, in der Hoffnung, dass alle anderen ebenso gebannt wie ich, auf einen guten Ausgang der Ice Road Challenge hoffen und von dem Mut der Trucker, den schweren Lasten und den mächtigen Trucks beeindruckt sind.<br />
 Ganz ehrlich, ich freue mich bereits auf die zweite Staffel und darauf, wie es mit Hugh, Alex, Jay und den anderen Jungs weitergeht!</p>
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		<title>Kindsköpfe</title>
		<link>http://www.film-rezensionen.de/?p=6144</link>
		<comments>http://www.film-rezensionen.de/?p=6144#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 09:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>movie-struck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Adam Sandler]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Rock]]></category>
		<category><![CDATA[David Spade]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Dugan]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin James]]></category>
		<category><![CDATA[Rob Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[Salma Hayek]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Buscemi]]></category>
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		<description><![CDATA[Kein Meisterwerk, aber absolut lustig, seh- und liebenswert.]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Grown Ups“ directed by Dennis Dugan, 2010)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Kindsköpfe.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6145" title="Kindsköpfe" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Kindsköpfe-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Voller Erwartungen bin ich in diesen Film gegangen, denn wenn die Besetzung aus Darstellern, wie: <strong>Adam Sandler</strong>, <strong>Kevin James</strong>, <strong>Chris Rock</strong>, <strong>David Spade</strong>, <strong>Rob Schneider</strong> und <strong>Salma Hayek</strong> besteht, sollten ja zumindest ein paar ordentliche Lacher dabei sein.<br />
 Doch bevor ich mich in einer kompletten Wertung verzettele, erst einmal das Wichtigste zum Inhalt:</p>
<p style="text-align: justify;">Der Film beginnt mit einem Basketballspiel, der Hauptdarsteller im Kindesalter. Es werden kurz, die groben Charakterzüge der Jungs dargestellt, bis sie schließlich das Spiel für sich entscheiden können. Lenny (Adam Sandler) wirft den letzten, entscheidenden Korb und ist laut der gegnerischen Mannschaft übergetreten, doch das interessiert im Freudentaumel niemanden mehr so recht. Der erste Meistertitel mit ihrem allseits beliebten Coach und Mentor ist gewonnen…<br />
 Jahre später, die Jungs sind nun alle „mehr oder weniger“ erwachsen, macht ein Anruf die Runde, der besagt, dass der Coach gestorben ist und die Beerdigung ansteht.<br />
 Vor der kirchlichen Trauerfeier, treffen die alten Freunde nun wieder zusammen, sofort beginnt wieder das gegenseitige Erinnern, Witzeln und Aufziehen.<br />
 Anschließend, verbringt das Team samt Familie ein Wochenende am See, da sich der Coach gewünscht hätte, dass seine Asche auf besagtem See verstreut werden soll. Somit nimmt der Ausflug seinen erinnerungswürdigen Lauf und natürlich darf auch die gegnerische Mannschaft aus Kindertagen hierbei nicht fehlen…</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Lieblingszitat: <em>„Kann jemand mal den Truthahn erschießen?“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich waren die erhofften Lacher dabei und ich hatte das Gefühl, ein Gag jage den nächsten. Gut, am Ende ist es Hollywoodtypisch etwas lahmer geworden, denn man muss ja noch eine Moral unterbringen, doch bis es dazu kommt, sind die Lachmuskeln sowieso reif für eine Pause. Die Handlung ist schlicht und beschreibt den Werdegang der Freunde, zeigt wie sie sich erinnern, wie ihre „Kindsköpfe“ wieder Überhand nehmen und wie sie sich amüsieren. Der Humor mag auf viele einfach und vielleicht sogar albern wirken, aber mal ehrlich, wer sich Filme mit Adam Sandler (der hier auch das Drehbuch schrieb), Kevin James (<em>King Of Queens</em>) und Chris Rock (<em><a href="../../../../../?p=1524">Dogma</a></em>) anschaut, darf keine allzu hohen Ansprüche bezüglich dessen mitbringen. Mir persönlich gefiel die Rolle des ewigen Junggesellen Marcus „Higgy“ Higgins (David Spade), der wie, eigentlich die ganze Truppe, sehr sympathisch und authentisch abgeliefert hat, aber in meinen Augen eben noch überzeugender.<br />
 Adam Sandler scheint wie immer, einfach er selbst zu sein und Kevin James gewohnt tollpatschig, liebenswert. Chris Rock kommt hier weniger zur Geltung, spielt eben mit. Rob Schneider dürfte sich für seine Guru-Rolle auch nicht viel anzueignen gehabt haben und <strong>Steve Buscemi</strong>, der nur eine Nebenrolle besetzen durfte, sorgt noch für das Tüpfelchen „Tragikomik“. Wer den Film sieht versteht was ich hiermit zum Ausdruck bringen will.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit:<br />
 Der Film hat seinen eigenen speziellen Humor, der nicht für jeden zu verkraften sein wird.<br />
 Ich jedenfalls bin voll auf meine Kosten gekommen, meine Erwartungen haben sich zum allergrößten Teil erfüllt und der Film schaffte es auf ganzer Länge zu unterhalten. Stellenweise hatte ich das Bedürfnis, selbst dabei zu sein, da diese Jungs unglaublich viel Spaß gehabt haben und vermittelten, dass sie sich selbst pudelwohl gefühlt haben.<br />
 Gesagt sei auch noch, dass es sicherlich dreimal so lustig ist, diesen Film mit den Lachern der anderen Kinobesucher zu teilen und mit seiner ganzen Clique zu begutachten (ich spreche hier aus Erfahrung), als ihn zu Hause, alleine oder zu zweit auf DVD zu sichten.<br />
 Kein Meisterwerk, aber absolut lustig, seh- und liebenswert.</p>
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		<title>Baarìa &#8211; Eine italienische Familiengeschichte</title>
		<link>http://www.film-rezensionen.de/?p=6092</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 08:49:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ijon Tichy und Candide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Romanze]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Francesco Scianni]]></category>
		<category><![CDATA[Giuseppe Tornatore]]></category>
		<category><![CDATA[Margareth Madè]]></category>
		<category><![CDATA[Monica Bellucci]]></category>
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		<description><![CDATA[Tornatore kehrt zu seinen filmischen Wurzeln zurück. In einer Dialogrezension beleuchten Candide und Ijon Tichy die episch-nostalgische Familiensaga aus zwei verschiedenen Blickwinkeln]]></description>
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			</a>
		</div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Baarìa – La porta del vento“ directed by Giuseppe Tornatore, 2009)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Baarìa-Eine-italienische-Familiengeschichte.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6105" title="8228049_18_R1_feivel_n03_n04_sleeve" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Baarìa-Eine-italienische-Familiengeschichte-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Der italienische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent <strong>Giuseppe Tornatore</strong> ist seit <a href="http://www.film-rezensionen.de/?p=2634" target="_blank"><em>Cinema Paradiso</em></a> bekannt für seine nostalgischen Arbeiten, die immer eine Hommage an die Kraft und Macht des Kinos als magischer Erlebnisort und Hort der Träume sowie Aspekte aus der Geschichte Siziliens darstellen. Durch Filme wie <a href="http://www.film-rezensionen.de/?p=2280" target="_blank"><em>Der Zauber von Malèna</em></a> ist er längst auch hierzulande und international erfolgreich. In seiner epischen Familiensage <em>Baar</em><em>ì</em><em>a &#8211; eine italienische Familiengeschichte</em> kehrt er wieder zu seinen filmischen Wurzlen und Standards zurück, nachdem er sich 2006 mit dem <em>Die Unbekannte </em>weitestmöglich von der Nostalgie eines <em>Cinema Paradiso</em> entfernt hatte. <em>Baarìa</em>, was übrigens der sizilianische Name der Gemeinde Bagheria ist, ist sein bisher wohl persönlichster Film in dem er die Entwicklung seines Geburts- und Heimatortes, beginnend bei Mussolinis Diktatur bis ca. 1980, in Szene setzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Peppino Torrenuova (als Kind gespielt von <strong>Giovanni Gambino</strong>, dann von <strong>Davide Viviani</strong> und schließlich als Erwachsener von <strong>Francesco Scianni</strong>) wächst im Krieg auf, erlebt den Untergang des Faschismus, den Einmarsch der US-Boys und den Aufstieg der <em>Cosa Nostra</em>. Genauso wie sein Vater wird Peppino später Parteimitglied des <em>Partito Communista Italiano</em>. Er geht eigentlich nie wirklich einer regulären Arbeit nach und führt einen scheinbar hoffnungslosen  Kampf für mehr Gerechtigkeit.<br />
 Neben den politischen Themen steht aber, wie der Titel schon verrät, eine Familiengeschichte im Vordergund. Früh lernt er seine spätere Frau Mannina (<strong>Margareth Madè</strong>) kennen, mit der er viele Kinder in die Welt setzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Candide:</strong> </em>Es gefällt außerordentlich gut, wie Tornatore uns in den ca. <strong>150 Minuten</strong> Laufzeit mehr als Fünfzig Jahre sizilianische Geschichte vor Augen hält, in denen auf den ersten Blick allerlei geschieht, aber am Ende doch alles beim Alten bleibt. Wenn sich was ändert, dann sind es die warmen und malerischen Bilder, die wunderschönen Stadtfassaden, die spielenden Kinder, pralle Olivenbäume und in der Stadt herumtreibendes Vieh, das am Ende lärmenden und stinkenden Autos weichen müssen, ein Bild das schmerzt und zugleich  den Zerfall einer Kultur stringent auf den Punkt bringt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Ijon Tichy:</strong> </em>Es ist einfach zuviel, was der italienische Filmemacher da in einen Film packt. Die Story wird in Windeseile vorangertrieben ohne zu verharren, so dass sich ein Spektakel an dem nächsten reiht. Für Charakterstudien bleibt da leider keine Zeit mehr übrig. Die oft gelobte Nostalgie Tornatores wirkt anachronistisch, erst recht wenn er die Gegenwart, also die Wirklichkeit, als Monstrum zeichnet und die Vergangenheit &#8211; denn früher war alles besser &#8211; in den Himmel lobt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Candide:</em></strong> Der Regisseur versteht es wie kein anderer das süditalienische Flair mit der Kamera einzufangen und es in wunderschönen Montagen wiederzugeben. Aufgrund der riesigen Zeitspanne, die hier Tornatore abdecken möchte, passiert es nicht wenig oft, dass der Film für auf den Zuschauer zerstückelt und überhastet wirkt. Wenn er zum Beipiel bei <em>Malèna</em> noch bereit war, eine konkrete Geschichte zu erzählen, so verzichtet er diesmal darauf und möchte lieber seine ganz persönlichen Erinnerungen auf Zelluloid bannen. Übrigens tummelt sich auch hier <strong>Monica Bellucci</strong> unter den Dorfbewohnern, auch wenn es diesmal nur für einen Gastauftritt reichte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Ijon Tichy</em>:</strong> Die Kamera ist das einzige Argument, den Film anzuschauen. Wie ein Raubvogel stürzt sich die agile Krankamera vom Himmel in das Geschehen hinab oder gleitet grazil vom staubigen Boden in denselben hinauf. Ansonsten bleibt leider nur die Nabelschau des Regisseurs, der sich mit der Gegenwart nicht anfreunden kann und permantent in die ach so glorreiche Vergangenheit entflieht. Diesen Eskapismus würde man ihm vielleicht gönnen, aber die virulent wirre Erzählweise verhindert es dann doch, den Film genießen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Candide</em>: </strong>Wenn nun kritische Stimmen dem Film vorwerfen, er wäre zusammenhanglos beziehungsweise zu konfus, so muss ich diesen vehement widersprechen. Für mich hat auch diese Erzählweise seinen Reiz, zumal seine Szenen immer authentisch wirken und die meist unbekannten Schauspieler mit ihren typischen Gesten und dem Dialekt (gemeint ist natürllich der sizilianische O-Ton) mehr als echt wirken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Ijon Tichy:</em></strong> Lässt man sich auf die nostalgische Darbietung dann doch  noch ein, wird man mit klischeehaft überzeichneten Figuren, die meist Karikaturen sind, und einer übertrieben farbprächtigen Ästhetik konfrontiert, die niemals die Realität widerspiegelt, sondern bloß romantisch verklärte Traumbilder erzeugt. Am allerschlimmsten ist aber die seicht-sentimentale Filmmusik von <strong>Ennio Morricone</strong>, der mit seinem schwülstigen Dauerbeschuss von oberflächlich herzerweichenden Weichspülstreichern den endgültigen Rest gibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Candide:</em></strong> Auch diesmal darf man sich übrigens an einen wunderbaren Soundtrack von Großmeister Ennio Morricone erfreuen, dessen Herzstück ein Eigenzitat auf sein <em>Rabbia e Tarantella</em> ist, das ja erst vor Kurzem auch <strong>Quentin Tarantino</strong> in seinem <a href="http://www.film-rezensionen.de/?p=3078"><em>Inglourious Basterds</em></a> wiederentdeckt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Ijon Tichy:</strong> </em>Die Schönfärberei der Vergangenheit und die persönliche Nabelschau können einfach nicht überzeugen. Die interessanten Aspekte werden nur angekratzt und die Charaktere nicht eingehend beleuchtet. Interessant ist jedoch, dass es sich bei der epischen Familiensaga streng genommen um einen Fantasy- beziehungsweise Science Fiction-Film handelt. Ohne Spoiler kann der Grund hier aber nur angedeutet werden: Tornatore deutet abgesehen von seiner Überzeugung der Wahrhaftigkeit von Magie, Mystik und Phantasie auch auf seine Überzeugung von einem Bestehen parallel existierenden Universen hin. Außerdem ähnelt eine Grundanlage des erzählerischen Gerüsts von Tornatores Film auf <strong>H. G. Wells</strong> <em>Der Traum</em>, worin ein Utopier im Jahr 4000 von einer längst überholten Vergangenheit träumt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Qualität von Bild, Sound und Musik lassen auf der DVD nichts zu wünschen übrig. Die Bilder sind gestochen scharf und bringen das Licht und die Farben leuchtend zur Geltung. Der Sound erzeugt eine räumliche Wirkung und auch die Musik schallt in vollen Zügen aus den Lautsprechern. Die entfallenen Szenen aus dem Bonusmaterial sind genauso ganz nett anzuschauen wie das Making Of. In zuletzt Genanntem werden beispielsweise sämtliche bekannten und berühmten Schauspieler aufgedeckt, die sich in einer und anderen Nebenrolle oder Gastauftritt verborgen haben.</p>
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		<title>The Expendables</title>
		<link>http://www.film-rezensionen.de/?p=6094</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 17:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Candide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Arnold Schwarzenegger]]></category>
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		<category><![CDATA[Sylvester Stallone]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Crews]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sich von The Exendables mehr erwartet als beschrieben, der wird leider bitteböse enttäuscht werden, viel eher sollte man den Streifen als eine Art Hommage an vergangene Tage betrachten, die aber dann auch nicht davor zurückscheut diese zu veralbern.
<br>
Das könnte Dich vielleicht auch noch interessieren:<ol><li><a href='http://www.film-rezensionen.de/?p=5984' rel='bookmark' title='Permanent Link: John Rambo'>John Rambo</a></li>
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„The Expendables“ directed by Sylvester Stallone, 2010)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/The-Expendables.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6095" title="The Expendables" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/The-Expendables-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Was passiert wenn „Sly“ alte und neue Spielkameraden aufruft um gemeinsam mit ihm einen Abgesang auf das verstaubte Actiongenre aus den 80ern und 90ern zu veranstalten?<br />
 Richtig, es versammelt sich eine beachtliche Gruppe an sichtlich gealterten Herren, die bei Fanboys sowie Girls für eine riesige Hypewelle sorgt. Auch wenn ich mir die meisten Streifen aus genannten Zeitraum und besagtem Genre nur mehr sehr sporadisch ansehe, konnte auch ich mir diese Konzentration an Explosionen, Männerschweiß und Muskelkraft einfach nicht entgehen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie erwartet bietet und hier <strong>Sylvester Stallone </strong>wenig bis gar keinen Plot, was aber zunächst aufgrund des Schauspieleraufgebots auch kaum jemanden interessiert. In seiner Crew von Söldnern, die quer über den Globus genauso gefährliche wie fragwürdige Missionen gegen Bargeld absolvieren, tummeln sich <strong>Jason Statham</strong>, <strong>Jet Li,</strong> <strong>Randy Couture</strong>, <strong>Terry Crews</strong>, <strong>Dolph Lundgren</strong> und last but not least <strong>Mickey Rourke</strong>.<br />
 Wer sich weiß auf was er sich einlässt dem interessiert hier primär weniger um was es geht, sondern vielmehr wie dieses Ensemble agiert, wie es sich mal mehr, mal weniger spektakulär durch Gegner metzelt, coole Sprüche klopft, süße Ladys rettet und am Ende sogar ihr eigenes Business, das des Actionstars, aufs Korn nimmt.<br />
 Vor allem in dieser Hinsicht überzeugt <em>The Expendables</em> auf voller Linie. Wenn z.B. Stallone mit seinem Auftragsgeber Mr. Curch (<strong>Bruce Willis</strong>) zusammentrifft und sich dabei ein herrliches Wortgefecht mit seinem (Ex)rivalen <strong>Arnold Schwarzenegger</strong> liefern muss, hat sich das Ganze irgendwo schon ausgezahlt. Arni zieht schließlich ungewohnt sinnierend in seinem Anzug von dannen und überlässt somit alleine Sly das Feld, der übrigens auf Willis’ Frage „<em>What&#8217;s his fucking problem</em>?“ einfach nur mit „<em>He wants to be president.</em>“ antwortet, herrlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Um am Ende der gut 100 Minuten aber doch noch so etwas wie eine Handlung präsentieren zu können, erfindet man schnell irgend einen Inselstaat auf dem der korrupte General (<strong>David Zayas</strong> &#8211; der mir ganz nebenbei schon ausgezeichnet gut in der TV-Serie <em>Dexter</em> gefiel) seit dem Militärputsch mit eiserner Hand regiert. Natürlich ist er nur eine Marionette, denn der wahre Fadenzieher dahinter ist der Drogenhändler und Geschäftsmann James Monroe (<strong>Eric Roberts</strong>).<br />
 Die <em>Expendables</em> sollen dem Ganzen nun ein Ende bereiten, schließlich sieht es die CIA nicht gerne wenn auf ihre Kosten und dann auch noch mit ihren Drogen irgendwo fett Kohle gescheffelt wird. Schnell wird noch die attraktive und rebellische Generalstochter Sandra (<strong>Giselle Itié</strong>) ins Spiel gebracht, denn wie sollte sonst Stallone in bester Heldenmanier die Hübsche vor dem Biest retten, oder?<br />
 Die Figuren sind damit alle an ihren Positionen angebracht und man ist bereit für das Finale mit Knalleffekt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sich von <em>The Exendables</em> mehr erwartet als beschrieben, der wird leider bitterböse enttäuscht werden, vielmehr sollte man den Streifen als eine Art Hommage an vergangene Tage betrachten, die aber dann auch nicht davor zurückscheut diese zu veralbern. Am Ende werden schließlich Sly, Schwarzenegger, Lundgren &amp; Co ihr Zepter an die neue, junge Generation weiterreichen. Auch wenn Stallones Botoxfresse nicht unbedingt einen schönen Anblick bietet, erweist sich sein letzter Film als kleines Juwel, vor allem für diejenigen, die mit dieser Art von Filmen aufgewachsen sind.</p>
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		<title>Salt</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 17:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Candide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Angelina Jolie]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Wimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Liev Schreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Phillip Noyce]]></category>
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		<description><![CDATA[Durchaus taugliches Popcornkino das, traurig aber wahr, mitunter zum Besten gehört was das diesjährige Sommerloch zu bieten hat.]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Salt“ directed by Phillip Noyce, 2010)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Salt.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6085" title="Salt" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/09/Salt-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Nachdem sich <strong>Phillip Noyce</strong> ja bereits in den 90er Jahren durch seine Romanadaptionen von <strong>Tom Clancy</strong> mit der Spionage- und/oder Kalte Krieg-Thematik auseinandergesetzt hatte, wagte er sich mit seinem aktuellen Kinofilm <em>Salt</em> sozusagen an einem Revival eines mittlerweile doch sehr vernachlässigten Genres, das ebenso neu entdeckte <a href="../../../../../?series=53">Bond-Franchise</a> mal außen vor gelassen.<br />
 Nach gut zwanzig Jahren ist es nun aber nicht mehr <strong>Harrison Ford</strong> der die Patriotismuskeule schwingen darf, sondern seine Nachfolgerin heißt <strong>Angelina Jolie</strong>, die dem Regisseur spätestens seit <em>Der Knochenjäger</em> bestens bekannt sein dürfte.  Das Drehbuch vertraute man hingegen <strong>Kurt Wimmer</strong> (<em><a href="../../../../../?p=5789">Equilibrium</a></em>) an, was ja nicht immer automatisch nur Gutes bedeuten muss (<em><a href="../../../../../?p=504">Ultraviolet</a></em>).</p>
<p style="text-align: justify;">Der Film verliert kaum Zeit mit Erklärungen oder womöglich irgendwelchen Charakterstudien, nach kurzem Smalltalk zwischen den beiden Protagonisten und CIA-Agenten Evelyn Salt (Angelina Jolie) und Ted Winter (<strong>Liev Schreiber</strong>), startet <em>Salt</em> sehr furios durch und spielt seine (Action)karten aus.<br />
 Nachdem ein russischer Überläufer (<strong>Daniel Olbrychski</strong>) von Evelyn Salt verhört wird, gibt dieser Wissen über einen geplanten Anschlag auf seinen eigenen Präsidenten preis. Bei einem USA Besuch soll ein noch aus Sowjetzeiten stammender Schläfer zuschlagen um damit das weltpolitische Gefüge ins wanken zu bringen. Der Clou an der Sache: der Deserteur identifiziert Agentin Salt als angeblichen Doppelspion und designierten Präsidentenmörder, was bei der Agency natürlich für ein heilloses Durcheinander sorgt.<br />
 Mit dem Vorwand sie müsse ihren geliebten Mann (<strong>August Diehl</strong>) beschützen und diesen warnen, widersetzt sich Salt dem Befehl vorerst in Gewahrsam genommen zu werden und flüchtet auf relativ spektakuläre Weise aus dem Regierungsgebäude. Zur Überraschung ihrer Vorgesetzten und auch der Zuschauer scheinen ihre weiteren Taten aber lediglich ihre Arbeit für die Russen zu bestätigen anstatt zu dementieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Das folgende Katz- und Mausspiel soll den Zuschauer in die Irre führen und wohl auch etwas Neues bieten, was allerdings nicht so recht gelingen will, denn wer Hollywood kennt, der weiß auch, dass der obligatorische Twist nur eine Frage der Zeit ist.<br />
 Nichts desto trotz unterhält <em>Salt</em> über die gesamte Spielzeit, die mit ihren ca. 90 Minuten erst gar nicht die Chance erhält auszuarten oder gar langweilig zu werden.<br />
 Dass Jolie die Heldin markieren kann weiß man, auch wenn die <em>Tomb Raider</em> Verfilmungen nicht gerade an erster Stelle ihres Portfolios stehen werden. Sie spielt ihren Part, der wohl am ehesten an die eiskalte Killerin aus <em><a href="../../../../../?p=1358">Wanted</a></em> erinnert, ohne große Makel und hat mit Liev Schreiber einen soliden und routinierten Partner an ihrer Seite.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ideenfabrik in Hollywood muss aber tatsächlich aus den letzten Löchern schnaufen, holte man mit dem Kalten Krieg, ein heutzutage doch sehr befremdend wirkendes Thema aus der untersten Schublade hervor. Autor und Regisseur gelingt es aber zum Glück doch noch genügend spannenden Stoff zusammenzuwürfeln und die Story &#8211; wenn man beide Augen ganz fest zudrückt &#8211; irgendwo glaubhaft erscheinen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Durchaus taugliches Popcornkino das, traurig aber wahr, mitunter zum Besten gehört was das diesjährige Sommerloch zu bieten hat.<br />
 Der Schluss lässt logischerweise dann noch die Türen für ein mögliches Sequel offen das, wenn man eine ähnliche Qualität beibehält, durchaus interessant sein könnte.</p>
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		<title>Breaking The Waves</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 21:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Candide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Filmtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Romanze]]></category>
		<category><![CDATA[Emily Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Cartlidge]]></category>
		<category><![CDATA[Lars von Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Stellan Skarsgård]]></category>
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		<description><![CDATA[Man sollte sich aber nicht allzu sehr von der Optik täuschen lassen, denn spätestens nach dem ersten Abschnitt weiß man, dass man einen Film von Lars von Trier sieht.
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Breaking The Waves“ directed by Lars von Trier, 1996)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/08/Breaking-The-Waves.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6066" title="Breaking The Waves" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/08/Breaking-The-Waves-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Wenn ich mich richtig erinnere bezeichnete <strong>Lars von Trier</strong> einmal <em>Breaking The Waves</em> als seinen zugänglichsten Film und wenn man so will als das „Mainstreamigste“ das er je auf Zelluloid gebannt hat. Das mag daran liegen, dass der Däne hier den Zuschauer im Vergleich zu seinen anderen Werken visuell etwas schont und auch mal durchatmen lässt, primär liegt es aber wohl daran, dass sein meist düsteres Weltbild durch eine recht warmherzige Liebesgeschichte in den Hintergrund verdrängt wird.<br />
 Während man bei seiner <a href="../../../../../?series=54">Europa-Trilogie</a> ständig ein beklemmendes Gefühl verspürt und die dunkle Szenerie die Tragik und Hoffnungslosigkeit sehr schwerfällig unterstreichen, bekommt man hier trotz des körnigen und in die Jahre gekommen Bildes tolle Schottland-Aufnahmen und wunderschöne impressionistische Landschaftsszenarien als durchnummerierte Kapiteleinleitung geboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Man sollte sich aber nicht allzu sehr von der Optik täuschen lassen, denn spätestens nach dem ersten Abschnitt weiß man, dass man einen Film von Lars von Trier sieht. Langgezogene Szenen in denen auf den ersten Blick wenig passiert, oft sogar überhaupt nicht gesprochen wird, sondern bei denen man einfach nur die Dramatik und/oder die Figurendarstellung auf sich wirken lassen soll/muss.<br />
 Insbesondere letzteres erweist sich hier als wohl größte Stärke des Streifens. <em>Breaking The Waves </em>stellte für <strong>Emily Watson</strong> nicht nur den internationalen Durchbruch dar, sondern ist für mich ganz klar ihre bis heute beste Leistung als Schauspielerin.</p>
<p style="text-align: justify;">Watson schlüpft in die Rolle von Bess McNeal, eine junge Frau, die man umgangssprachlich wohl als naives Landei bezeichnen könnte. Bess wächst in den Siebzigern in einer kalvinistischen Gemeinde an der schottischen Küste auf, was auch erklärt warum sie zu Beginn des Films die Ältesten um eine Heiratserlaubnis bitten muss. Die besondere Brisanz bei ihrem Vorhaben ist allerdings die Tatsache, dass Jan (<strong>Stellan Skarsgård</strong>), ihr zukünftiger Gatte, von außerhalb kommt, weshalb eine solche Heirat ganz klar gegen die Regeln des tiefreligiösen Dorfes verstößt.<br />
 Schlussendlich und nachdem sie zu Gott gebetet hat bekommt Bess ihren Willen, sie ehelicht Jan und die folgenden zwei Kapitel zeigen das junge und glückliche Paar entweder beim Sexualakt oder beim feiern mit Freunden.<br />
 Es dauert aber nicht lange und Jan muss zurück an die Arbeit. Wie für jeden Mann in näherer Umgebung, bedeutet dies Abschied von seinen Geliebten zu nehmen und die nächsten Monate entweder auf einer Bohrinsel oder auf einem Schiff zu verbringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die bei von Trier so ungewohnte Idylle wird ab hier also zerstört und schnell macht sich Liebeskummer breit. Was folgen sind Bess’ Stoßgebete gen Himmel: Gott möge doch bitte ihren Ehemann frühzeitig zurückbringen, der Herzschmerz sei einfach unerträglich. Schon als Bess jünger war führten die anderen Dorfbewohner diese ihre Gespräche mit dem Herrn und Schöpfer darauf zurück, dass die Frau psychisch angeschlagen sei, was der Regisseur und Autor natürlich nutzt um ihre Glaubensgemeinschaft zu karikieren. Doch nicht nur hier setzt von Trier kritisch an und illustriert sogleich auch das herrschende Patriarchat und die damit einhergehende Unterdrückung der Frau.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Jan schließlich durch einen tragischen Arbeitsunfall bei dem er vom Hals abwärts gelähmt bleibt, wie von Bess erbeten früher nach Hause darf beginnt der eigentliche Film.<br />
 Während nun Bess’ mentaler Zustand von Tag zu Tag schlechter wird und Jan keinen Lebenswillen mehr aufbringen kann, bleibt ihre verwitwete Schwägerin und Krankenschwester Dodo (<strong>Katrin Cartlidge</strong>), die einzige Konstante.<br />
 Lars von Trier suggeriert an einem bestimmten Punkt im Film zwar, dass Dodo die antiquierten Bräuche und Sitten des Dorfes, genauso wie Bess, verachtet, doch Fügung, zumindest momentan, die taktisch klügere Entscheidung wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den bereits genannten spricht <em>Breaking The Waves</em> zum Beispiel auch Thematiken wie Euthanasie und die Freiheit des Individuums an. Nicht umsonst könnte man den Titel so interpretieren, dass Bess sich nichts sehnlicher wünscht als die Wellen zu brechen, sie zu überwinden und endlich das andere Ufer zu erreichen. Jan stellt für sie dabei zunächst eine Verbindung, sozusagen einen Lichtblick am Ende des finsteren Tals dar. Mit ihm konnte sie endlich die gesellschaftlichen Fesseln ablegen, doch spätestens nach seinem Unfall wird er vielmehr zum Anker der sie wieder am gehassten Ort festhält.</p>
<p style="text-align: justify;">Herzstück des Streifens bleibt deshalb auch die Liebesbeziehung. Wie so oft (oder immer?) lässt Liebe uns irrational handeln und sie verlangt von uns Dinge die wir ansonsten unter keinen Umständen bereit wären zu tun. Auch die „Dialoge“ mit Gott die Watson herrlich mit abwechselnd, verstellter Stimme spielt, führen die Hauptdarstellerin eigentlich immer darauf zurück, dass es bedingungslose Liebe ist, die von ihr abverlangt wird. Am Ende wird Bess durch völlige Hingabe ihren Ehemann tatsächlich heilen, wobei m.E. hier der Autor sicherlich eine metaphorische und keine wörtliche Intention verfolgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die gern verwendete Figur des Idealisten &#8211; in diesem Fall der Idealistin-  lässt sich von Trier ebenfalls nicht nehmen. Auch wenn er sie am Ende oberflächlich betrachtet irgendwo scheitern lässt, konkludiert der Film für seine Verhältnisse doch sehr positiv.<br />
 <em>Breaking The Waves</em> stellt übrigens den Beginn der sogenannten <em>Golden Heart-Trilogie</em> dar. Die Idee basiert auf einem Kinderbuch, in dem die weibliche Hauptfigur nie ihre Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit obschon der tragischen Ereignisse und persönlichen Einbußen verliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn nur bei den jeweiligen Kapitelwechsel und beim Abspann Musik ertönt, erweist sich von Trier hier für seine Verhältnisse recht verspielt. Elton John, Deep Purple und viele andere Rock/Pop-Stücke zieren die Standbilder.<br />
 Wie schon kurz angerissen lässt die Bildqualität zu wünschen übrig, vermittelt aber durch diesen speziellen mit Sicherheit gewollten Stil eine ganz eigene Atmosphäre.<br />
 Erwähnenswert auch noch der Kurzauftritt von <strong>Udo Kier</strong> als sadistischer Schiffskapitän, ein Schauspieler der beim Dänen ja öfters gastiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob <em>Breaking The Waves</em> nun wirklich ein größeres Publikum als das restliche Portfolio des Filmemachers erreicht wage ich zu bezweifeln. Wer seine früheren Werke mag, wird ohne Zweifel auch diesen Film mögen, Skeptiker die <em>Europa</em> fad fanden, werden wohl auch hier wegschnarchen.</p>
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		<title>Double Identity</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 10:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>movie-struck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Dimster]]></category>
		<category><![CDATA[Izabella Miko]]></category>
		<category><![CDATA[Raicho Vasilev]]></category>
		<category><![CDATA[Val Kilmer]]></category>
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		<description><![CDATA[(„Double Identity“ directed by Dennis Dimster, 2010) Der Film beginnt damit, dass Dr. Nicholas Pinter (Val Kilmer), einer der „Ärzte ohne Grenzen“, einem nächtlichen Entbindungstermin nachkommt. Seltsam nur, dass ausgerechnet die Straße gesperrt und bewacht ist, auf der er unterwegs ist. Doch mit Geld lässt sich ja bekanntlich alles regeln. Auf dem Rückweg wird Dr. [...]
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<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">(„Double Identity“ directed by Dennis Dimster, 2010)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/08/Double-Identity.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6046" title="Double Identity" src="http://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2010/08/Double-Identity-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Der Film beginnt damit, dass Dr. Nicholas Pinter (<strong>Val Kilmer</strong>), einer der „Ärzte ohne Grenzen“, einem nächtlichen Entbindungstermin nachkommt. Seltsam nur, dass ausgerechnet die Straße gesperrt und bewacht ist, auf der er unterwegs ist. Doch mit Geld lässt sich ja bekanntlich alles regeln. Auf dem Rückweg wird Dr. Pinter abermals angehalten und diesmal hält ihn sein Gegenüber für jemanden der er nicht ist, namens John Charter. Der vermeintliche Geheimagent Charter, wird erstmal mitgenommen und festgehalten. Doch bereits am nächsten Morgen befreit ihn sein alter Freund aus seinem Verließ und alles scheint wieder normale Bahnen anzunehmen. Als die Beiden dann jedoch einen Absacker in Nicholas Hotelzimmer zu sich nehmen, wird sein Freund ermordet und die Verwirrung des Films nimmt umso mehr seinen Lauf.<br />
 Nicholas Pinter gerät immer mehr in die dunklen Machenschaften eines undurchsichtigen Kartells, korrupten Polizisten und geschmierten Regierungsoberhäuptern.<br />
 Die Hilfe einer wirklichen Geheimagentin (<strong>Izabella Miko</strong>) bzw. der Freundin des Kartell-Oberhauptes, da sie natürlich auch verdeckte Ermittlerin mit mindestens doppelter Identität ist, bringt ihn nur noch mehr in den Schlamassel. Wird er lebendig aus dieser brenzligen Situation entfliehen können, ist jeder wirklich der, der er vorgibt zu sein, ist nur Dr. Nicholas Pinter eine echte Identität oder ist er doch ein Doppelagent, sogar ohne selbst Kenntnis darüber zu besitzen?</p>
<p style="text-align: justify;">Der Film beginnt, wie er endet: Halbspannend. Man gibt sich Mühe, den gesamten Film über aufmerksam zu sein und wartet darauf, dass etwas Brisantes geschieht. Zugegeben, für Leute die es konfus mögen und nicht gleich aufgeben, wenn ein Film anders verläuft als sie es sich wünschen, ist <em>Double Identity</em> genau das Richtige. Da Val Kilmer immer so agiert, als sei er ein behandelnder Geheimagent, ist man sich nie ganz sicher, was nun seine wirkliche Identität ist. Hölzern und undurchschaubar spielt er sich durch die rund 90 Minuten, die wesentlich länger wirken. Wäre ich im Dauersprint im Anzug unterwegs, würde ich vielleicht nicht gerade schwitzen wie ein Tier, doch wäre ich außer Atem und würde doch etwas angestrengter reinschauen, als nach dem Sonntagskaffee.<br />
 Die Schauspielerischen Leistungen erstrecken sich hier von gelangweilt bis bemüht, erreichen aber nie eine ungeahnte Glanzleistung. Auch die schöne Izabella Miko reißt hier das Ruder nicht herum und verwundert eher durch ihre unklare Zugehörigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer also auf gering actionlastiges Katz- und Mausspiel steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Einen Spannungsbogen sucht man hier meiner Ansicht nach vergebens, die Grundspannung ist zwar da, doch flacht sie zwischenzeitlich über längere Zeit ziemlich ab. Also findet man hier eher einen „Entspannungsbogen“. Für mich war der Film zu lang“weilig“ und wirkte stets bemüht, den Zuschauer in die Irre zu leiten. In einem Guten Film des Genres geschieht dies in meinen Augen, ohne dass der Betrachter davon penetriert wird.<br />
 Fazit: Kann man sich anschauen, muss man aber nicht.</p>
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