Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings

(„Wrong Turn 4“ directed by Declan O’Brien, 2011)
Nach einer Rückblende ins Jahr 1974 und das derzeit florierende Sanatorium in Glenville, indem sich eine blutige Meuterei ereignet, wird der Zuschauer in die Zukunft katapultiert und das Jahr 2003 steht im Mittelpunkt. Eine Gruppe Teenager plant einen Ausflug in eine entlegene Berghütte, um dort in aller Seelenruhe zu snowboarden. Leider verliert der Gruppenführer in einem Schneesturm die Orientierung und wie der Teufel es will befindet sich ganz in der Nähe die alte, mittlerweile leerstehende Nervenklinik in der die jungen Menschen Unterschlupf suchen. Ganz so leer ist das riesenhafte Gebäude am Ende natürlich doch nicht. Drei Kannibalen haben sich häuslich eingerichtet und freuen sich über die bereitwillige Beute.
Erwartungsgemäß wird einer nach dem anderen abgeschlachtet und man hat sich von dem Beinamen „Bloody Beginnings“ wesentlich mehr Hintergrundgeschichte erwartet. Die typischen Klischees werden erfüllt. Augenscheinliche Gruppendynamik verliert sich stets im entscheidenden Moment und reißt eine Lücke in die ohnehin dünne Defensive der Teens.
Auch wenn einem die Idiotie der Darsteller oft auf die Nervenstränge schlägt, werden bei den expliziten Folterszenen Ekel und Mitleid hervorgerufen. Leider bleibt die Genugtuung der Rache aus, da die Rachegelüste der Frauen nicht ausreichen um es den Kreaturen heimzuzahlen und diese sich natürlich dennoch nicht erweichen lassen.
Ohne sich über die gewohnten Fehler und Unsinnigkeiten Gedanken zu machen, bietet Wrong Turn 4 zwar eine neuartige Umgebung verglichen mit seinen Vorgängern, aber immer noch genügend Spannung und blutige Erlebnisse, um stellenweise schon mal ins Schwitzen zu geraten, sofern man eben sein Logikzentrum deaktiviert.
Besser wäre es gewesen den vierten Teil einfach als unerklärte Fortsetzung zu wählen, anstatt eine möchtegern Vorgeschichte abzudrehen, nur weil dies zur Zeit „in“ zu sein scheint. Viel zu inkonsequent verfolgt Regisseur Declan O’Brien dieses angestrebte Ziel und so gerät der Versuch einer möglichen Erklärung für diese missgebildete Bedrohung absolut in den Hintergrund und wirkt schlicht kümmerlich.
Fazit: Eigenständig betrachtet ist Worng Turn 4 sicherlich einer der besseren Teile der Reihe, auch wenn es nach dem ersten recht spritzigen Part wieder hätte Schluss sein dürfen.
Mehr erwartet man bei einem Teenie-Splatter-Film aber nicht und so dürfen Fans sich ruhigen Gewissens bedienen.
Wertung: 5.5 von 10
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings ist seit 12. Jänner auf Blu Ray und DVD erhältlich

